Mike Michelau im Angriff

Aufschlag hat enorme Bedeutung

In Düren soll es besser laufen als kürzlich im Pokal

Die Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen ist alles andere als angenehm. Aber so einen schwarzen Tag erwischt man ja nicht zweimal innerhalb von drei Wochen – unter diesem Motto steht das nächste Spiel der SVG Lüneburg in der Volleyball-Bundesliga am Sonnabend (19.30 Uhr) bei den Powervolleys in Düren. Für die nicht mitfahrenden Fans gibt es das Match wie üblich nicht nur im Internet-Stream auf sporttotal.tv, sondern auch im Public Viewing auf einer Großleinwand im Restaurant „Alexander der Große“ in Kirchgellersen (ab 19 Uhr).

Anfang des Monats standen sich die beiden alten Rivalen im Achtelfinale des DVV-Pokals in der Gellersenhalle gegenüber, und selten standen die LüneHünen so auf verlorenem Posten wie bei diesem 0:3 (20:25, 20:25, 21:25). Letztlich zeigten sie sogar Anzeichen von Resignation, als ihnen Düren die Aufschläge mit Wirkung sowie Asse reihenweise übers Netz schickte.

Wiedersehen nach drei Wochen

„Deren Aufschläge waren für mich aber nicht das größte Problem, stark aufschlagen werden die sicher auch jetzt wieder. Entscheidender ist für mich, dass wir selbst beim Aufschlag einen hohen Druck entfachen können. Wenn wir da an unser letztes Spiel gegen die Netzhoppers anknüpfen können, dann wird das in Düren ein engeres Spiel“, glaubt SVG-Chefcoach Stefan Hübner. Vor Wochenfrist gegen KW-Bestensee hatten ja seine Schützlinge einen ähnlichen Lauf im Service, besonders von Kapitän Viktor Lindberg kamen die Aufschläge wie geschnitten Brot (allein 9 Asse).

„Aufschlagdruck erleichtert vieles“, benannte auch der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger einen grundsätzlichen Erfolgs-Baustein im Volleyball, „das bleibt im Training ein Thema, wird ja nicht immer so reibungslos funktionieren.“ Auf das sich dieses Element auf ein gesundes Mittelmaß zwischen der Top-Quote zuletzt und dem hohen Fehler-Anteil davor einpendelt.

Das souveräne 3:0 gegen KW-Bestensee hat auf jeden Fall gezeigt, dass sich die neu formierte Mannschaft weiterentwickelt. „Es hat gut getan, den Negativlauf davor zu beenden – das Selbstvertrauen war aber nicht angeknackst“, betont Hübner. „Wir haben die Spiele davor schon richtig einsortiert, analysiert, was passiert ist und warum und gezielt daran gearbeitet – wie nach jedem Spiel. Bei Siegen ist nicht immer alles gut, bei Niederlagen nicht alles schlecht.“

Entwarnung in Düren nach Grippewelle

Beim Gegner lief bis vor kurzem auch nicht alles rund, ein Grippevirus ging rum und befiel fast die ganze Mannschaft. Folge waren ernüchternd deutliche 0:3-Pleiten gegen Herrsching und in Berlin, bis an diesem Mittwoch wieder alle Sorgen vergessen waren. Da gab es ein 3:1 im Pokal-Viertelfinale gegen Frankfurt, das die Träume von einer Endspiel-Teilnahme nährte. Da trumpften der Diagonale Sebastian Gevert sowie der Alt-Internationale Björn Andrae wieder auf wie schon drei Wochen zuvor gegen die SVG. In Berlin zum Beispiel konnten sie wenig (Andrae) bis gar nicht (Gevert) spielen.

Ein paar gesundheitliche Problemchen hatte zuletzt auch die SVG, „inzwischen haben wir die aber alle wieder im Griff“, freut sich Hübner über die personelle Qual der Wahl.