Viktor Lindberg in Aktion

Schwedens Kapitän reizt Aufgabe bei der SVG

23-jähriger Viktor Lindberg bringt viel Erfahrung mit

Es muss nicht immer ein Kanadier oder US-Amerikaner sein: Eine der noch offenen Positionen im Außenangriff hat die SVG Lüneburg jetzt mit einem Schweden besetzt, der aus der 1. Liga Finnlands kommt. Viktor Lindberg heißt der Neuzugang Nummer drei in diesem Sommer.

Lindberg, der zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag bekommt, ist zwar hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt, in Skandinavien aber eine Größe und in seiner Heimat sogar einer der herausragenden Volleyballer. Der 23-Jährige, bereits seit 2015 A-Nationalspieler, ist der Kapitän Schwedens mit schon mehr als 50 Einsätzen. Allerdings ist das Königreich nicht gerade eine Volleyball-Hochburg. Größter Erfolg bisher waren die Vize-Europameisterschaft 1989 und Olympia-Platz 7 bei den Spielen 1988 in Seoul.

Die Erfahrung, die Lindberg mitbringt, ist dennoch höchst beachtlich, auch wenn Schweden gerade wieder in der Qualifikation zur im September anstehenden EM scheiterte und in diesem Sommer nur ein paar Testspiele bestritt. Auch schon in den Qualifikationsturnieren zur WM 2018 und zur EM 2017 kam das frühe Aus für Lindberg und sein Team. Stets aber stand der 1,91-Meter-Mann in der Starting Six auf dem Feld und stach mit hervorragenden Werten in der Annahme hervor. In diesem Bereich liegt eindeutig seine Stärke, wenn auch sein künftiger Trainer Stefan Hübner weiß: „Er hat auch einen sehr, sehr guten Arm mit richtig Dampf drin. Viktor ist ein ganz kompletter Spieler, mit einem guten Level in allen Bereichen.“

Gute Annahme, aber auch Dampf im Arm

Zuletzt spielte Lindberg bei Raison Loimu in Finnland unter dem belgischen Trainer Christophe Achten, der in der neuen Saison den TV Rottenburg coachen wird. Dank Lindberg als bestem Punktesammler erreichte Raison die Playoffs, schied aber im Viertelfinale aus. Meister war er dagegen in seinem letzten Jahr in Schweden 2018 mit Hylte/Halmstadt VBK, wo er drei Jahre spielte. Hylte/Halmstadt, in der vergangenen Saison Vizemeister, ist seit vielen Jahren einer der führenden Vereine im Land mit den Schärengärten vor der Küste.

Geboren wurde Lindberg in Vingaker, einem 4000-Seelen-Ort in Zentral-Schweden, etwa 70 Kilometer nördlich von Norrköping. Sein Talent fiel schnell auf, er durchlief bis zur U20 alle Nachwuchs-Nationalmannschaften Schwedens. Nach dem Beginn in seinem Heimatort Vingaker spielte Lindberg schon drei Jahre beim Erstligisten RIG Falköping und empfahl sich für den Wechsel 2015 zum Spitzenklub Hylte/Halmstadt.

„Bis zur Kontaktaufnahme hatte ich nichts über die SVG Lüneburg gewusst“, räumt Lindberg ein, hat sich aber seitdem schlau gemacht: „Mein Hauptgrund zu wechseln, ist, dass ich zu einem guten Verein komme. Da will ich um den ersten Platz in der Liga kämpfen, so viele Spiele wie nur möglich gewinnen. Ich habe nur gute Dinge über den Club und Coach Stefan Hübner gehört und glaube, dass das die richtige Umgebung ist, mich auch selbst weiter zu verbessern.“