Nach einem extrem holprigen Start holen die LüneHünen im Duell mit dem direkten Verfolger die drei Punkte und haben weiterhin die Top-4 der Tabelle im Visier.

 

Ausgeglichen ging es in den ersten Durchgang, das Spiel wurde von erfolgreichen Angriffen dominiert (4:4; 6:8). Nach der technischen Auszeit riss allerdings bei den LüneHünen der Faden. Schwächen in der Annahme und leichte Fehler im Angriff brachten die Dürener in Front (6:12). Ein Zwischenspurt der SVG zum 10:12 reichte nicht. Düren dominierte nach Belieben, weil die Mannen von Stefan Hübner noch in den Startlöchern standen (11:17; 13:20), und holte sich ungefährdet den ersten Satz (14:25).

Und im zweiten Satz ging es zunächst weiter wie im ersten. In Addition standen beim Stand von 4:11 für Düren 18:36 Punkte zu Buche. Co-Trainer Bernd Schlesinger kommentierte diese Phase nach dem Spiel mit: „Ich war auf der Suche nach meiner Badehose, so sehr sind wir da geschwommen.“ Zeit, dass ein Ruck durch die Mannschaft von Stefan Hübner ging, was noch bis zum 7:14 dauerte. Dann gab es endlich erfolgreiche Blocks und Angriffe, die Lüneburg zurück ins Spiel brachten (12:14). Endlich war es ein Spiel auf Augenhöhe und die SVG kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Es dauerte bis zum 23:22, bis es wieder zu einer Führung für Lüneburg reichte. Düren wehrte sich nach Kräften, den Satzausgleich konnten sie aber nicht verhindern (26:24).

Der dritte Durchgang begann wieder ausgeglichen und war zunächst von Schiedsrichterdiskussionen geprägt. Eine ständig wechselnde Führung (4:7; 10:9; 16:13) zeigte, dass beide Teams jetzt hellwach waren. Florian Krage auf Seiten der SVG punktete regelmäßig durch die Mitte, der silberne MVP Michael Andrei hielt die Gäste im Spiel. Aber die LüneHünen waren wacher, bauten die Führung Zug um Zug aus (21:17) und bringen den Satz schlussendlich zur Führung nachhause (25:23).

Düren wollte aber mindestens noch einen Punkt mitnehmen. Mit spektakulären Rallyes geht es in den vierten Satz, der bis zum 9:10 ausgeglichen verläuft. Dann brachte MVP Cody Kessel die Gellersenhölle zum Kochen und die SVG deutlich in Front (15:10). Düren zeigte sich von der überbrodelnden Stimmung beeindruckt und fand nicht mehr zurück ins Spiel. Angetrieben vom Publikum sicherte sich die SVG auch den vierten Satz (25:20) und die zu Beginn des Spiels von vielen Fans nicht mehr für möglich gehaltenen drei Punkte. Ein Sonderkompliment verteilte Stefan Hübner nach dem Spiel an seinen Kapitän Matthias Pompe: „Der war heute voll da, als er ins Spiel gekommen ist und hat mit seiner Souveränität, der Mannschaft den Halt zurück gegeben, der uns schlussendlich den Sieg gebracht hat.“ Für den SVG-Coach waren heute die Leute, die von draußen gekommen sind, der Schlüssel zum Erfolg.