In dieser 2015 eröffneten Halle, die bis zu 3350 Zuschauer fasst, trägt OK Ribnica Kraljevo seine Heimspiele - dann allerdings mit verlegtem Volleyball-Spezialboden - aus, gegen die SVG das Rückspiel am 17. November. Foto: CEV

Kraljevo hoch angesehen in der Heimat

SVG-Gegner im CEV-Cup hatte seine erste Blütezeit in den 1970er-Jahren im ehemaligen Jugoslawien

Die Premiere rückt näher, der Adrenalinspiegel steigt – Europapokal, und die SVG ist dabei! Am 10. November treten die LüneHünen erstmals in einem internationalen Pflichtspiel an, haben den serbischen Pokalsieger OK Ribnica Kraljevo zu Gast in der LKH Arena. Es ist also an der Zeit, diesen Gegner etwas ausführlicher vorzustellen – heute Teil 1:

Kraljevo ist eine Stadt in Zentral-Serbien am Fluss Ibar mit etwa 115.000 Einwohnern, steht damit in der Liste der zehn größten Städte des Landes auf Rang 9. Ribnica ist ein Stadtteil am rechten Ibar-Ufer. Der Verein wurde 1954 gegründet und erlebte seine erste Blütezeit in den 1970er-Jahren, damals noch als Club im ehemaligen Jugoslawien. 1974 gelang erstmals der Aufstieg in die 1. jugoslawische Liga.

Schon 1978 stellte sich der erste große Erfolg mit dem Gewinn des jugoslawischen Pokals ein, und der darauf folgende internationale Premierenauftritt in der Saison 1978/79 löste eine große Euphorie aus, zumal der Neuling die erste Runde im CEV-Cup gegen Madrid überstand und danach auf eins der überragenden Teams jener Zeit, auf die Italiener aus Modena, traf und das Hinspiel in heimischer Halle nur knapp mit 2:3 verlor (Rückspiel 0:3).

37 Europapokalspiele, aber nie weit gekommen

Ähnliche Highlights ließen dann länger auf sich warten, aber aktuell stehen 37 Europapokalspiele (Challenge Cup, CEV-Cup, Cup der Pokalsieger) mit 20 Siegen und 17 Niederlagen in der Bilanz, wenn auch in der Regel mit frühem k.o. Am weitesten bisher kam Ribnica Kraljevo in der Saison 2009/10, schied da im Achtelfinale aus – gegen Berlin (0:3 und 3:2 im Challenge Cup). Weitere deutsche Gegner in jenen Jahren waren Generali Haching (2007/08 – zweimal 0:3) und der SV Fellbach (1998/99 – 3:2-Sieg in einem Qualifikations-3er-Turnier).

Der größte internationale Erfolg war 2010 der Gewinn des Balkan-Cups, einem Wettbewerb mit Vereinen aus inzwischen elf Verbänden: Serbien, Türkei, Bulgarien, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Moldawien, Albanien, Nord-Mazedonien, Montenegro, Kosovo. Ein Jahr später wurde hier Kraljevo Zweiter.

Teil 2 im Newsletter am nächsten Montag.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Ein klares 3:0 auch im Duell der Giganten beim VfB Friedrichshafen, dem Stamm-Libero Blair Bann verletzt fehlte – die Berlin Volleys haben im dritten Spiel 2021/22 ohne Satzverlust überzeugend unterstrichen, dass sie in dieser Saison die Meisterschale erneut hochrecken wollen. Und das in Ulm ohne Hauptangreifer Ben Patch, der wegen einer Erkältung geschont wurde. Marek Sotola vertrat ihn im Diagonalangriff bestens und wird nun wohl auch schon am Mittwoch im nächsten Berliner Spiel gegen Haching viel Einsatzzeit sammeln dürfen.

Derzeit scheint es, als könnte – eher als Friedrichshafen – in dieser Saison Frankfurt der härteste Widersacher werden. Der Pokalsieger schlug nun nach dem Häflern auch das hoch eingeschätzte Düren und hat nach drei Spielen acht Punkte gesammelt.

WWK Volleys Herrsching – SVG Lüneburg 3:0

(25:21, 25:21, 25:20)

84 Min., 1100 Zuschauer

MVP: Ferragut – Ewert

Scorer: Jeanlys (23), Ferragut (13), Peter (7), Ilic, van der Ent (je 6), Mantha (3), Herr (1) – Ewert 14), van de Kamp (10), Pörner (4), Eshenko, Schlien (je 3), Stöhr (2), Solbrig, Worsley (je 1)

TSV Haching München – SVG Lüneburg 0:3

(20:25, 30:32, 17:25)

83 Min., 300 Zuschauer

MVP: Graven – Worsley

Scorer: J. Sagstetter (10), Topuzliev (9), Schumann (8), Petrusic (6), Heckel, Rösler (je 2), B. Sagstetter, Paduretu (je 1) – Ewert (14), Pörner (10), Eshenko (9), van de Kamp, Schlien (je 7), Nath (3), Worsley (2)

VfB Friedrichshafen – Berlin Volleys 0:3

(18:25, 18:25, 18:25)

79 Min., 1403 Zuschauer

MVP: Vincic – Sotola

Beste Scorer: Hirsch (12), Cacic (7), van Berkel (6) – Sotola (19), Schott (10), Jendryk (9)

Netzhoppers KW-Bestensee – TSV Giesen Grizzlyes 3:2

(26:24, 25:19, 17:25, 20:25, 15:10)

110 Min., 375 Zuschauer

MVP: Timmermann – Mayaula

Beste Scorer: Timmermann (20), Rattray (17), Kaibald (12), Leeson (9) – Colito (15), Karlitzek (13), Wagner, Mayaula, Sauss (je 11)

United Volleys Frankfurt – powervolleys Düren 3:1

(25:22, 25:17, 20:25, 31:29)

116 Min., 740 Zuschauer

MVP: Malescha – Ernastowicz

Beste Scorer: Malescha (25), Baghdady, Lindberg (je 11), Baxpöhler (9) – B. Andrae (20), Gevert (17), Ernastowicz (10), Broshog (9)

NEWS aus der Szene

Einen 3:0 (26:24, 25:23, 25:18)-Erfolg gegen 1860 Bremen feierte die SVG Lüneburg II bei der Heimpremiere in der Regionalliga Nordwest. Das Match dauerte 73 Minuten, MVP in der Gellersenhalle war Kapitän René Bahlburg. Ferner spielten: Magnus Sprockhoff, Noel Langschwager, Patrick Kruse, Bent Mildner und Ole Jürges.

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