Wohl nur ganz wenige Volleyballfans hätten der SVG Lüneburg vor dieser Saison den direkten Einzug in das Viertelfinale der Play-Offs zugetraut. Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde belegt die SVG Lüneburg nun aber Platz vier und steht somit sicher im Play-Off Viertelfinale.
Der Gegner dort wird aller Voraussicht nach der Tabellenfünfte TV Ingersoll Bühl sein. Sowohl die Lüneburger als auch die Bühler können nicht mehr auf Platz sechs abrutschen und das der Tabellendritte, die SWD Powervolleys Düren, gegen die bisher sieglosen Youngster vom VCO Berlin ins Straucheln kommt, ist ebenso sehr unwahrscheinlich.

Somit geht es im Duell der Tabellennachbarn um die beste Ausgangslage für das Play-Off Viertelfinale. Dieses wird im Modus „Best-of-three“ ausgetragen, wobei der Tabellenvierte zunächst Heimrecht genießt und in einem möglichen Entscheidungsspiel ebenso Heimrecht hätte. Einen kleinen Vorteil im Kampf um Platz vier hat dabei mit 33 Punkten die SVG Lüneburg. Die Bühler haben mit 32 Punkten einen Punkt weniger auf dem Konto, jedoch auch ein Spiel weniger absolviert. Verliert die SVG also gegen Bühl müsste man sich ziemlich sicher mit Platz fünf begnügen. Gewinnt die SVG mit drei Punkten müsste Bühl drei Punkte gegen Coburg holen und gegen die Berlin Recycling Volleys eine kleine Sensation schaffen. Bei einem Tie-Break Erfolg der Lüneburger müsste Bühl gegen Berlin verlieren und gegen Coburg mindestens einen Punkt abgeben.

„Wir als Mannschaft beschäftigen uns mit diesen Rechenspielen nicht näher. Wir hatten jetzt seit langer Zeit ein spielfreies Wochenende und die Energiereserven der Spieler sind wieder einigermaßen aufgefüllt. Für uns gilt aber wie im bisherigen Saisonverlauf: Wir orientieren uns nicht am Gegner, sondern an unserer eigenen Leistung. Wenn wir unsere beste Leistung zeigen, werden wir sehen was möglich ist“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner. Nach der zweiwöchigen Pause beginnt für die SVG somit auch der letzte Abschnitt dieser Saison. Zwei Ligaspiele gegen Bühl und Friedrichshafen, das Pokalfinale am 1. März und das Play-Off Viertelfinale; so sieht zunächst das Restprogramm der SVG Lüneburg aus. „Das werden jetzt noch einmal richtig schöne und intensive Wochen in denen wir uns für die tolle Hauptrunde belohnen können“, freut sich Hübner auf den Endspurt.

Im Hinspiel musste sich die SVG Lüneburg in einem Krimi in der heimischen Gellersenhalle mit 2:3 gegen Bühl geschlagen geben. Damals überragend: Bühls Zuspieler Trinidad de Haó. Der Spanier erzielte insgesamt 15 Punkte und setzte insbesondere seine beiden Mittelblocker hervorragend in Szene, die insgesamt 21 Punkte erzielten. SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg erinnert sich: Das war ein richtig starkes Spiel von uns gegen eine sehr stark spielende Mannschaft aus Bühl.“ In den vergangenen Wochen sind die Bühler aber durchaus anfällig gewesen, verloren u.a. zu Hause gegen den CV Mitteldeutschland. „Wir haben unsere Ziele bisher mehr als übertroffen und eine Niederlage haut uns nicht um. Deshalb sehe ich den Druck bei Bühl und hoffe auf eine befreit aufspielende SVG“, blickt Bahlburg dem Auswärtsspiel entspannt entgegen. Verzichten muss die SVG Lüneburg dabei weiterhin auf Diagonalangreifer Falko Steinke. „Er ist auf einem guten Weg und arbeitet jeden Tag bis zu drei Stunden in Hamburg an seinem Comeback“, so Bahlburg.

Eine Woche später am 21.02. um 20 Uhr kommt es dann zum letzten Heimspiel der Hauptrunde für die Niedersachsen. Zu Gast ist dann der Pokalfinalgegner und Deutsche Rekordmeister VFB Friedrichshafen.

Keyfacts: TV Ingersoll Bühl (5.Platz) vs. SVG (4.Platz) | Datum: 14.02.15, 20 Uhr | Hinspielergebnis: SVG 2 : Bühl 3 | Ausgangslage: SVG muss gewinnen, um Platz vier und damit Vorteil im Play-Off Viertelfinale (Best-of-three) erreichen zu können | Besonderheiten: Bühl und Lüneburg spielen fast sicher auch im Play-Off Viertelfinale gegeneinander | Verletzte Spieler: Falko Steinke (voraussichtlicher Trainingseinstieg in der kommenden Woche)