3:0 gibt weiter Rückenwind für Halbfinale gegen Berlin
Der gute Lauf hält an: Die LüneHünen setzten sich nun auch bei einem Dauerrivalen der letzten Jahre um eine gute Playoff-Platzierung durch, kehrten mit einem 3:0 (27:25, 25:23, 25:21)-Erfolg vom TV Bühl zurück und gingen damit bisher erst einmal in sieben Spielen leer aus. Das ergibt 16 von 21 möglichen Punkten und Platz 3 – so gut stand die SVG noch nie nach dem ersten Drittel der Bundesliga-Hauptrunde da. Berlin kann also zum Pokal-Kracher kommen…
Bestes erstes Saisondrittel seit dem Bundesliga-Aufstieg
Chefcoach Stefan Hübner ließ als Zuspieler wieder Adam Schriemer (statt Gijs van Solkema) ran und brachte zudem Routinier Matthias Pompe (für Ray Szeto) neu in der Startformation, ließ aber den zuletzt so starken Florian Krage im Mittelblock, obwohl Michel Schlien wieder spielfähig war. Kurzfristig passen musste Jannik Pörner (Magen-Darm-Infekt). Beim Gegner stand außer den bekannten Ausfällen auch noch der einzige etatmäßige Libero Tomas Ruiz auf der Verletztenliste. Doch sein Vertreter, der eigentliche Außenangreifer Tim Stöhr, machte seine Sache gut – ebenso wie das gesamte Bühler Team, das den LüneHünen viel abverlangte.
So sah es im ersten Satz lange danach aus, als wenn die Gastgeber vorlegen könnten, drehten sie doch ein zwischenzeitliches 11:14 in ein 16:15 bei der zweiten technischen Auszeit um und führten dann in der Crunchtime 23:21. Cody Kessel verkürzte, van Solkema kam zum Aufschlag – mit Wirkung, Gleichstand. Youngster Konrad Thole kam und sorgte per Schmetterball für das 24:23. Doch die Badener wehrten sich, hatten dann ihrerseits drei Satzbälle, ehe sie nach einem Annahmefehler doch 0:1 zurücklagen.
Höchst wirksame Einwechselungen
Ähnlich lief Durchgang zwei: lange ausgeglichen, ehe es bei knapper Bühler Führung (21:20) auf die Entscheidung zuging. Die SVG wendete das Blatt, maßgeblich durch einen energischen Pompe, der erst einen seiner drei gewinnbringenden Blocks setzte (22:21), dann in einer turbulenten Situation am Netz Schriemer, der den Weg versperrte, wegschubste und zum 23:22 verwandelte. Beim 24:23 für die SVG kam wieder van Solkema zum Aufschlag: Ass, Satzgewinn, 2:0.
„Diese beiden Sätze können auch anders ausgehen, Bühl war ein starker Gegner, hatte viel Angriffswucht“, lobte Hübner den Schachzug seines Kollegen Ruben Wolochin, beide Diagonalangreifer gleichzeitig aufzustellen. Anton Qafarena spielte dabei ausnahmsweise im Außenangriff (7 Punkte), noch effektiver war aber Bruno Lima (14), der auch Bühls MVP wurde.
Bühls Angriffswucht sorgt für zwei enge Sätze
Doch solche Quoten reichen gegen die SVG derzeit nicht. Da ragte einmal mehr Sclater (17 Punkte, Erfolgsquote 59%) heraus. Auch Kessel punktete wieder zweistellig (11), übertroffen wurde er aber noch von Pompe (12), MVP beim Sieger. „Er hat vor allem auch viel Energie aufs Feld gebracht“, lobte Hübner seinen Kapitän und freute sich zudem, dass die eingewechselten Spieler am Ende der Sätze für wichtige Punkte sorgten. So auch in Durchgang drei, als es nach langer, klarer Führung (8:3, 14:5, 20:15) beim 21:19 nochmal eng wurde und Szeto vorentscheidend auf 22:19 stellte. Stark auch wieder Noah Baxpöhler, mit dessen Service Bühl viel Mühe hatte, und Libero Tyler Koslowsky mit einer Quote von 70% positiver Annahmen – die Grundlage für insgesamt 67% erfolgreicher Angriffe nach einer guten Annahme.
Kurz: Die LüneHünen sind gerüstet für die #MissionMannheim, für das anstehende Pokal-Halbfinale gegen die Berlin Volleys am Donnerstag in der CU-Arena, ehe es zwei Tage später mit einem Heimspiel gegen den TSV Giesen in der Bundesliga weitergeht. Für beide Spiele gibt es im Vorverkauf auch noch Karten.
SVG: Schriemer, Sclater, Pompe, Kessel, Baxpöhler, Krage, Koslowsky; eingewechselt: van Solkema, Thole, Szeto.