Die Bisons boten den LüneHünen nur kurz die Stirn. Am Ende waren sie aber beim 3:1 Heimerfolg der SVG Lüneburg chancenlos.

Gleich mit dem Beginn des ersten Satzes setzten die LüneHünen eine Duftmarke zum 3:0, eine Führung, die im ersten Durchgang nicht mehr in Gefahr kommen sollte. Die Bisons, die krankheitsbedingt nur mit 9 Spielern angereist waren, hielten immer den Anschluss, aber mehr war in dieser Phase des Spiels für die Gäste nicht drin (8:5; 13:11; 16:14). Erst als sich die Gastgeber mit einem Dreierblock sechs Satzbälle zum 24:18 erarbeiteten schien deren Konzentration etwas nachzulassen und es brauchte fünf Satzbälle, bis die 1:0 Führung perfekt war.

Zunächst schien sich das Szenario im zweiten Durchgang zu wiederholen. Doch als die Bisons mit 3:4 in Führung gingen witterten sie ihre Chance. Die LüneHünen leisteten sich einfache Fehler, mehr als den Anschluss zu halten gelang ihnen aber nicht (6:8; 11:13; 13:16). SVG-Coach Stefan Hübner kommentierte diese Phase im Spiel mit deutlich Worten: „Wir haben da einfach nicht gespielt, was wir wollten. Wir haben die Kontrolle über das Spiel abgegeben und das ist ärgerlich“. Mit der Einwechslung von Gijs van Solkema versuchte er den Satz noch zu drehen. Doch trotz des variablen Angriffs mit Cody Kessel, Ryan Sclater und Raymond Szeto gelang es den Lüneburgern nicht, Bühl wieder die Führung abzunehmen. Bühl nutzte den fünften Satzball (26:28) und glich zum 1:1 aus.

Wachgerüttelt und deutlich fokussierter kamen die Mannen von Stefan Hübner aus der 10-minütigen Pause. „Die Aggressivität war wieder da und das gesamte Team ist deutlich energischer aufgetreten“, so Hübner nach dem Spiel. Nach ausgeglichenem Start gaben sie die Führung nicht mehr ab (8:6; 12:8; 16:12). Während Lüneburg seine Fehlerquote aus dem Spiel heraus senkte, stieg die bei Bühl deutlich an. Ungefährdet ging der Satz mit 25:21 zur 2:1 Führung an die Gastgeber.

Diese Gradlinigkeit behielt die SVG auch im vierten Satz bei. Co-Trainer Bernd Schlesinger unterstrich besonders in Anbetracht des anstehenden Pokalfinales: „Das ist die Körpersprache, die wir von den Jungs sehen wollen.“ Insbesondere zwei starke Aufschlagserien von Ryan Sclater und die gute Spielübersicht von MVP Gijs van Solkema sorgten für eine souveräne Führung der Lüneburger. Der Widerstand der Bisons war gebrochen. Exakt um 21 Uhr nutzte die SVG den zweiten Matchball (25:16) zum 3:1-Erfolg. Und SVG-Trainer Hübner zog kurz und prägnant das positive Fazit: „Das Ergebnis freut uns sehr!“