Mittelblocker Dragan Stankovic (gelbes Trikot, Mitte) hat auf Vereinsebene fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Foto: Homepage VGM

Europäischer Superstar in der Mitte

Modena kommt am 11. Januar mit Dragan Stankovic zur SVG

Für die Vielspieler der letzten Wochen ist Normalität eingekehrt, in Kürze haben die LüneHünen sogar vier freie Tage. Am 2. Weihnachtstag stehen sie dann wieder zum Training in der Halle, um sich für das Heimspiel am 30. Dezember (20 Uhr) gegen Friedrichshafen vorzubereiten. Doch auch ein weiteres Highlight wirft längst lange Schatten voraus: das Match im CEV Cup am 11. Januar (19 Uhr) in der LKH Arena gegen Modena. Der Vorverkauf dafür ist inzwischen gestartet, online auf https://tickets.svg-lueneburg.de/tickets, und auch der Termin für das Rückspiel steht nun fest: 25. Januar, 20.30 Uhr. Mit den Italienern kommt auch ein bekannter deutscher Nationalspieler. Teil 2 der Gegner-Vorstellung:

Der Mittelblock von Modena bekam in diesem Sommer eine neue Größe hinzu: Tobias Krick kam nach zwei Jahren bei Top Volley Cisterna – eine Win-Win-Situation. Denn der 2,13-Meter-Mann war, nach einer guten Einstandsaison 2020/21, in der vergangenen Serie bei dem Mittelklasse-Club kaum noch gefragt – nun ist er Stammspieler bei einem Top-Verein. Neues Selbstvertrauen hatte der Ex-Frankfurter schon im Sommer bei der Nationalmannschaft gesammelt, für den DVV hat er bisher 98 Länderspiele bestritten. Dort begann die Laufbahn bereits 2017 mit dem Titel als Vize-Europameister, Krick war da erst 19 Jahre alt.

Tobias Krick ist wieder der Alte

In der Bundesliga schrieb der heute 24-Jährige noch früher Schlagzeilen, allein dadurch, dass der Vater Jörg Krick quasi extra für Tobias den Bundesligisten United Volleys RheinMain (später United Volleys Frankfurt) aus der Taufe hob, um das Mega-Talent richtig zu fördern. Schon 2015 schlug der lange Schlaks so als 16-Jähriger in der 1. Liga auf. Und im Nationalteam war er schon bald gesetzt, wenn er gesund war. Ein paar Jahre später wurde eine mehrteilige TV-Dokumentation über seine Entwicklung gesendet. Dann kam der Wechsel nach Italien.

Dort spielt ein Superstar Modenas schon seit 2009 und hat in den nun 13,5 Jahren fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab: Dragan Stankovic. Seit 2020 ist der inzwischen 37-Jährige in Modena, davor ein Jahr in Piacenza und zehn Jahre bei Cucine Lube Civitanova. Dort hat er eine Ära mitgeprägt, war in der Mitte eine Säule bei u.a. vier italienischen Meisterschaften und Triumphen in der Champions League: Gewinn der Königsklasse 2019 (3:1 gegen Zenit Kazan) mit der persönlichen Auszeichung als bester Mittelblocker der CL-Saison, Zweiter 2018 sowie Dritter 2016 und 2017, dazu zweimal Zweiter der Club-WM.

Mehr als 200 Länderspiele für Serbien

Stankovic ist Serbe, hat aber nach seinem langen Aufenthalt auf dem Stiefel inzwischen auch den italienischen Pass. Für sein Heimatland hat die 2,05-Meter-Kante mehr als 200 Länderspiele bestritten, wurde WM-Dritter 2010, Europameister 2011 plus zweimal Dritter, gewann die World League (heutige Nations League) 2016 und wurde dort viermal Zweiter. Zudem stehen Olympia-Teilnahmen 2008 und 2012 zu Buche. Die große Karriere des Rechtshänders nahm übrigens einst bei OK Budva, dem diesjährigen ersten Gegner der SVG im CEV Cup, richtig Fahrt auf. Nun klingt sie wohl langsam aus, absoluter Stammspieler in Modena ist er aber weiterhin.

Um den Status als dritter Mittelblocker streiten sich der routinierte Elias Bossi (28), der schon 2016 Meisterschaft und Pokalsieg mit Modena feierte und zwischendurch innerhalb der Liga gewechselt war, und U20-Nationalspieler Giovanni Sanguinetti (22), beide 2,02 Meter groß.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Im 11. Bundesligaspiel ist die Siegesserie der Berlin Volleys gerissen. Der Spitzenreiter, der bisher makellose 30 Punkte verbucht hatte, verlor den Klassiker in Friedrichshafen 2:3, hat aber immer noch einen komfortablen Vorsprung auf den VfB von 9 Punkten. Wobei die Häfler aber auch zwei Matches im Rückstand sind.

Da die SVG Lüneburg spielfrei war und Giesen erneut gewann, schob sich der Nordrivale in der Tabelle vorbei auf Platz 3 – hat aber auch schon zwei Spiele mehr ausgetragen. Auch Düren hat durch 3 Punkte in Bestensee wieder Anschluss gefunden. Weiter geht es am 27. Dezember.

Die Spiele im Stenogramm:

VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys 3:2

(29:27, 20:25, 25:23, 25:27, 15:12)

136 Min., 1312 Zuschauer

MVP: Superlak (VfB)

Beste Scorer: Superlak (24), Vicentin (16), Nedeljkovic (12) – Sotola (29), Schott (13), Stalekar, Carle (je 10)

WWK Volleys Herrsching – VC Olympia Berlin 3:0

(25:16, 25:18, 25:20)

77 Min., 1000 Zuschauer

MVP: Brandt (Herrsching)

Beste Scorer: Hurt (16), Kaminski (11), Sagstetter (7) – Wiesner (11), Baumann, Welsch (je 7)

TSV Haching München – TSV Giesen Grizzlyes 1:3

(22:25, 25:18, 17:25, 20:25)

100 Min., 150 Zuschauer

MVP: Wagner (Giesen)

Beste Scorer: Schumann (21), Rösler (12), Rupprecht (11) – Wagner (20), Iribarne (14), Günthör (13)

Netzhoppers KW-Bestensee – powervolleys Düren 1:3

(16:25, 25:22, 17:25, 19:25)

100 Min., 268 Zuschauer

MVP: Burggräf (Düren)

Beste Scorer: Barsemian (13), Chamberlain (10), Goralik (9) – John (12), Gevert (11), van der Ent, Ernastowicz, M. Andrei (je 9)

NEWS aus der Liga

Bei den WWK Volleys Herrsching ist der Brasilianer Thiago Vanole nach einem Bänderriss wieder ins Training eingestiegen und Zuspieler James Shaw hat eine Viruserkrankung auskuriert.

Außenangreifer Laurenz Welsch (19) vom VC Olympia Berlin wird zur Playoff-Phase zu den WWK Volleys Herrsching zurückkehren, denen er seit 2020 angehört.

NEWS aus der Szene

An diesem Mittwoch entscheidet sich, wer das Endspiel im DVV-Pokal am 26. Februar bestreitet. Im Halbfinale stehen sich um 19 Uhr die Giesen Grizzlys und die Berlin Volleys (twitch.tv/spontent_one) und um 19.15 Uhr die powervolleys Düren und Cupverteidiger VfB Friedrichshafen (twitch.tv/spontent_two) gegenüber.

Hollands Pokalsieger Lycurgus Groningen, jüngst im CEV Cup gegen die SVG Lüneburg ausgeschieden, hat durch ein 3:2 gegen Meister Dynamo Apeldoorn zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte den Supercup der Niederlande gewonnen.

SVG-NEWS in Kürze

Aufatmen bei der SVG Lüneburg II: Gegen den TV Baden (6.) gelang dem Schlusslicht nach mageren Wochen endlich der zweite Saisonsieg in der Männer-Regionalliga Nordwest. Beim 3:0 (25:19, 25:17, 25:22) in 75 Minuten war Ole Jürges MVP, weiter spielten: Etienne Rickert, Jona Lieblang, Patrick Kruse, Rene Bahlburg, Timo Kaufhold, Noel Langschwager, Yanik Hose – Liberos: Peer Sohrweide, Bosse Dettmar.

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