Klar und deutlich in das Viertelfonale. Das war für viele das einzige zu erwartende Resultat für die SVG Lüneburg im DVV Pokalachtelfinale beim Traditionsverein aus der 3. Liga, dem ASV Dachau.

Klar, verdient und deutlich war es dann am Ende auch in der sehr gut besuchten und stimmungsvollen Dachauer Halle mit einem 3:0 (25:15;25:14;27:25). Zwei Sätze dominierte die SVG Lüneburg dabei den tapfer kämpfenden Gegner aus Dachau, der mit einer sehr jungen und talentierten Mannschaft antrat, nach belieben. Insbesondere athletisch war die SVG Lüneburg deutlich überlegen. Doch nach der zehn minütigen Pause nach dem zweiten Satz zeigten die Dachauer, warum sie in der Qualifikationsrunde den etablierten Zweitligisten aus Eltmann besiegt haben. Fast den kompletten Satz über hinweg lief die SVG Lüneburg einem Rückstand hinterher, konnte diesen in letzter Sekunde grade noch zum 27:25 drehen. Abgezockt mögen die einen sagen, Glück gehabt die anderen.

SVG Trainer Stefan Hübner gab fast allen Spielern Einsatzzeiten, hatte zudem erstmals das Talent Konrad Thole im Kader. Im Vergleich zu den vergangenen Spielen startete SVG Trainer Stefan Hübner erstmals mit dem jungen niederländischen Zuspieler Gijs van Solkema und dem Neuseeländer Roy Ching.

„Respekt an die junge Dachauer Mannschaft, sie haben an ihre Chance geglaubt und das im dritten Satz sehr gut gemacht. Es ist schön, dass wir den dritten Satz gewonnen haben. Hat er doch gezeigt, dass man mental und physisch immer präsent sein muss, auch gegen einen vermeintlichen Underdog“, zieht SVG Trainer Stefan Hübner Bilanz. SVG Kapitän Matthias Pompe, der dieses mal nicht zum Einsatz gekommen ist, freut sich primär über den Viertelfinaleinzug: „Wir haben zu null gespielt und stehen nun im Viertelfinale. Wir freuen uns jetzt auf die Auslosung für das Viertelfinale und bereiten uns ab jetzt auf das Spiel in Berlin am Sonntag vor.“

Die Berliner bestreiten Ihr Achtelfinale erst einen Tag später gegen den Ligakonkurrenten SWD Powervolleys Düren. Ein Vorteil, dass die SVG Lüneburg sich einen Tag länger erholen kann? „Das ist Quatsch, wir müssen am Mittwoch zunächst einmal unsere 700 Kilometer Rückfahrt hinter uns bringen. Am Ende sind wir es gewohnt täglich Volleyball zu spielen. Beide Teams sind im Rhytmus, die Berliner in dieser Saison aber zu Beginn unter dem größeren Druck“, so SVG Kapitän Matthias Pompe. Denn an Brisanz ist das zweite Achtelfinalspiel nicht zu überbieten, haben doch die Dürener die Berliner am ersten Spieltag überraschend deutlich mit 3:0 geschlagen. „Uns ist das relativ egal, wie dieses Spiel ausgeht. Berlin hat so eine klasse Mannschaft mit internationalen Topspielern. Wir haben in Berlin immer gut gespielt und das möchten wir auch am Sonntag tun, den Rest wird man dann sehen“, blickt Pompe professionell voraus.