Rechtzeitig, bevor es bei der SVG Lüneburg für die Premierensaison in der Volleyball-Bundesliga in die Vollen geht, hat der Kader noch einmal Zuwachs bekommen. Tijmen Laane heißt der Neuzugang Nummer sieben – ein Holländer, der mit der Empfehlung kommt, in seiner Heimat schon viel gewonnen zu haben. Dreimal niederländischer Meister sowie Pokalsieger und Supercup-Gewinner wurde der 26-Jährige bereits.

Stramme zehn Trainingseinheiten stehen für die SVG in dieser Woche auf dem Programm, auch Tijmen Laane hat seinen Einstand in der Halle schon absolviert. Gestern Abend trafen per Flieger auch die zuvor verpflichteten Scott Kevorken (USA, Mittelblocker) und Erik Mattson (Kanada, Libero) ein. Laane ist ein 2,06 Meter großen Außenangreifer, der seine Stärken auch in der Annahme hat. „Ich habe früher sogar auch schon Libero gespielt, das war aber nicht so toll“, erzählt der Schlaks lachend. Sein Deutsch ist dafür recht passabel nach fünf Jahren Unterricht in der Schule. „Gebt mir zwei Wochen, dann spreche ich es fast perfekt,“ lacht die Frohnatur wieder und bittet, sich für den Lerneffekt nach Möglichkeit auf deutsch statt englisch mit ihm zu unterhalten..

In den letzten drei Jahren spielte Laane für den Club Landstede Volleyball Zwolle, der Nummer 1 in den Niederlanden. Zwolle ist eine 120 000-Einwohner-Stadt. Dort feierte er seine größten Erfolge (s.o.), wurde unter anderem zweimal Meister und spielte im europäischen CEV-Cup. Meister wurde er aber auch in Rotterdam, spielte ferner in Amsterdam und in der Jugend lange in Dordrecht. Als Siebenjähriger fing er an mit Volleyball, „aber bis 15 war ich noch zu klein, bin erst ab 16 richtig gewachsen“.

Jetzt suchte Laane eine neue Herausforderung. „Es war Zeit, die nächste Chance wahrzunehmen. In Holland habe ich alles gewonnen, und die deutsche Liga ist eindeutig stärker, da will ich mich jetzt beweisen. Ich möchte mich selbst aber auch das SVG-Team verbessern.“ Der Kontakt mit Trainer Stefan Hübner kam telefonisch zustande, „ich weiß aber nicht mehr, ob er zuerst angerufen hat oder ich“, schmunzelt Laane. Das SVG-Trainerteam war nach Auswertung von Videos ebenso schnell überzeugt, wie der Spieler von den Gespächen, sein Berater machte den Wechsel perfekt.

„Ich kannte Lüneburg auch schon als Tourist, habe mit meinen Eltern vor zwei Jahren eine Tour zu deutschen Hansestädten gemacht“, erzählt Laane, der ein Studium in „Movement Science“ (Bewegungs-Wissenschaft und Sportmedizin) abgeschlossen hat, derzeit aber nur Volleyball spielt. Bei der SVG hat er vorerst für ein Jahr einen Vertrag unterschrieben und wurde gestern mit seinen frisch beflockten Trikot mit der Nummer 4 ausgestattet