Die SVG startete gut in den ersten Satz, ging 3:0 mit einem Block in Führung und die pickepacke volle Gellersenhölle brodelte vom ersten Moment an. Es dauerte bis zur ersten technischen Auszeit (8:6), bis die Berliner Gäste ins Spiel fanden. Insbesondere die starken Aufschläge von Tuia setzen die SVG unter Druck. Nach dem Ausglich (11:11) gingen die Gäste das erste Mal in Führung, dominierten mit guten Aufschlägen und zogen davon (11:14; 14:19). Das Team von Stefan Hübner fand nicht zurück in den Satz, den Berlin souverän mit gewann (19:25).

Ein Spiegelbild des ersten Satzes war der Zweite. Wieder ist es die SVG, die besser in den Satz kommt und mit 4:1 in Führung geht. Bei Aufschlag Jeffrey Jendryk II hält Berlin den Anschluss, zur technischen Auszeit führen die LüneHünen aber noch 8:7. Beim 10:10 übernehmen aber wieder die Gäste das Zepter, ziehen auf 13:16 davon und lassen auch keinen Zweifel aufkommen, dass Lüneburg wieder zurück in den Satz lassen wollen. Wieder ist es der aufschlagende Jendryk II, der die SVG-Annahme vor Probleme stellt. Berlin zieht auf 13:22 davon und gewinnt den Satz mit 17:25. „Das ist besonders ärgerlich, wenn du dann einfach aufhörst zu spielen. Da musste ich in der Pause auch mal etwas energischer mit den Jungs werden“, kommentierte Stefan Hübner den Gang in die Pause.

Zum dritten Durchgang kam SVG-Kaptän Matthias Pompe in die Partie und gab der Mannschaft etwas mehr Sicherheit im Spielaufbau. Ausgeglichen geht es in die technische Auszeit (8:6), ehe Georg Klein die Berliner deutlich in Front bringt (8:11; 11:14). Aber die LüneHünen steckten nicht auf, hatten sie doch schon im Pokalhalbfinale die Erfahrung gemacht, dass sich die Berliner mit Kampfgeist aus der Ruhe bringen lassen. Und plötzlich klappte es auch mit der Annahme (15:16; 19:18; 24:20). Mit dem dritten Satzball kochte dann die Gellersenhalle über und die LüneHünen waren zurück (25:22). Hübner: „ Das ist es, was unser super Publikum verdient. Es hat mich gefreut zu sehen, wie das Team gefightet hat und zurückgekommen ist.“

Ein Spektakel sollte dann der vierte Satz werden. Zu Beginn von zahlreichen gelungen Angriffen auf beiden Seiten dominiert, marschierten beide Teams gleichauf der Entscheidung entgegen (5:5; 10:10; 14:14). Erst in der Schlussphase änderte sich dies: Die Blocks standen und die Aufschläge landeten häufiger im Netz. Die Nervosität äußerte sich besonders beim Berliner Sergei Grankin, der nach wiederholten Diskussionen mit den Schiedsrichtern die rote Karte sah. „Die Stimmung war großartig in der Halle, auf dem Feld vielleicht etwas zum hitzig. Aber das gehört dazu. Berlin macht den einen Punkt und gewinnt“, so Hübner. Dreimal hatte die SVG anschließend die Möglichkeit, sich noch einen Punkt aus diesem hochspannenden Duell zu holen, schlussendlich war es Berlin das mit dem ersten Matchball (26:28) den Sack zum 1:3 gegen die LüneHünen zu machte.