Jubel bei den LüneHünen

SVG auf heißen Tanz eingestellt

Auf LüneHünen wartet in Herrsching ein intensives Match

Schwer tun sich die LüneHünen neuerdings, um ins Spiel zu finden. Jeweils zwei Sätze lang dauerte es gegen die Giesen Grizzlys (3:2) und die Berlin Volleys (1:3), um auf Betriebstemperatur zu kommen. Und auch das letzte Auswärtsspiel in der Bundesliga-Hauptrunde könnte jetzt eine zähe Angelegenheit werden, denn Matches gegen die WWK Volleys Herrsching waren immer ein heißer Tanz – vor allem bei den Bayern. In deren Nikolaushalle steigt an diesem Sonnabend (19 Uhr) die Neuauflage.

Für SVG-Fans zu sehen ist das Match auch im Public Viewing bei Edel-Fan Stelios im Restaurant „Alexander der Große“, Kirchgellersen.

Beide Mannschaften haben hinsichtlich der Qualifikation für die Playoffs noch keine endgültige Planungssicherheit – Herrsching braucht theoretisch noch einen Sieg, um den jetzigen 7. Platz zu zementieren, die SVG eventuell noch ein Pünktchen, um nicht mehr von Düren von Rang vier verdrängt werden können. Wobei wahrscheinlicher ist, dass Düren seinen momentanen fünften Platz auf den letzten Metern noch an Frankfurt verliert. Doch in den letzten Wochen gab es genug „verrückte“ Ergebnisse, sodass die SVG nun besser alles klar machen sollte.

 

Atmosphäre wie in der Gellersenhalle

„Wir sind auf ein intensives Spiel wie immer dort eingestellt“, sagt jedenfalls Trainer Stefan Hübner in Erinnerung an bisherige Duelle in der Nikolaushalle, Duelle, die bezüglich Abmessungen und Atmosphäre ähnlichen Bedingungen bieten wie die Gellersenhölle. Und obwohl die Bayern eine eher durchwachsene Saison spielen, sind sie neben fest eingeplanten und auch geholten Punkten stets für Überraschungen gut, siehe 3:2-Erfolge gegen Frankfurt und Düren oder auch ein 2:3-Drama gegen Bühl, bei dem alle fünf Sätze in die Verlängerung gingen. „Das Potenzial ist da, nur passt es nach einem Umbruch im letzten Sommer offenbar nicht immer so gut wie in der letzten Saison“, rätselt Hübner.

Immerhin stehen ja Könner wie die Ex-Nationalspieler Ferdinand Tille (Libero) und Lukas Bauer (Mittelblock) im Kader, dazu der Ungar Alpar Szabo (Mittelblock) und der US-Amerikaner Griffin Shields (Diagonal), beide als 17. und 18. unter den Top 20 im Ranking der besten Bundesliga-Scorer. Der Russe Artem Sushko, nach einem kurzen Gastspiel in Südkorea seit Dezember zurück am Ammersee, konnte den vielen Vorschlusslorbeeren dagegen noch nicht gerecht werden.

 

Herrsching vor allem zuhause kampfstark

Beim 0:3 im Hinspiel kam Sushko auf acht Punkte, wobei ansonsten das klare Ergebnis nur auf den ersten Blick auch eine klare Sache war. Die knappen Sätze sprechen mit 25:21, 25:23, 25:23 für die SVG eine andere Sprache. Allerdings fehlten bei den LüneHünen damals kurz vor dem Jahreswechsel auch beide Diagonalangreifer. Ryan Sclater wurde an jenem Abend Vater, Jannik Pörner war verletzt. So half Ray Szeto auf dieser Position aus.

Dieses Mal hat der Coach, der unter der Woche schwerpunktmäßig an der Abstimmung im Angriff sowie am Aufschlag arbeiten ließ, dagegen personell alle Möglichkeiten. Ebenso wichtig ist aber, weiter mit breiter Brust aufzutreten. Denn wie sagte Hübner schon zuletzt nach dem 1:3 gegen Berlin: „Die Jungs müssen weiter daran glauben, dass sie eine der besten Mannschaften der Liga sind.“