Die Gellersenhölle ist aus ihrem Sommerschlaf erwacht. Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 3:0 gegen die SWD Powervolleys sind die LüneHünen der SVG Lüneburg unter Führung ihres bärenstarken Kapitäns Matthias Pompe mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel in die Saison gestartet.

Schon mit den ersten Ballwechseln zeigte sich die brodelnde und wie gewohnt ausverkaufte Gellersenhalle von ihrer besten Seite. Annahmeprobleme bei Düren gleich zum Auftakt bringen die Lüneburger in Front. Düren kommt mit erfolgreichen Angriffen über Romans Sauss und Michael Andrei immer wieder ran, läuft aber unablässig einem Rückstand hinterher (8:7, 14:11, 16:13). Als beim Stand von 20:18 der LüneHünen-Block zum ersten Mal erfolgreich ist, ist der Widerstand der Powervolleys gebrochen. Michel Andreis punktet noch einmal aus dem Stand zum 24:21, den anschließenden Aufschlag setzten die Mannen von Stefan Falter allerdings ins Netz, 1:0 für Lüneburg.

Auch im zweiten Satz finden die Gäste kein rechtes Mittel gegen gut aufgestellte LüneHünen. Nach dem insgesamt vierten Dürener Deckenfehler (4:2) ziehen die Hansestädter kontinuierlich davon. Pompe punktet gegen den „Power-Block“ (7:4) und endlich steht auch die eigene Defensive mit erfolgreichen Blocks gegen die starke Offensive der Westdeutschen. Nationalspieler Noah Baxpöhler kommt immer besser ins Spiel, punktet spektakulär aus dem Stand (10:6) und die SVG zieht mit einer souveränen Vorstellung davon. Immer wieder ist es der Ex-Dürener Pompe der sowohl erfolgreiche Blocks stellt als auch die Punkte macht (14:8). „Das war ein grandioses Spiel von uns. Wir wussten, dass Aufschlag und Annahme die Begegnung entscheiden werden, das ist uns hervorragend gelungen“, resümiert der Lüneburger MVP. Die Gellersenhölle erbebt, als Adam Kocian mit einem Ass zum 15:8 erhöht. Den Vorsprung lässt sich die SVG nicht mehr nehmen und gewinnt den zweiten Durchgang klar mit 25:16.

Auch nach der Pause finden die Gäste nicht ins Spiel, die SVG geht direkt 2:0 in Führung und gibt diese auch nicht mehr her. Unaufhörlich ziehen sie davon (10:7, 13:8). Trotz wütender Angriffe der Powervolleys hat das Team von Stefan Hübner immer eine Antwort parat. Als nach dem 15:9 Düren auf 15:12 verkürzt, zieht er im rechten Moment die Auszeit und bringt seine Jungs wieder in die Spur (18:12). Damit ist die Gegenwehr gebrochen, nach einem dreier Block gibt es den ersten Matchball und ein sichtbar gelöster Stefan Hübner feiert einen verdienten 3:0 Sieg nach einem erneuten Deckenfehler auf Dürener Seite: „Ich bin ein Fan unserer Mannschaft. Das ist ein tolles Team. Wenn ein Spiel so läuft, lässt man die sechs auf dem Feld auch durchspielen.“

Und Co-Trainer Bernd Schlesinger ergänzt: „Wir wollen die beiden Siege jetzt nicht überbewerten, wir sind erst am Anfang der Saison. Aber natürlich nehmen unsere Jungs jetzt viel Selbstvertrauen aus diesen Partien mit in die nächste Begegnung.“