Einschwören auf die nächste schwere Aufgabe in Berlin: Trainer Stefan Hübner (r.) erklärt die Marschroute. Foto: Behns

Auch 2023 weiter Schlag auf Schlag

Im Mittwoch-Spiel beim Meister Berlin muss sich die SVG steigern

Kaum hat das neue Jahr 2023 angefangen, da steckt die SVG Lüneburg schon wieder mitten in der ersten von mehreren „englischen Wochen“ – an diesem Mittwoch um 19.30 Uhr gastieren die LüneHünen beim amtierenden Meister Berlin Volleys. Und dabei drohen sie in der Max-Schmeling-Halle, wo sie noch nie gewinnen konnten, noch mehr Boden im Kampf um einen Platz unter den ersten Vier zu verlieren, eine Platzierung, die ja für die Zwischenrunde ab Anfang Februar ausschlaggebend ist. Im dicht gedrängten Feld wird in den noch sechs Spielen bis dahin nun jeder Punkt wichtig.

Zweimal 2:3 in der Hauptrunde – das war bisher die Ausbeute in der Hauptstadt, dazu sogar 2016 einmal eine Tiebreak-Niederlage in den Playoffs. Eine Wiederholung wird mit einer Leistung wie zuletzt am 30. Dezember gegen Friedrichshafen an der Spree kaum möglich sein. Andererseits gibt auch Hoffnung, dass es gegen die Häfler noch zu einem 2:3 reichte, obwohl die LüneHünen nicht annähernd an ihre Bestform herankamen.

Im Training am Angriffsspiel gearbeitet

„Das war wirklich ein schwieriges Spiel“, blickt Chefcoach Stefan Hübner noch einmal zurück und gibt lachend zu: „Ich weiß gar nicht, wie wir da einen Punkt geholt haben.“ So musste er auch in den Auszeiten viel intensiver auf seine Mannen einwirken als in den erfolgreichen Wochen vor Weihnachten. Mehrmals war zu beobachten, wie er zu mehr Ruhe in den Aktionen ermahnte und dazu, von Punkt zu Punkt zu spielen. „Ein, zwei Sachen waren gar nicht gut. Wir sind zu hektisch und ungeduldig geworden. Das Angriffsspiel zum Beispiel muss wieder besser werden. Das bleibt auch im Training weiterhin ein Thema“, benennt er das größte Manko im letzten Auftritt des alten Jahres.

Immerhin sind alle Mann an Bord und spielfähig, also auch Auke van de Kamp, der unglücklicherweise während des Dehnens im Friedrichshafen-Match Knieprobleme bekam und deshalb keine Alternative war. „Inzwischen hat er aber wieder normal trainiert und ist einsatzfähig“, gibt Hübner Entwarnung. Und auch Colton Cowell, der im Tiebreak einen heftigen Krampf im Oberschenkel bekam und ausgewechselt werden musste, ist wieder fit.

Bei den BR Volleys fehlt weiterhin der 1. Zuspieler Angel Trinidad, bei dem Kapitän steht aber ein Medizinscheck an der im November operierten Mittelhand bevor, sodass der Spanier wohl demnächst wieder ins Training einsteigt. Beim Blick auf den Berliner Kader macht allerdings stutzig, dass da neuerdings wieder Diagonalangreifer Benjamin Patch gelistet ist. Der sprunggewaltige US-Amerikaner hatte ja ein wenig die Lust am Volleyball verloren, deshalb nach der vergangenen Saison eine Pause eingelegt und der noch bis 2024 laufende Vertrag wurde ausgesetzt. Kündigt sich da ein Comeback an?

Auf jeden Fall meldet der Spitzenreiter bzw. sein Interims-Kapitän Ruben Schott, dass die Akkus wieder aufgeladen sind. Berlin hatte sein letztes Match am 22. Dezember mit dem Einzug ins Pokalfinale (3:1 in Giesen) bestritten. Davor aber gab es am 17. Dezember in Friedrichshafen mit einem 2:3 die erste Bundesliga-Niederlage in dieser Saison. Gut möglich, dass die SVG das wegen des noch schwelenden Ärgers darüber nun ausbaden muss. „Wir sind frisch und können mit unseren Fans im Rücken jetzt wieder voll durchstarten“, kündigt Schott jedenfalls neue Großtaten an.

Das Spiel ist im Stream zu sehen auf www.twitch.tv/spontent, mit Vorberichterstattung ab 18.30 Uhr. Ein Public Viewing für SVG-Fans kann dieses Mal nicht angeboten werden, das Restaurant „Alexander der Große“ ist wegen Urlaubs geschlossen.

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