Jordan Ewert (links) beim Schmetterball gegen Frankurts Block - beim 3:2-Sieg liefen satte 55 Angriffe über den US-Amerikaner. Foto: Romina Eggert

Volleyball fast wie in alten Zeiten

LüneHünen-Heimpremiere gegen Düren in der Gellersenhalle

Endlich in natura statt nur im Live-Streaming: Worauf die meisten Fans mehr als ein Jahr lang warten mussten, wird an diesem Mittwoch (19 Uhr) zu einem ganz besonderen Event: Die LüneHünen sind mal wieder in einem Heimspiel zu beobachten und zu unterstützen. Gegner sind im 7. Bundesligaspiel der Saison die powervolleys Düren – und zwar noch ein letztes Mal in der Gellersenhalle, bevor dann für die weiteren Heimauftritte die neue LKH Arena in Lüneburg zur Verfügung steht.

Ein Match vor Zuschauern: Das gab es letztmals am 24. Oktober 2020, aber in der Corona-Pandemie auch schon beschränkt auf knapp 200 Besucher. Danach brach dann die Zeit der Geisterspiele an. Und nun das Duell gegen den Tabellenzweiten Düren in einer vollen, brodelnden Gellersenhölle, das fühlt sich fast wie in alten Zeiten an.

Zwischen Notalgie und Vorfreude

Aber eben nur fast. Denn die Veranstaltung läuft unter 2G-Bedingungen mit Maske. Nur Geimpfte und Genesene haben also Zugang – mit Nachweis plus Personalausweis, wobei die üblichen Ausnahmen gelten (minderjährige Schüler sowie Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können). In der Halle muss dann wegen der Enge zum Spielfeld eine Maske getragen werden. Und ein Abklatschen mit den Spielern wie früher ist leider nicht erlaubt.

Dennoch dürfte die Euphorie in Fankreisen bei dieser Heimpremiere nach sechs Auswärtsauftritten groß sein. Die einmalige Rückkehr in die alte Heimstatt ist mit vielen nostalgischen Erinnerungen verbunden, die Vorfreude auf den Umzug steigt täglich und die Mannschaft hat mit dem heiß umkämpften 3:2-Sieg in Frankfurt ebenso die Werbetrommel gerührt wie ihr Gegner. Düren nutzte die Gunst der Stunde und übernahm Platz 2 von Frankfurt durch ein eigenes souveränes 3:0 gegen Giesen.

„Anfangs haben sie noch rotiert und viel probiert, jetzt sieht es so aus, als wenn sie eine Stamm-Sechs gefunden haben, die ähnlich ist wie in der letzten Saison“, weiß SVG-Chefcoach Stefan Hübner. Dabei liegt die Haupt-Angriffslast wieder einmal bei Diagonalangreifer Sebastian Gevert in guten Händen. Und in Topform ist auch Oldie Björn Andrae, mittlerweile durchtrainierte 40 Jahre alt. „Und sie sind breit und gut aufgestellt“, ergänzt Hübner.

Gut erholt vom Fünf-Satz-Match

Das traf auf sein eigenes Team zuletzt nicht zu, doch die Probleme werden kleiner. Hannes Gerken ist wohl einziges Sorgenkind (Zehprellung). „Unsere Diagonalen stabilisieren sich, da bin ich positiv gestimmt“, berichtet Hübner von Jannik Pörner und Richard Peemüller, und Auke van de Kamp gehe es auch wieder besser. Zudem glaubt der Trainer, dass sich die Mannschaft vom anstrengenden Fünf-Satz-Match am Sonnabend bis Mittwoch gut erholt hat – auch Jordan Ewert.

Auf dem Außenangreifer liegt ja derzeit die Hauptlast, zuletzt liefen unglaubliche 55 Angriffe über ihn (24 Punkte). Zudem wird er ja auch oft in der Annahme gefordert. „Jordi ist ein Typ, der so etwas liebt – der will Verantwortung übernehmen. Und mit Joe Worsley als Nebenmann, der ihm ja früher schon zugespielt hat, fühlt er sich noch einmal mehr wohl. Da hat er noch mehr Selbstvertrauen bekommen.“ Folge: schon wieder Platz 2 in der Liste der Topscorer.

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