Das Wochenende der SVG Lüneburg in Berlin hielt, was es versprochen hat. Hochklassigen Volleyball und eine SVG Lüneburg, die auch nach den ersten zwei Pflichtspielsiegen zu überzeugen wusste. Gegen die junge Mannschaft vom VC Olympia Berlin spielte die SVG Lüneburg am Samstagabend vom ersten bis zum letzten Punkt souverän und ließ nie Zweifel daran aufkommen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Und so fiel auch das Resultat mit einem 3:0 (25:18;25:13;25:14) deutlich aus. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass der wackere Aufsteiger TSG Solingen Volleys am Sonntag eine 0:3 Niederlage, eben beim VC Olympia Berlin, einstecken musste. „Das hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen und den Jungs für das Highlight am Sonntag den Rücken freigehalten“, so ein zufriedener SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Am Sonntag hatte dann der Gegner ein anderes Kaliber. Die Berlin Recycling Volleys gehören zu dem besten, was Europa zu bieten hat. Schließlich sind sie amtierender Deutscher Meister, Pokalsieger und CEV Cup Sieger. „Immer wieder eine Freude sich mit diesem Team messen zu dürfen“, so Bahlburg.

Doch von Respekt war bei der SVG Lüneburg keine Spur zu sehen. Das Team von SVG Lüneburg Trainer Stefan Hübner spielte frech auf und schlug insbesondere gut auf. Das Resultat waren eine starke Leistung und jeweils Satzball im 1. und 3. Satz für die SVG Lüneburg. Dass diese nicht genutzt werden konnten lag insbesondere an einem Berliner Spieler,  der die BR Volleys an diesem Abend auf der Siegerstraße hielt: Paul Carroll. 19 Punkte verbuchte der Australische Ausnahmekönner und konnte so noch einmal eine Überraschung durch die LüneHünen abwenden. Dabei wussten die SVG Lüneburg beider der 0:3 Niederlage (25:27;19:25;26:28) über weite Strecken zu überzeugen. Packende Ballwechsel, strittige Schiedsrichterentscheidungen und ständige Führungswechsel. Dieses Spiel hatte für alle 4.000 Sportfans in der Max-Schmeling-Halle alles für das Sportlerherz zu bieten. „Wir sind natürlich ein wenig enttäuscht. Wer Satzbälle hat, der möchte auch die Sätze gewinnen. Doch wir haben den Berliner nun eine Sache zu verstehen gegeben: Am 10. November werden wir als Hünen um jeden Punkt für den Halbfinaleinzug kämpfen“, gibt sich Scott Kevorken kämpferisch. Denn am 10. November spielen die Lüneburger bereits das nächste Mal bei den Berlin Recycling Volleys vor. Dann im DVV Pokal Viertelfinale.  „Am Ende macht ein Spieler wie Paul Carroll den Unterschied. Er war heute einfach zu stark“, bilanzierte SVG Trainer Stefan Hübner. Damit belegt die SVG Lüneburg momentan Rang 3, ehe am kommenden Wochenende das Duell bei dem Rekordmeister VFB Friedrichshafen ansteht.

Als wertvollster Spieler wurde bei der SVG Lüneburg Neuzugang Eric Fitterer ausgezeichnet. Der US-Boy mit dem brachialen Angriffsschlag wusste wie sein Pendant bei den BR Volleys, Paul Carroll zu überzeugen.