Auch das Challenge-System zum Video-Beweis kommt am Mittwoch in der LKH Arena beim SVG-Spiel zum Einsatz. Foto: CEV

Noch ein Fest vor dem Fest

SVG fiebert Pokal-Halbfinale am Mittwoch entgegen

Kurz vor Weihnachten noch ein echter Volleyball-Kracher auf heimischem Terrain – was gibt es Schöneres für Fans! Den Anhängern der SVG Lüneburg wird das geboten an diesem Mittwoch, wenn um 19 Uhr in der LKH Arena das Halbfinale im DVV-Pokal ansteht. Über die WWK Volleys Herrsching soll dabei der Weg nach Mannheim führen, zum Endspiel am 6. März 2022.

Noch Tickets – dieses Mal auch im Oberrang

Dass nicht nur bei den LüneHünen selbst, sondern auch bei den Fans die Vorfreude groß ist, zeigt ein Blick auf die Vorverkaufszahlen: Es werden mit Sicherheit mehr Zuschauer auf den zuletzt doch eher spärlich besetzten Rängen im weiten Rund der Arena sitzen. Am Sonnabend gegen Frankfurt waren es 385, im Punktspiel gegen den jetzigen Cupgegner Herrsching vor zweieinhalb Wochen sogar nur 200. Mindestens doppelt so viele werden es – Stand Montag – dieses Mal sein. Das ist natürlich noch zu toppen, Tickets gibt es direkt unter diesem Link: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/43049-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-wwk-volleys-herrsching-lkh-arena-lueneburg-am-22-12-2021

So werden auch im Gegensatz zu zuletzt wieder Teile des Oberrangs geöffnet. Interessant dürfte für Besucher auch sein, dass laut Spielordnung ab dem Halbfinale das Challenge-System zum Einsatz kommt. Das hat zwar ein Mehr an Kosten und Personal im Schiedsrichter-Gespann zur Folge, bringt aber eben in strittigen Situationen auch mehr Gerechtigkeit. Das sonstige vierköpfige Referee-Team (1. und 2. Schiedsrichter, zwei Linienrichter) wird nun aufgestockt durch einen Schiedsrichter am Monitor des Challenge-Systems und einen Supervisor. Zuschauer in der Halle werden die noch einmal zu begutachtenden Szenen, die viele zusätzliche Kameras rund um das Spielfeld liefern, an den beiden großen Video-Walls anschauen können.

Noch einmal zur Erinnerung, weil es das ja mit SVG-Beteiligung noch nich so oft gab: Der Trainer jedes Teams hat das Recht, zweimal pro Satz unter Mitteilung des konkreten Wunsches eine Challenge zu beantragen: Ball im Feld oder im Aus, Block-Touch, Netzberührung, Antennen-Berührung, Übertritt (beim Aufschlag oder die Drei-Meter-Linie beim Hinterfeld-Angriff). Hat der Antragsteller Unrecht, ist eine Challenge verbraucht, gibt ihm der Video-Beweis Recht, bekommt sein Team nicht nur den Punkt, sondern behält auch zwei Challenges in diesem Satz. Der 1. Schiedsrichter kann übrigens selbst auch jederzeit eine Challenge ziehen, wenn er sich bei einer Entscheidung unsicher ist.

Zweites Halbfinale ein Geisterspiel

Das andere Halbfinale VfB Friedrichshafen – Berlin Recycling Volleys (Beginn 20 Uhr), normalerweise ein Zuschauermagnet, wäre wohl auch bestens besucht, obwohl die VfB-Fans den mehr als 100 Kilometer entfernten Spielort Ulm bisher nicht gut angenommen haben. Nun aber ist dieser Klassiker ein Geisterspiel, weil der Freistaat Bayern die aktuellen Corona-Maßnahmen inklusive Ausschluss von Besuchern bis einschließlich 12. Januar 2022 verlängert hat. Und daran müssen sich auch die Baden-Württemberger vom Bodensee halten, denn die ratiopharm Arena in Ulm/Neu-Ulm liegt auf bayrischem Gebiet.

Die beiden Bundesligaspiele am Wochenende gegen Herrsching und Haching hatten die Häfler im Einverständnis mit den Gegnern und mit der Volleyball-Bundesliga (VBL) in der Messehalle B4 in Friedrichshafen ausgetragen – ebenfalls ohne Zuschauer, denn für die gibt es in der Trainingsstätte keinerlei Infrastruktur. Immerhin wurde so die Hallenmiete in Ulm gespart. Für das Pokalspiel nun ist die Trainingshalle aber ungeeignet, weil mit 8,30 Metern zu niedrig. Also geht es wieder nach Ulm. Das gilt übrigens auch für die Champions League. Da hat der VfB sein nächstes Heimspiel am 13. Januar gegen Polens Meister Jastrzebski Wegiel – also einen Tag nach Ablauf der bisherigen Corona-Regelung. Da aber eine Verlängerung zu erwarten ist, wird wohl auch das ein Geisterspiel.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Mit zwei glatten 3:0-Siegen hat sich Friedrichshafen auf Platz 4 vor die SVG geschoben, konnte es sich dabei sogar gegen Herrsching leisten, mit Dejan Vincic, Lucas van Berkel, Blair Bann und Simon Hirsch vier Stützen zu schonen. Für Diagonalangreifer Hirsch sprang wie schon zuvor in der Champions League Lukas Maase gut in die Bresche.

Während am Mittwoch die Pokal-Halbfinals laufen, erwartet der im Viertelfinale gegen Berlin ausgeschiedene Cupverteidiger Frankfurt noch die Netzhoppers KW-Bestensee zum Nachholspiel – das letzte Bundesliga-Match vor Weihnachten.

Die Spiele im Stenogramm:

SVG Lüneburg – United Volleys Frankfurt 0:3

(24:26, 24:26, 17:25)

79 Min., 385 Zuschauer

MVP: Peemüller – Lindberg

Scorer: Peemüller (19), Ewert, Nath (je 9), Schlien (4), van de Kamp, Solbrig, Worsley (je 2) – Lindberg (16), Baxpöhler (13), Schöps (10), Weir (8), Staples (7), Dervisaj (5), Henning (1)

VfB Friedrichshafen – WWK Volleys Herrsching 3:1

(25:17, 25:21, 29:31, 25:23)

116 Min., 0 Zuschauer

MVP: Cacic – Tille

Beste Scorer: Cacic (22), Muniz (21), Maase (17) – Peter, Jeanlys (je 13), Mantha (10)

TSV Giesen Grizzlyes – powervolleys Düren 1:3

(24:26, 25:23, 21:25, 23:25)

116 Min., 0 Zuschauer

MVP: Colito – Brand

Beste Scorer: van Tilburg (25), Colito (23), Mayaula (10) – Brand (25), Ernastowicz (17), Broshog (13)

Berlin Recycling Volleys – Netzhoppers KW-Bestensee 3:1

(22:25, 25:18, 25:15, 25:19)

92 Min., 1866 Zuschauer

MVP: Klein – Schulz

Beste Scorer: Sotola (20), Tuia (12), Klein, Carle (je 11) – Schulz (18), Timmermann (16), Kaibald (8)

VfB Friedrichshafen – TSV Haching München 3:0

(25:18, 25:17, 25:21)

72 Min., 0 Zuschauer

MVP: Bonin – Graven

Beste Scorer: Maase (15), Böhme (14), Vicentin (9) – Schumann (15), Rösler (7), Rupprecht (6)

NEWS aus der Szene

Für das Achtelfinale im CEV Cup hat sich als letzter Verein Orion Doetinchem qualifiziert. Die Niederländer gewannen das Rückspiel gegen TSV Jona aus der Schweiz 3:1 (Hinspiel 3:0) und treffen nun im Januar auf Zenit Kazan.

Die Männer der SVG Lüneburg II unterlagen im Spitzenspiel der Regionalliga, Staffel A, dem Tabellenzweiten Oldenburger TB nach 117 Minuten knapp mit 2:3 (17:25, 25:18, 19:25, 25:23, 13:15), gehen aber dennoch als Dritter mit fünf Siegen aus acht Spielen in die Pause bis 15. Januar. MVP wurde René Bahlburg, weiter spielten: Magnus Sprockhoff, Patrick Kruse, Jan Langschwager, Peer Rübke, Bent Mildner, Ole Goroncy, Timo Kaufhold, Ole Jürges.

SVG intern

Die Geschäftsstelle ist wegen Weihnachtsferien vom 23. Dezember bis zum 3. Januar 2022 geschlossen.

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