Die Spannung steigt, wie der künftige Kader der SVG Lüneburg – die das wirtschaftliche Lizenzierungsverfahren ohne Auflagen durchlaufen hat – aussehen wird. Der langfristige Verbleib von Chefcoach Stefan Hübner sowie die jeweils einjährigen Vertragsverlängerungen von Matthias Pompe und Ray Szeto haben bei den Fans schon die Vorfreude auf die neue Saison geweckt. Hinzu kommt ein Trio, das noch gültige Kontrakte besitzt.
Gleich für zwei Jahre in Lüneburg hatte sich im Sommer 2017 unser größter LüneHüne entschieden: Mittelblocker Noah Baxpöhler (2,09 m) kam nicht zuletzt deshalb aus Bühl, um mithilfe von Trainer Hübner, dem früheren Mittelblocker, seine Nationalmannschafts-Karriere anzukurbeln. Bis dahin hatte der 24-Jährige nur an einem Lehrgang teilgenommen und stand im erweiterten Blickfeld. Seitdem gehört Noah fest zum Kader, wenn auch bisher mit begrenzter Einsatzzeit. In vier Testspielen durfte er mitwirken und gehörte immerhin zum Team, das im letzten Jahr Vize-Europameister wurde.
Dieses Team startete am Wochenende in die Nations League. Baxpöhler muss weiterhin Geduld aufbringen, während die Konkurrenten auf seiner Position bei den Niederlagen gegen Italien (1:3), Serbien (1:3) und Brasilien (0:3) unterschiedlich lange auf dem Feld standen. Routinier Marcus Böhme (Piräus) und Youngster Tobias Krick (RheinMain) spielten je dreimal, Jakob Günthör (Friedrichshafen) zweimal. Gestern kam die Mannschaft vom Turnier aus Serbien zurück nach Frankfurt/Main, schon morgen geht es in den nächsten Flieger nach Warschau. Ab Freitag steht in Lodz das nächste Turnier mit Spielen gegen China (Freitag, 19 Uhr), Frankreich (Sonnabend,19 Uhr ) und Polen (Sonntag, 16 Uhr) an. Alle Spiele gibt es wieder im Stream auf sportdeutschland.tv – und dann ja vielleicht auch eine Chance für Baxpöhler.
Auch Libero Tyler Koslowsky hatte bei seinem Kommen im vergangenen Sommer vom College-Team Trinity Western University (TWU) nahe Vancouver gleich für zwei Jahre unterschrieben. Auch er hatte die Hoffnung, näher an Kanadas A-Nationalteam heranrücken zu können, nachdem er schon Einsätze in der B-Mannschaft hatte. Doch nach dem gemeinsamen Trainingslager („tryouts“) beider Teams in diesem April/Mai wurde er aus dem Kader gestrichen und freut sich nun schon auf die Rückkehr nach Lüneburg.
Dritter aus dem Trio der Spieler mit noch laufendem Vertrag ist Jannik Pörner – mittlerweile ein Urgestein der SVG. Der Diagonalangreifer geht bereits in seine fünfte Saison, ist in Bezug auf die Bundesliga-Historie der SVG ein Mann der ersten Stunde. 2014 kam der nun 23-Jährige vom damaligen Zweitligisten Kiel und hat sich seitdem als wertvoll und zuverlässig erwiesen. Gegen starke Konkurrenten hatte er es – auch durch die Belastung einer Berufsausbildung sowie Verletzungen – immer schwer, brachte aber stets seine Leistung, wenn er gebraucht wurde.
Derzeit besteht der SVG-Kader also aus fünf Spielern – in der nächsten Woche gibt es dann weitere spannende Neuigkeiten.
Adam Kocian zu RheinMain
Dass Zuspieler Adam Kocian die SVG verlassen hat, ist seit dem Playoff-Aus gegen Berlin bekannt – nun ist auch klar, wohin: Die United Volleys RheinMain gaben gestern die Verpflichtung des 23-Jährigen bekannt.