„Wir koennen Buehl schlagen!‘

Die Ausgangslage ist klar. Der Gewinner des Mittwochspiels zwischen der SVG Lueneburg und dem TV Ingersoll Buehl steht im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Fuer den Verlierer ist die Saison hingegen beendet. Diese Situation duerfte wohl auch einer der Gruende dafuer sein, dass die Ticketnachfrage bei der SVG so hoch wie noch nie gewesen ist.  Von einem Heimvorteil zu sprechen, ist für die SVG Lüneburg dabei obligatorisch. Doch in vier Begegnungen mit dem TV Ingersoll Bühl in dieser Saison hatte faktisch keine Mannschaft einen Heimvorteil. Die SVG verlor beide Spiele zu Hause gegen Bühl und die Bühler wiederum verloren beide Spiele zu Hause gegen die SVG. „Das ist Statistik. Am Mittwoch treffen beide Mannschaften erstmals mit dem Wissen aufeinander, dass bei einer Niederlage die Saison sofort beendet ist. Das wird ein Spiel voller Kampf und Leidenschaft“, freut sich Geschäftsführer Andreas Bahlburg.  Das die Karten in diesem entscheidenden Spiel neu gemischt werden, daran glaubt auch der Niederlaender und SVG Topscorer Tijmen Laane: „Wir haben die ganze Saison fuer diese Spiele gearbeitet und wir koennen jetzt mit einem Einzug in das Halbfinale unter die besten vier Teams Deutschlands kommen. Das macht mich und die ganze Region immens Stolz.“  Doch in den vergangenen zwei Jahren stand Buehl jeweils im Halbfinale und duerfte ein schwer zu besiegender Gegner sein. „Buehl ist eine Mannschaft auf Augenhoehe mit der wir uns vier packende Duelle geliefert haben. Die wichtigste Erkenntnis dabei ist, wir koennen Sie schlagen!‘ sagt Laane.

Damit haben die Lüneburger in ihrem ersten Jahr in der 1. Bundesliga am kommenden Mittwoch um 20 Uhr die Möglichkeit in der heimischen Gellersenhalle in das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen. Im dritten Spiel und somit Entscheidungsspiel gegen den TV Ingersoll Bühl zählt dann wieder nur ein Sieg. Es steht also ein weiteres Highlight in der Gellersenhölle an, bei dem die SVG Lüneburg erneut Geschichte schreiben kann.

Libero Erik Mattson verlaengert Vertrag vorzeitig

Erik Mattson ist der Mann für die schwierigen Bälle bei der SVG Lüneburg. Als Libero- und Annahmespezialist ist er dafür zuständig, das die Zuspieler und Angreifer Ihr eigentliche Werk verrichten, nämlich Punkte erzielen können. Und der 24jährige Kanadier hat sich für die Lüneburger dabei in dieser Saison als echter Glücksgriff erwiesen und belegte nach der Hauptrunde Platz fünf der Annahmestatistik. Damit ist er maßgeblich an den jüngsten Erfolgen der SVG Lüneburg beteiligt. Umso erfreuter darf die SVG nun verkünden, dass mit Mattson ein weiterer Leistungsträger auch im kommenden Jahr das Trikot der SVG Lüneburg tragen wird. „Fuer mich sind zwei Dinge entscheidend, dass ich mich wohl fuehle und gluecklich mit meinen Mitspielern bin. Beides ist hier in Lueneburg der Fall und die Vertragsverlaengerung die logische Konsequenz“, freut sich Mattson auf ein weiteres Jahr in Lüneburg. Mit Scott Kevorken, Carlos Mora Sabaté Erik Mattson und Jannik Pörner haben somit bereits vier wichtige Spieler Verträge für die kommende Saison. „Das ist eine tolle Bestätigung unserer bisherigen Arbeit und passt zu unserem Ansatz, dass wir im Mannschaftskern auf Konstanz setzen möchten“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Und lässt verlautbaren: „Wir befinden uns mit weiteren Spielern in positiven Gesprächen. Aber eine gewisse Fluktuation gehört im Leistungssport dazu und ein bisschen Dynamik tut dabei auch immer gut.“

Halbfinale brächte Neuauflage des Pokalfinals

Die weiteren Halbfinalteilnehmer stehen bereits fest: Friderichshafen konnte sich mit zwei Siegen mühelos gegen den CV Mitteldeutschland durchsetzen, genauso wie die Berlin Recycling Volleys gegen die Netzhoppers Königswusterhausen. Am Ende auch deutlich, trotz sehr spannender Spiele, zogen die SWD Powervolleys Düren gegen den TV Rottenburg in das Halbfinale. Sollte sich die SVG Lüneburg für das Halbfinale qualifizieren würde es zu einer Neuauflage mit dem Pokalfinalgegner VFB Friedrichshafen kommen. Das Halbfinale wird im Modus Best-of-Five ausgetragen. Das Spiel wird auf sportdeutschland.tv und bei NDR1 live uebertragen.