Wenn am kommenden Samstag um 20 Uhr der Anpfiff in der Gellersenhalle gegen den TV Rottenburg ertönt, können sich die Fans gewiss sein: Die Spieler der SVG um Kapitän Scott Kevorken werden bis in die Haarspitzen motiviert sein!
Nach der knappen 2:3 Hinspielniederlage gegen Rottenburg sinnt die SVG auf Revanche und möchte ihren sechsten Sieg in Serie feiern. Doch es wird ein ganz hartes Stück Arbeit für den Tabellenfünften aus Lüneburg werden. Rottenburg steht zwar in der Tabelle einen Platz hinter der SVG, hat jedoch auch ein Spiel weniger absolviert. Zudem starteten die Rottenburger bravourös in das Jahr 2015 und schickten die Netzhoppers mit einer herben 3:0 Packung auf die Heimfahrt. Doch es ist nun momentan kein Geheimnis, dass auch die SVG Lüneburg auf einer Erfolgswelle schwebt, die in der Volleyballwelt ihres gleichen sucht. Fünf Siege in Folge, davon zwei gegen die Spitzenteams aus Düren und Berlin. Es läuft momentan einfach bei Trainer Stefan Hübner und seinen Spielern.

Doch es läuft nicht von alleine, wie der knappe 3:2 Sieg am vergangenen Wochenende gegen die Netzhoppers Königswusterhausen zeigte. Die SVG spielte keinesfalls schlecht, aber die Netzhoppers haben gezeigt, wie ausgeglichen die Liga in diesem Jahr ist. Nach dem Spiel gab SVG Trainer Stefan Hübner zunächst zwei Tage trainingsfrei, ehe man intensiv mit der Vorbereitung auf Rottenburg begonnen hat.

Ein starkes Kollektiv

Bester Punktesammler bei den Rottenburgern ist der junge Tom Strohbach (22). In der Aufschlagstatistik belegt Strohbach mit 29 direkt erzielten Punkten sogar Platz eins in der Volleyball-Bundesliga. Doch die SVG sollte nicht der Versuchung verfallen, sich allzu stark auf Strohbach zu konzentrieren. Denn traditionell verfügen die Rottenburger über ein starkes kollektiv. Zu diesem gehörte bis zum Ende der vergangenen Saison auch SVG Rückkehrer René Bahlburg. „Insiderwissen von René benötigen wir aber nicht allzuviel. Unser Scout Malte Stolley hat die Mannschaft intensiv analysiert und Stefan Hübner wird gemeinsam mit Bernd Schlesinger die richtigen Schlüsse aus diesen Ergebnissen ziehen“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg. Kein Insiderwissen, sondern Ligaweit bekannt ist auch die emotionale Spielweise der Rottenburger. So ist bei Rottenburgs Coach Hans Peter-Müller Angstenberger schon so manche Anzughose während eines Volleyballspiels gerissen; so vehement und intensiv unterstützt er seine Spieler an der Linie während der Spiele. Und so bejubeln die Rottenburger jeden einzelnen Punkt intensiv. „Rottenburg spielt richtig gallig und wenn sie sich in einen Rausch spielen, ist es immer schwer ihren Rhytmus zu brechen“, fährt Bahlburg fort.

Alle Mann an Board bei der SVG

Die Mini-Verletztenserie bei der SVG Lüneburg ist nun vollends überstanden. Auch Libero Immo Brüggemann steht wieder zur Verfügung. Damit stehen 13 einsatzbereite Spieler bereit, um die nächsten Punkte für den Überraschungsaufsteiger einzuholen. Ob Nicolas Marks – der mit sechs Blocks am vergangenen Wochenende einen entscheidenden Anteil an der Aufholjagd nach einem 0:2  Satzrückstand hatte – zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest. „Er hat sich aber empfohlen und gezeigt, dass er über ein gutes Spielniveau verfügt. Wir wussten, dass er uns helfen kann. Umso schöner, dass es schon so schnell geklappt hat“, sieht Bahlburg in Marks eine Verstärkung für den SVG Kader.

Vorverkauf für das DVV Pokalfinale übersteigt alle Erwartungen

Am vergangenen Montag hat der Vorverkauf für das Pokalfinale gegen den VFB Friedrichshafen mit einem Paukenschlag begonnen. Innerhalb von drei Tagen wurden über 800 Tickets verkauft. „Wir klagen immer über unsere kleine Gellersenhalle, da ist es natürlich schön, dass wir beim Pokalfinale mal richtig viel Platz haben“, schmunzelt Bahlburg.  Doch mit den 1000 Karten aus dem Gästekontingent für das Pokalfinale wird die SVG Lüneburg nicht hinkommen. „Dieser Ansturm war so nicht zu erwarten. Ich kann jetzt aber noch deutlicher jedem SVG Fan empfehlen bei diesem Event dabei zu sein. Wir haben noch knapp 200 Tickets im eigenen Kontingent und auf der Internetseite der „Gerry-Weber-World“ gibt es auch noch 4000 Tickets ausserhalb unseres Fanblocks“, hofft Bahlburg auf zahlreiche weitere SVG-Unterstützer. Auf Unterstützung kann die SVG auch von den Fans des Frauenfinalteilnehmers Ladies in Black Aachen zählen. Gemeinsam bilden die beiden Vereine eine „Supporter-Allianz“ und stehen somit der „Baden-Württemberg-Allianz“ bestehend aus dem VFB Friedrichshafen und dem MTV Alliaz Stuttgart gegenüber. Insgesamt sind bereits 6000 von 10.500 Karten für das Pokalfinale vergriffen.