Für die Volleyballer der SVG Lüneburg rückt der offizielle Trainingsauftakt am kommenden Montag näher, und auch die Fans fiebern der Premierensaison in der Bundesliga entgegen: Die Schallmauer von 100 vorbestellten Dauerkarten ist nun gefallen. Etwas getrübt wird die Stimmung nur davon, dass mit Haching gestern ein Aushängeschild der Liga seine Lizenz zurückgab.
Die Duelle am 9. November (auswärts) und 21. Januar entfallen damit, die Bundesliga beginnt aber unverändert am 18. Oktober mit nur noch zwölf Clubs. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Gellersenhalle zu den Heimspielen stets prall gefüllt ist. „Wir werden aber den Dauerkartenverkauf nach 200, maximal 250 Tickets stoppen“, kündigt SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg an. Denn unter Berücksichtigung der Regelung, dass der Verein verpflichtet ist, ein Kontingent für Fans der Gastmannschaft bereitzuhalten, und dass die SVG auch VIP-Tickets verkauft, soll es auch immer noch genügend Plätze für Interessenten an der Abendkasse geben. Wer also sicher gehen will, in jedem Heimspiel dabei sein zu können und noch eine Dauerkarte ordern will, kann dies auf der Homepage svg-lueneburg. de unter dem Menüpunkt „Bundesliga“ und dann „Tickets“ tun. Dort findet sich eine Berechtigungskarte zum Download und ein Hallenplan mit der Einteilung in die Kategorien A (120 Euro, ermäßigt 100), B (100/80) und C (80/60).
Unterdessen bastelt das Trainerteam um Stefan Hübner weiter am Kader. Der besteht derzeit aus elf Spielern, ein zweiter Libero und ein zusätzlicher Außen-Annahmespieler sollen noch kommen. Youngster Julius Thole, auch Junioren-Nationalspieler, wird nun auf Wunsch des Junioren- Bundestrainers an den Zweitligisten Kiel „verliehen“, um ihm genügend Spielpraxis zu garantieren. „Das macht Sinn, zumal für ihn das Abitur ansteht und er sich etwas mehr auf die Schule konzentrieren muss. Und in der Bundesliga können wir ihm wohl auch nicht so viel Praxis geben wie in der zweiten Liga“, so Bernd Schlesinger, sportlicher Leiter der SVG. Die Lüneburger möchten ihn aber mit einem Zweitspielrecht (wie schon zuletzt als Spieler des VCO Hamburg) ausstatten. Dass der 17-Jährige nicht nur in der Halle ein Talent mit hohem Potenzial ist, unterstrich er gerade wieder: Thole wurde mit seinem Partner Sven Winter (Freiburg) deutscher Meister der U 19 im Beachvolleyball, und am Montag saß er schon im Flieger zur U 19-Weltmeisterschaft der Beacher in Porto.