In seiner ersten Saison bei den LüneHünen hat er sich schnell in die Herzen der Fans gespielt. Die können sich nun freuen, dass er auch weiterhin das Trikot der SVG Lüneburg trägt: Außenangreifer Raymond Szeto hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.
„Ray hat sich über das Jahr hier gut entwickelt, und da steckt noch mehr drin“, ist Chefcoach Stefan Hübner überzeugt, dass der 26-Jährige noch ein höheres Level erreicht. „In einigen Bereichen hat er sich schon verbessert, und wir haben ja auch seinen Aufschlag verändert. Besser werden kann er zum Beispiel noch in der Annahme, obwohl er da nicht so viele direkte Fehler macht. Aber es geht noch besser.“
Die erste Saison des Kanadiers war insgesamt gut: In der Bundesliga-Scorerliste landete er auf Platz 17 noch vor Größen wie dem Friedrichshafener Diagonalen Bartlomiej Boladz (18.), dem Dürener Romans Sauss (21.) oder Berlins Robert Kromm (22.).
Szeto war 2017 aus Saint Nazaire/Westfrankreich zur SVG gekommen, hatte dort mit seinem Team den Aufstieg in die 1. Liga verpasst und war auch nicht glücklich geworden, weil er nicht zur Stamm-Sechs gehörte. In seiner Heimat hatte er für das College-Team in York (Ontario) bei Toronto gespielt, während er Psychologie studierte.
Bei der SVG fand er nach einer kurzen Anlaufzeit ins neue Team und zu seiner Bestform, übernahm bei wichtigen Punkten immer wieder Verantwortung, feierte gute Aktionen überschwänglich und riss das Team mit – ein wahres Powerpaket. Und so eroberte Raymond, der den Spitznamen „Raimund“ bekam, auch die Herzen der Fans. Unter denen gibt es inzwischen sogar einen kleinen Raimund-Fanklub.
„Ich bin sehr glücklich, dass ich ein neues Vertragsangebot bekommen habe und bleiben kann. Ich mag meine Mitspieler sehr, Stefan ist ein guter Coach und mir gefällt Lüneburg mit seinen vielen Möglichkeiten für gutes Essen im Stadtzentrum“, hat sich Szeto bestens eingelebt. Und: „Die lauten Fans haben mich zu besseren Leistungen gepusht“, gefiel ihm die Unterstützung, die er weiter genießen möchte.
Nicht zuletzt hat ihm die gute medizinische Betreuung bei der SVG imponiert. Ausgerechnet kurz vor den Playoffs zog sich Szeto ja eine Fußverletzung zu, war aber durch eine quasi Rundum-Betreuung schnell wieder spielfähig. „Die Physios Thomas Kuke und Michaela Möller sind einfach großartig und haben mir oft geholfen“, war er schon im Zuge der Playoffs gegen Berlin begeistert.
„Ray hat viel Energie, die er außer auf die Mitspieler auch auf die Fans ausstrahlt. Seine aggressive Spielweise tut gut. Aber wir werden jetzt daran arbeiten, dass er auch andere Lösungen parat hat. Er muss noch den richtigen Mix finden, ist manchmal zu ungestüm“, will Hübner weiter an Verbesserungen bei seiner Nummer 11 feilen.