CEV 2022

Warten auf ein Team aus der Champions League

Gegner im CEV Cup bleibt bei der Auslosung noch offen

Mit großer Spannung haben die SVG Lüneburg und ihre Fans auf die Auslosung im CEV Cup gewartet – und die Spannung hält weiter an. Denn nachdem der europäische Verband die Ziehung vorgenommen hat, ist noch einige Wochen Geduld gefragt. Die LüneHünen bekamen einen Gegner aus der Qualifikationsphase der Champions League, und der wird erst Ende September feststehen. Sicher ist bisher nur: Der erneute internationale Auftritt der SVG nach der Premiere im letzten Jahr wird im Zeitraum 11. bis 13.Oktober (Hinspiel auswärts) und vom 18. bis 20. Oktober stattfinden. Fans sollten sich also den zweiten Termin für einen Besuch in der LKH Arena schon einmal vormerken.

Heimspiel sicher im Zeitrahmen 18.-20.Oktober

Die Wettbewerbe Champions League und CEV Cup sind eng verzahnt, wer es nicht in die Gruppenphase der Königsklasse schafft, darf im CEV Cup weitermachen. Gelost wurde nun, dass die SVG auf den Verlierer aus OK Budva (Montenegro) gegen SK Aich/Dob (Österreich) trifft. Die messen sich in den Zeitfenstern 20. – 22. und 27. bis 29. September. „Beide dürften vom Niveau in etwa vergleichbar sein mit unserem Gegner Kraljevo letztes Mal“, schätzt SVG-Chefcoach Stefan Hübner, der nach seiner mehrwöchigen Assistenz-Tätigkeit bei der kanadischen Nationalmannschaft inzwischen zurück in der Heimat ist.

Einzelheiten über die Kader sind natürlich – wie auch in der Bundesliga – noch nicht bekannt. Etwas hilfreich ist aber ein Blick in die Vergangenheit. Aich/Dob, aktuell Österreichs Vizemeister, spielt seit Jahren auf hohem Niveau. Das Team aus Kärnten nahe der slowenischen Grenze war schon mehrmals in der Champions League gemeldet, hat es aber noch nicht in die Gruppenphase geschafft. Der mehrfache Meister und Pokalsieger ist stets ein Mix aus Spielern aller Herren Länder. In der Saison 2019/20 lief dort auch Ex-LüneHüne Tijmen Laane (Niederlande) auf.

Ein eher unbeschriebenes Blatt ist dagegen Budva, eine an der Riviera gelegene Stadt, das Aushängeschild Montenegros seit der Unabhängigkeit 2006. Im früheren Jugoslawien hatte der Club eine lange Tradition, und dass Teams von dort technisch gut ausgebildet sind und besonders Auswärtsspiele schwierig sind, hat die SVG im Vorjahr gegen die Serben demonstriert bekommen. Bekanntester Montenegriner ist Diagonalangreifer Vojin Cacic, vergangene Saison in Friedrichshafen.

Beim Weiterkommen wartet Dinamo Bukarest

Schon diese 1. Runde verspricht im Oktober also hochklassige Matches. Und sollten die LüneHünen dann weiterkommen, wartet im 1/16-Finale ein ganz großer Name: Dinamo Bukarest. Die Rumänen sind aktueller Vizemeister und Supercup-Gewinner ihres Landes und haben eine ruhmreiche Vergangenheit mit 18 Meisterschaften und sogar drei Champions-League-Triumphen in früheren Zeiten. Diese Matches würden zwischen dem 8. und 10. November in Lüneburg und 15. bis 17. November auswärts stattfinden.

Erstmals aus der Bundesliga dabei ist ja Herrsching, doch die Bayern müssen noch länger auf ihren Gegner warten. Sie bekamen einen Gegner aus der 2. Runde der Champions-League-Qualifikation zugelost. Der steht frühestens am 25.Oktober fest und ist der Sieger aus VDK Gent (Belgien) – Vasas Budapest (Ungarn).

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass Europacup-Tickets nicht im Dauerkarten-Angebot der SVG enthalten sind. Dennoch empfiehlt es sich, sich unter nachfolgendem Link um eine Saisonkarte zu kümmern, denn damit haben Inhaber ein Vorverkaufsrecht im CEV Cup und können ihren Lieblingsplatz wählen:

https://www.lueneburgtickets.de/produkte/48037-tickets-svg-lueneburg-dauerkarte-2022-2023-lkh-arena

Ab wann es Karten für den ersten internationalen Auftritt 2022/23 gibt, wird noch bekannt gegeben. Die Auslosung der Champions-League-Gruppen mit Berlin, Friedrichshafen und Düren findet am 16. September statt.

Nations League

Nichts zu holen auf den Philippinen

DVV-Youngster 1:3 gegen Olympiasieger Frankreich

Auch zum Abschluss der zweiten Turnierwoche in Quezon City war für die deutsche Mannschaft erwartungsgemäß nichts zu holen, der Vergleich gegen Olympiasieger Frankreich endete 1:3 (16:25, 19:25, 25:19, 21:25). Der Trip auf die Philippinen endete also punktlos und mit nur zwei gewonnen Sätzen in drei Spielen. Das vierte Match gegen China hatte der DVV – wie berichtet – wegen Corona-Bedenken ja kampflos abgegeben.

Bundestrainer Michal Winiarski experimentierte weiter, beließ Tobias Brand in der Starting Six und gab erstmals Zuspieler Johannes Tille eine Chance von Beginn an – und der Neu-Berliner rechtfertigte das Vertrauen nicht nur mit 4 eigenen Punkten (2 Asse, 1 Block, 1 Angriff). Im Laufe des Spiels kam zudem mehrmals für längere Phasen Youngster Leonard Graven (18), eigentlich Libero, als zusätzlicher Abwehrspieler. Mutige Personalentscheidungen, obwohl vom Olympia-Finalteam Frankreichs nur Earvin Ngapeth (mit 18 Punkten Topscorer) auf dem Feld stand.

Dennoch hatten die Deutschen letztlich keine Chance, arbeiteten sich aber nach einem desaströsen erst Satz noch gut ins Match, waren in Durchgang zwei mehrmals dicht dran und dann im gewonnenen Satz drei richtig gut. Auch den vierten Abschnitt hielten sie bis in die Crunchtime hinein offen. Wenn nur nicht wieder so viele Aufschlagfehler viele gute Ansätze zunichte gemacht hätten… Topscorer Linus Weber (7 Fahrkarten) tat sich dabei wieder einmal hervor, auch Florian Krage (5) schlug zu fehlerhaft auf.

Für den DVV spielten und punkteten: Weber (16), Lukas Maase (8), Fromm (6), Brand (5), Krage (4), Tille (4), Julian Zenger; eingewechselt: Graven, Iven Ferch.

Weiter spielten, in Quezon City/Philippinen: Argentinien – Niederlande 2:3, Japan – Frankreich 0:3, Italien – Slowenien 3:0, Japan – Slowenien 3:1, Italien – China 3:0

in Sofia: Australien – Bulgarien 3:2, Kanada – Iran 0:3, Polen – Australien 3:0, USA – Bulgarien 3:1, Serbien – Australien 3:0, USA – Polen 1:3, Bulgarien – Brasilien 0:3

Vor der 3. Turnierwoche in Japan bleibt das DVV-Team nun gleich in Fernost. Am 3. Juli geht der Flieger von Manila nach Osaka, ab 5. Juli geht es dort weiter. Mal schauen, ob Winiarski in seinem 14er Aufgebot dennoch Änderungen vornimmt und neue Spieler einfliegen lässt.

Nun sind erst einmal wieder die Frauen dran, für den DVV geht es in der 3. und letzten Woche in Calgary/Kanada weiter mit Spielen gegen Serbien (Mi., 1.00), Belgien (Fr., 1.00), Kanada (Stg., 4.00) und die USA (Stg., 22.00, alle deutsche Zeit).

NEWS aus der Szene

Narbonne Volley, französischen Gewinner im Challenge Cup der vergangenen Saison und nun für den CEV Cup gemeldet, wurde vom französischen Verband wegen Nichterfüllung von finanziellen Bestimmungen im Lizenzierungsverfahren in die 3. Liga strafversetzt. Der Verein kann aber noch Berufung einlegen.

Beach-NEWS

Das am Standort Stuttgart trainierende Nationalduo Karla Borger/Julia Sude und das Interims-Paar Paul Becker/Jonas Sagstetter gewannen das Profi-Turnier der Serie „Rock the Beach“ in Stuttgart. Diese neue Serie, verbunden mit einem umfangreichen Rahmenprogramm, läuft zusätzlich zu der bisher abgespeckten German Beach Tour. Neben Preisgeldern werden daher auch Ranglisten-Punkte für die DM in Timmendorf vergeben. Fehmarn, Borkum und Berlin sind bis dahin weitere Stationen. Und bei der German Beach Tour findet ab Donnerstag in Hamburg (Heiligengeistfeld) das nächste Turnier statt.

CEV-Cup, Volleyball-News

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