Umjubelt wie hier von Pearson Eshenko (r.) war die internationale Premiere der SVG im Vorjahr gegen Kraljevo. Nun gibt es eine Fortsetzung im CEV Cup - Auslosung am Dienstag. Foto: Behns

Wer wird der Gegner im CEV Cup ?

SVG wartet mit Spannung auf die Auslosung am Dienstag

Wenn am kommenden Dienstag die Paarungen in den drei Wettbewerben des Volleyball-Europapokals für Vereine ausgelost werden, dann ist die SVG Lüneburg wieder im CEV Cup dabei. Dort feierten die LüneHünen ja in der vergangenen Saison ihre internationale Premiere. Nach einem umjubelten 3:0-Hinspielerfolg der ersten Runde gegen den serbischen Pokalsieger Ribnica Kraljevo, der Heimspiel-Premiere auch in der neuen LKH Arena, wurden sie dann aber aus allen Träumen gerissen, verloren auswärts 1:3 und auch den „Golden Set“ mit 10:15.

Premiere letztes Jahr hat Lust auf mehr gemacht

Nun soll es mehr als eine Runde werden. Eigentlich wäre die SVG aufgrund des Abschneidens der Vorsaison (Bundesliga-5. vor dem Einstieg in die Playoffs) für den Challenge Cup qualifiziert gewesen – mit Gegnern wie Olympiakos Piräus, Sporting Lissabon oder Steaua Bukarest sicher auch reizvoll. Der CEV Cup weist aber nun mal noch attraktivere Starter auf. Und da Teams aus Russland und Belarus ausgeschlossen worden sind, spekulierte die SVG auf freie Plätze und stellte den Antrag, nach Möglichkeit wieder im CEV Cup antreten zu dürfen. Dem wurde in dieser Woche stattgegeben, zumal andere Entscheidungen dazukamen.

Griechenland hat zum Beispiel alle in Europa startberechtigten Teams im Challenge Cup gemeldet, selbst den Meister Panathinaikos Athen. Spaniens Meister Unicaja Costa de Almeria wurde sogar gar nicht international gemeldet. Und aus Deutschland verzichteten dieses Mal die United Volleys Frankfurt gänzlich auf eine Teilnahme – im Vorjahr kamen sie im CEV Cup immerhin ins Achtelfinale.

Aufgrund des europäischen Rankings (3-Jahres-Wertung) im CEV- plus Challenge-Cup wären die Hessen dieses Mal aber nur im Challenge Cup gelandet und verzichteten. Herrsching rückte nach – stellte wie die SVG – gleichzeitig aber den Antrag, nach Möglichkeit eine Stufe höher spielen zu dürfen und bekam das ebenfalls genehmigt. So waren die Meldungen der SVG und der Bayern also insgesamt wichtig für die Bundesliga, um im Ranking nicht weiteren Boden zu verlieren.

Renommierte Gegner sind mit im Lostopf

Im CEV Cup starten nun insgesamt 30 Mannschaften inklusive SVG und Herrsching, darunter solche großen Namen wie Belchatow (Polen), Modena, Piacenza (beide Italien), Chaumont, Narbonne (beide Frankreich), Galatasaray und Fenerbahce Istanbul (Türkei), Belgrad (Serbien), Groningen (Niederlande) oder Maaseik (Belgien). Den letzten Wettbewerb gewannen die Italiener von Monza gegen Tours (Frankreich) mit 3:0 im Hin- und Rückspiel. Monza, in der Liga nun nur 7., fehlt dieses Mal, Vizemeister Tours startet in der Königsklasse.

In der Champions League hat Deutschland mit Düren einen dritten Starter neben den Dauergästen Berlin und Friedrichshafen bekommen, profitierte da durch den Ausschluss Russlands ganz besonders. Denn dadurch kletterte der DVV in der Nationenwertung – unabhängig von den anderen beiden Wettbewerben – hinter Italien und Polen auf Platz 3 (Vierter: Türkei). Und das DVV-Trio ist deshalb auch für die Gruppenphase (4. Runde) gesetzt und muss nicht in die vorgeschaltete Qualifikation.

Die Auslosung aller drei Wettbewerbe erfolgt am Dienstag ab 12 Uhr live auf der Facebook-Seite der CEV – mit der sich die beteiligten Vereine verbinden können. Wenn da die Technik keinen Streich spielt, ist das Procedere also auch auf der Facebook-Seite der SVG zu verfolgen.

Nations League DVV-Männer gehen leer aus

2 Niederlagen und gegen China nicht angetreten

Überschattet von positiven Corona-Fällen im Team Chinas verlief das 2. Turnier in Quezon City/Philippinen, und ganz besonders betroffen war davon auch die deutsche Mannschaft. Denn die gab ihr Match gegen China kampflos ab.

Was war geschehen? China konnte schon zum Turnierauftakt gegen Frankreich nicht antreten, insgesamt 21 Mitglieder der chinesischen Delegation waren nach der Ankunft positiv getestet worden – Wertungsentscheid (3:0) für Frankreich. Tags darauf stand das Match Chinas gegen Deutschland auf dem Plan, nur 5 Tage nach den positiven Tests. Dem DVV war diese Frist zu kurz und unsicher, neue Tests wurden vom Weltverband FIVB mit Verweis auf die örtlichen Bestimmungen ebenso abgelehnt wie der Vorschlag auf Verlegung des Spiels. Also traten Kapitän Christian Fromm & Co. nicht an – 3:0 Wertung für China.

Am Tag zuvor waren die Schützlinge von Bundestrainer Michal Winiarski zum Turnierstart chancenlos beim 0:3 (16:25, 21:25, 22:25) gegen Italien. Der Europameister, im Gegensatz zur ersten Woche in Bestbesetzung, angetreten – u.a. fehlten zuvor noch der neue Star Alessandro Michieletto und Top-Libero Fabio Balaso – spielte wie aus einem Guss. Winiarski vertraute auf die gleiche Starting Six wie beim 3:2 gegen Serbien beim letzten Auftritt in Kanada. Doch die fand überhaupt nicht ins Spiel, wurde immer wieder geblockt, war auch sonst zu fehlerhaft im Angriff und suchte vergeblich nach ihrem Aufschlag. Die in Ottawa noch so starken Fromm und Moritz Reichert fanden quasi nicht statt, der beste Scorer Linus Weber produzierte mindestens ebenso viele Fehler wie Punkte.

Erst im zweiten Satz fand das DVV-Team langsam einen Rhythmus, der Coach wechselte wie schon zuvor weiter munter durch, doch erst als im dritten Satz trotz einiger neuerlicher Personalrochaden ein Debakel drohte (17:9 für Italien), bäumte sich das Team noch einmal auf. Youngster Erik Röhrs legte eine Aufschlagserie inklusive zweier Asse hin – nur noch 17:16. Bis hinein in die Crunchtime bestand dann etwas Hoffnung auf eine Wende.

Für den DVV spielten und punkteten: Weber (je 14), Lukas Maase (7), Fromm (4), Reichert (3), Florian Krage (2), Jan Zimmermann (1), Julian Zenger; eingewechselt: Johannes Tille, Tim Peter (1), Tobias Brand (1), Tobias Krick (5), Röhrs (2).

Nimir macht den Unterschied

Eine knappe Niederlage in einem spannenden Match gab es dann gegen die Niederlande, wobei beim 1:3 (25:22, 29:31, 23:25, 16:25) Diagonalangreifer Nimir Abdel-Aziz letztlich den Unterschied machte. Der 30-Jährige, zuletzt in Modena/Italien, gehört derzeit zu den großen Stars der Volleyballszene und ist nur selten zu halten. Gegen das DVV-Team sammelte er 31 Punkte, entschied den dramatischen zweiten Satz mit Assen zum 29:30 und 29:31, obwohl sein Aufschlag zuvor fehlerhaft war. Dann machte er auch den dritten Satz zu mit dem 23:24 und 23:25 und verwandelte schließlich den Matchball.

DVV-Coach Winiarski baute Tobias Brand erstmals in die Starting Six und setzte in der Mitte das bisherige Nations-League-Wechselspiel fort: Krick statt Krage. Das Match lief auch anfangs gut, nur im Aufschlag gab es große Probleme, vor allem bei Weber und Fromm, die zusammen im Spielverlauf insgesamt 13 Fehler produzierten. Bei Weber (8) warf das einen Schatten auf die sonst gute Leistung mit 25 Punkten – allein 11 im dritten Satz -, obwohl er von den blockstarken Holländern auch oft gestoppt wurde. Beim Sieger durfte Ex-LüneHüne Gijs van Solkema nur wenige Bälle zuspielen.

Für den DVV spielten und punkteten: Weber (25), Krick (12), Maase (10), Fromm (9), Brand (7), Zimmermann, Zenger; eingewechselt: Tille, Krage, Peter (1), Iven Fech (1), Leonard Graven.

Das DVV-Team muss nun am Sonntag (5.00 Uhr deutscher Zeit) noch gegen Olympiasieger Frankreich ran, dann geht es vor der 3. Turnierwoche erst einmal auf den Heimflug.

Weiter spielten, in Quezon City/Philippinen: Slowenien – Niederlande 0:3, Argentinien – Japan 1:3, China – Frankreich 0:3*, Frankreich – Niederlande 3:0, Argentinien – Slowenien 1:3, Argentinien – China 3:1, Japan – Italien 3:2

* Wertungsentscheid wegen mehrerer Corona-Fälle in Chinas Mannschaft

in Sofia: Australien – Kanada 1:3, Iran – Bulgarien 0:3, Brasilien – Polen 1:3, Serbien – USA 1:3, Polen – Kanada 3:0, Serbien – Brasilien 0:3, USA – Iran 0:3, Serbien – Kanada 3:2, Iran – Brasilien 0:3

NEWS aus der Liga

Außenangreifer Daniel Muniz de Oliveira verlässt den VfB Friedrichshafen nach einer Saison wieder und geht zurück in seine brasilianische Heimat zu Suzano Volei. Mit in den Kader rückt Talent Simon Kohn (17, Außen oder Libero), der auch noch weiter bei den YoungStars in der 2. Liga spielen kann.

Den vierten Zugang vermelden die WWK Volleys Herrsching mit Mittelblocker Maciej Borris, 2,02 Meter groß. Der 27-jährige Pole kommt vom griechischen Meisterschafts-Fünften AONS Milon aus Athen.

Außenangreifer-Talent Leon Meier (20) kommt aus der französischen Liga von Tours VB zu den United Volleys Frankfurt, nachdem er bei den Bisons Bühl in deren letzter Bundesligasaison unter Vertrag war.

Mittelblocker Fabian Suck wechselt vom TSV Haching München zum Zweitliga-Aufsteiger ASV Dachau.

NEWS aus der Szene

Der frühere LüneHüne Viktor Lindberg, der seinen Abschied von den United Volleys Frankfurt schon bekanntgegeben hatte, setzt seine Karriere in der schwedischen Heimat bei Vingakers VBK fort.

Nationalmannschafts-Kapitän Christian Fromm, die letzten Wochen noch bei Al Arabi SC (Katar) und davor bei Vibo Valentia (Italien), spielt in der neuen Saison in Griechenland bei Foinikas Syros. Syros ist eine Insel der Kykladen im Ägäischen Meer

Beach-NEWS

Bei den European Championships in München (11. bis 21. August) mit Titelkämpfen in insgesamt neun Sportarten starten im Beachvolleyball insgesamt neun DVV-Teams (5 Frauen, 4 Männer), darunter auch mit einer Wildcard das neu gebildete Duo Kira Walkenhorst/Louisa Lippmann. Walkenhorst arbeitet weiter an ihrem internationalen Comeback, Lippmann hat kürzlich ihre erfolgreiche Hallen-Karriere beendet und ist in den Beachbereich gewechselt.

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