Meister der 3. Liga West – die SVG II hat am letzten Spieltag mit einem 3:0 (25:17, 25:21, 25:20)-Heimerfolg gegen Bremen 1860 seinen ersten Platz vor Aligse verteidigt und den Titel geholt. Die Bremer rutschten dadurch noch auf einen der drei Abstiegsplätze – eine kurze Fahrt weniger. Dagegen geht es weiterhin ins weit entfernte Aachen, das sich noch rettete.

Die Mannschaft von Trainer Eugenio Dolfo wird allerdings – wie schon vor Wochen gemeldet – das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, meldete aus finanziellen und organisatorischen Gründen nicht für das Lizenzierungsverfahren. Schon allein die Hallenproblematik lässt dieses Ziel (noch) nicht zu.

Dennoch: „Die Meisterschaft ist ein schöner Saisonabschluss“, freute sich Dolfo für das Team – und auch für sich als Krönung seiner Tätigkeit, die nun endet. Der Italiener, seit Jahren in Lüneburg, hat derzeit vier Jobs, neben dem bei der SVG II  noch als Co-Trainer beim Bundesligateam, als  Jugendtrainer sowie eingebunden als Coach beim Landestützpunkt Volleyball.

Vor allem die weiten Auswärtsfahrten mit beiden Mannschaften waren für ihn stets nur schwer zu koordinieren. Und da er künftig seinen Schwerpunkt noch mehr auf das Bundesligateam legen soll, gibt er das Amt bei der SVG II ab. „Das waren drei tolle Jahre, deshalb fällt mir das auch nicht leicht. Andererseits ist es natürlich schön, noch mehr für die erste Mannschaft zu arbeiten“, blickt der 30-Jährige zurück und freut sich, dass er künftig noch enger mit Chefcoach Stefan Hübner zusammenarbeitet.

Aufstieg in die 3. Liga als Spielertrainer, dort in der vergangenen Saison als Neuling Zweiter mit nur einem Punkt hinter Moers und nun die Meisterschaft – das waren die Entwicklungsschritte der SVG II unter Dolfo. „Besonders erfreulich ist aber, dass wir unser eigentliches Ziel, Talente weiter zu entwickeln, erreicht haben“, blickt er zurück. Und das betrifft nicht nur in die Erste aufgerückte Akteure (letztes Jahr Florian Krage, nun Konrad Thole) sowie den regelmäßig oben mittrainierenden Ole Schwarmann, sondern auch die aus unteren Klassen gekommenen und nun in der 3. Liga etablierten Youngster Kjell Malachowsky und Jan Langschwager.

Zum Abschluss gegen Bremen: Die Lüneburger, die vor allem im Aufschlag stark waren (8 Asse glichen nur 8 Fehler aus), begannen fulminant, hatten den ersten Satz mit einer 8:2-Führung schnell im Sack. Durchgang zwei bogen sie nach einem 11:16-Rückstand durch eine Aufschlag-Serie von O. Schwarmann noch um. Und im dritten Abschnitt ließen sie sich nach einem 4:8-Rückstand und mit den Gedanken schon bei der anstehenden Meisterfeier die Butter nicht vom Brot nehmen.

Beste Scorer waren René Bahlburg (21 Punkte) vor Christian Schulz (12), Stefan Köhler und Sven Tennert (je 8). Schulz und Tennert buchten je 3 Blockpunkte.