
SVG hat nur kurz innegehalten
Nach Jubel im CEV Cup nun schnell ins Playoff-Halbfinale
Kurz innehalten und genießen hieß die Devise für die LüneHünen nach dem Einzug in die beiden Endspiele des CEV Cups. Doch nach einem freien Tag mit einem italienischen Abend zum Ausklang war der Fokus schon wieder auf die nächste Aufgabe eingestellt. Denn am Ostermontag, 16 Uhr, geht es in den Bundesliga-Playoffs weiter. Bei den WWK Volleys Herrsching soll möglichst mit dem zweiten Erfolg der Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht werden. Gespielt wird wegen der Nichtverfügbarkeit des BMW Parks München und der Herrschinger Nikolaushalle in Unterhaching, zu sehen im Stream bei Dyn.
Trotz des klaren 3:0 der SVG im ersten Duell und trotz ihrer beiden 3:1-Siege in der Hauptrunde haben die Bayern noch nicht aufgegeben. Die Herrschinger hegen noch den Traum vom erstmaligen Einzug ins Halbfinale. Verlieren sie allerdings wieder, geht ein erstaunliches Kapitel zu Ende. Die Rand-Münchner stiegen 2014 zusammen mit der SVG auf, damals der Höhepunkt in der Vereins-Historie nach einem Ritt durch die Ligen mit – aus der Landesliga – sieben Aufstiegen in Folge. Doch der selbsternannte „geilste Club der Welt“ konnte trotz aller Werbekampagnen die Zuschauermassen nicht so vom Ammersee nach München locken wie erhofft. Konsequenz ist nun die Fusion der Profi-Abteilungen Herrschings und des TSV Haching zu den WWK Volleys München zur neuen Saison.
In der Siegesserie das Dutzend voll machen
Es könnte nun also der letzte Auftritt unter dem bisherigen Namen sein und außer für Trainer Thomas Ranner (nach Japan) auch der Abschied für einige Spieler. Ob sie wirklich noch einmal alles geben, nachdem sie zehn Tage zuvor in der LKH Arena in allen Belangen deutlich unterlegen waren? Der Trainer erkannte danach vor allem ein Manko: „Wir müssen in der Block-Feldverteidigung einen großen Schritt machen, wenn wir das Heimspiel nicht zu unserem letzten Spiel machen wollen.” Kollege Stefan Hübner freute sich dagegen: „Das war ein super Einstieg in die Playoffs.“ Und es war eine Fortsetzung der neuesten Siegesserie, die wettbewerbsübergreifend seit dem 0:3 in Zawiercie im letzten Champions-League-Spiel nun auch schon wieder elf Spiele (inklusive Gewinn des DVV-Pokals) anhält.
Sieg Nummer elf war das 3:2 gegen Maaseik am Gründonnerstag, bei dem – schöner Nebeneffekt – mal alle 14 Spieler zum Einsatz kam. Das könnte für den weiteren Saisonverlauf auch noch einmal wichtig werden, Stichwort Spielpraxis. Und wichtig könnte auch werden, dass das Playoff-Viertelfinale jetzt nicht in ein drittes Spiel geht (wäre am Mittwoch, 8. April). Das würde eine englische Woche weniger bedeuten, die im Idealfall dann noch bis zum 13. Mai (5. Finale) weitergehen. Denn wenn die LüneHünen in Bayern alles klar machen, haben sie von Chefcoach Stefan Hübner nach der Rückkehr schon zwei freie Tage in Aussicht gestellt bekommen.
Nochmal zwei freie Tage vor nächsten englischen Wochen?
Sollten die Mannen um Kapitän Jesse Elser verlieren, dann startet anschließend auch gleich das Ticketing für das dritte Viertelfinale am Mittwoch, 8. April, 19 Uhr, in der LKH Arena. Gewinnen sie, beginnt ebenfalls umgehend das Ticketing für das erste Halbfinale am Sonntag, 12. April, 17 Uhr. Gegner wären die powervolleys Düren, das ist nach ihrem 3:2 am Ostersonnabend in Hildesheim klar. Auch der Termin für das zweite Match in Düren steht schon: Sonntag, 19. April, 18 Uhr. Und nach dem Einzug der SVG in die Finals des CEV Cups steht nun fest, dass das Bundesliga-Halbfinale nur im Modus „best of 3“ läuft.
Auch der genaue Termin für das Rückspiel in Piacenza ist inzwischen festgeklopft: 22. April, 20 Uhr. Das Hinspiel am 15. April, 19 Uhr, ist bis auf einige wenige Restkarten schon ausverkauft.
(hre)