Michel beim Aufschlag

Der Dauerbrenner brennt weiter für die SVG Lüneburg

Mittelblocker Michel Schlien bleibt weitere zwei Jahre

Acht Jahre SVG Lüneburg hat er nun schon auf dem Buckel, die runde 10 wird er auf jeden Fall voll machen: Michel Schlien hat wie im Vorjahr seinen Vertrag erneut verlängert, dieses Mal aber gleich um zwei Jahre.

Eine Institution ist der schon zu Zweitliga-Zeiten gekommene Mittelblocker aufgrund seiner langen Dienstzeit – und das stets als Stammspieler – ja schon länger, mittlerweile hat er aber den Status einer Vereins-Ikone angenommen. Schließlich hat er die Herzen der Fans nicht nur durch Vereinstreue gewonnen, sondern auch durch beständig starke Leistungen. Und die waren in der abgelaufenen Saison wohl sogar beständiger als je zuvor.

Hatte der 27-Jährige, der mittlerweile in mehr als 200 Pflichtspielen für die SVG aufgelaufen ist, sonst auch immer mal wieder eine Leistungsdelle zu verzeichnen, so spielte er 2018/19 sehr konstant und war maßgeblich an der herausragenden Saison der LüneHünen mit Pokal-Finale und Bronze in der Bundesliga beteiligt. Platz 3 in der Rangliste „Blockpunkte gesamt“ ( Blockeffizienz 72,6%) unterstreicht das. Zudem glänzte der 2,06-Meter-Mann im Ranking Angriffseffizienz als 7.-Bester mit 52 Prozent und als 9. in der Block-Quote (15,4%).

Neue Herausforderung wieder reizvoll

So erfüllten sich die persönlichen Hoffnungen Schliens vom letzten Sommer, als er sehr gespannt war auf die Entwicklung einer damals fast unveränderten Mannschaft. „Ja, das war jetzt ein sehr erfolgreiches Jahr – persönlich und als Team. Das wird wohl in der nächsten Saison kaum zu wiederholen sein. Aber jetzt ist es nochmal eine Herausforderung, möglichst schnell an dieses Niveau versuchen anzuknüpfen“, sieht das SVG-Urgestein auch darin wieder einen besonderen Reiz.

Ein weiterer Grund für den Verbleib soll allerdings nicht verschwiegen werden: Michel Schlien ist frisch verheiratet, am Donnerstag gaben sich der gebürtige Hamburger und seine Tatjana das Ja-Wort. Unter den Gästen waren dabei auch der frühere Mitspieler Carlos Mora Sabaté mit seiner Frau Ana aus Spanien – ein weiterer Beleg, dass bei der SVG Freundschaften über gemeinsame Karriere-Jahre hinaus bestehen.

Zudem steht das Ehepaar Schlien nun auf dem Sprung zum Umzug in den Kreis Lüneburg. Deutet sich da ein noch längerer Verbleib bei der SVG an? „Jetzt habe ich erstmal zwei Jahre unterschrieben, mal sehen, wie sich alles weiterentwickelt“, will der Mittelblocker so weit nicht vorausschauen.

Und zunächst einmal geht es nun auf Hochzeitsreise