Die beiden nächsten Gegner der SVG Lüneburg, Friedrichshafen und Frankfurt

Profi-Ligen spielen weiter

Volles Programm ohne Pause

Auf LüneHünen warten 2020 noch zwei schwere Heimspiele

Der harte Lockdown war zu erwarten und kommt nun ab diesem Mittwoch sogar schneller als gedacht, der Profisport ist davon aber verschont geblieben und darf – wenn auch unter Ausschluss von Fans – im Meisterschaftsbetrieb fortfahren. Das bringt im tristen Alltag der nächsten Wochen wenigstens etwas Ablenkung. Auch in der Volleyball-Bundesliga, in der es ja bisher verschwindend wenige Corona-Fälle – weniger als in anderen Ballsportarten – gab, geht es also weiter und da geht es sogar nochmal in die Vollen. In den 2. Ligen ist dagegen der Spielbetrieb bis einschließlich 10. Januar erst einmal unterbrochen.

Nach dem Nachholspiel Friedrichshafen – VCO Berlin am Montagabend stehen am Mittwoch zwei weitere Matches an, um das verzerrte Tabellenbild wieder etwas zu glätten: Friedrichshafen erwartet Bühl und die Berlin Volleys haben den brandenburgischen Nachbarn KW-Bestensee zu Gast. Bis zum Jahreswechsel stehen insgesamt 13 Begegnungen an – darunter auch zwei schwere Heimspiele für die SVG Lüneburg gegen Friedrichshafen (19.12.) und Frankfurt (27.12.).

Dicht gedrängt ist das Bundesliga-Programm dann auch im Januar (ab 3.) inklusive einiger Wochentagsspiele. Wobei es für die LüneHünen da zunächst ruhiger wird. Erst am Wochenende 16./17. Januar geht es für sie weiter, dann aber gleich mit einem Auswärts-Doppelpack bei KW-Bestensee und beim VCO Berlin.

Auch international ist kurz vor Weihnachten noch nicht Schicht. In der Champions League steht von Dienstag bis Donnerstag das letzte von fünf Hinrunden-Turnieren der Gruppenphase an: der Pool D im belgischen Roeselare mit Kemerovo/Russland, Modena/Italien, Warschau/Polen und den Gastgebern (Rückspiele in Modena). Zudem geht es im CEV-Cup weiter mit Achtel- und Viertelfinale, Turniere an vier Spielorten (je zwei Achtel- und ein Viertelfinale) innerhalb von drei Tagen. Unübersichtlich ist es im Challenge Cup geworden. Da sind teils schon Viertelfinals gespielt, aber es stehen auch noch Achtelfinals aus.

In der Bundesliga ist Düren die Mannschaft der Stunde, verbuchte mit dem klaren 3:0 in Bühl den 7. Sieg in Serie – bei fast optimaler Punktzahl (20). Derzeit verkraften die Nordrhein-Westfalen sogar die Ausfälle ihrer Leistungsträger Blair Bann (Libero) und Björn Andrae (Außen). Mit dieser Bilanz übernahmen die powervolleys sogar vorübergehend die Spitze, die aber am Montag Friedrichshafen zurückeroberte.

Rückblick auf zwei grandiose Halbfinals

…Und dann war da ja noch der DVV-Pokal, zwei grandiose Halbfinals in einer guten Konferenzschaltung im Free-TV auf Sport 1, mal ohne dass wegen Darts o.ä. unterbrochen oder gar abgebrochen wurde. Was für ein Abend füllendes Spektakel lieferten da drei Stunden lang vier Teams in der letzten Woche! Das war allerbeste Werbung für Volleyball. Und nach zwei Tiebreak-Krimis stand fest: Erstmals nach gefühlten Ewigkeiten stehen weder der VfB Friedrichshafen noch die Berlin Volleys im Endspiel, es wird am 28. Februar in Mannheim mal einen ganz anderen Sieger geben.

Die Netzhoppers schafften das Kunststück, es mit drei Fünf-Satz-Siegen – jeweils nach 0:2-Rückstand – zu erreichen. Bei Frankfurt hatte ein Ex-LüneHüne maßgeblichen Anteil am Triumph: Noah Baxpöhler steuerte satte 15 Punkte zum Sieg am Bodensee bei. Und bei den Frankfurtern gab ein weiterer kurzfristig verpflichteter Mittelblocker sein Debüt. Die Hessen holten Facundo Imhoff (31), dritter Argentinier nach der Nachverpflichtung Rodrigo Quiroga (Außen) sowie Trainer Juan Manuel Serramalera.

Imhoff, 2,02 Meter groß und früher auch schon in Rumänien und Frankreich am Ball, ist Nationalspieler und kommt von Raision Loimu aus der finnischen Liga, in der wegen der Corona-Krise fast alle ausländischen Profis freigestellt wurden – da griff Serramalera zu. Denn bisher hatte er auf dieser Position nur zwei Youngster aus dem Internatsteam Juniors Frankfurt als Alternativen, und Jakob Günthör hat immer mal wieder Rückenprobleme.

SPIELE ZUSAMMENGEFASST

Alle Begegnungen:

Bundesliga:

TSV Giesen Grizzlys – SVG Lüneburg 3:2
(25:19, 21:25, 23:25, 25:22, 15:6)
121 Min., 0 Zuschauer
MVP: Kern – Ewert
Scorer: Menner (20), van Tilburg (16), Kern (12), Mayaula, Seybering (je 10), Eshenko, Wagner (je 7), Röling (2), Krüger, Hopt (je 1) – Ewert (19), Peemüller (17), Lindberg (13), Schlien (10), Solbrig (7), Pörner (3), Gerken (2)

Bisons Bühl – powervolleys Düren 0:3
(21:25, 21:25, 23:25)
79 Min., 0 Zuschauer

MVP: Lopez – Kocian
beste Scorer: Lopez (14), Vaskelis (11), Kronthaler (10) – Gevert (19), Ernastowicz (12), Brand (11)

VfB Friedrichshafen – United Volleys Frankfurt 3:0
(25:19, 25:20, 25:21)
70 Min., 0 Zuschauer
MVP: Juhkami – Malescha
beste Scorer: Fiel (13), Juhkami, Weber (je 11) – Malescha (20), Imhoff, Hüger (je 8)

TSV Unterhaching – Volleys Herrsching 0:3
(16:25, 15:25, 22:25)
66 Min., 0 Zuschauer
MVP: Suck – Wieczorek
beste Scorer: Zahar (11), J. Sagstetter (9), Topuzliev (7) – Wieczorek (13), Peter (11), Ilic (10)

Bisons Bühl – VC Olympia Berlin 3:1
(25:19, 25:20, 22:25, 25:14)
97 Min., 0 Zuschauer
MVP: Jurkovics – John
beste Scorer: Jurkovics (15), Vaskelis (14), Stöhr (8) – John (17), Röhrs (14), Schulz, Brentel (je 5)

VfB Friedrichshafen – VC Olympia Berlin 3:0
(25:20, 25:19, 25:16)
73 Min., 0 Zuschauer
MVP: Balean – Brentel
beste Scorer: Balean (18), van de Velde (11), Weber, Fiel (je 9) – Brentel (10), Hoyer (6), Schulz (5)

Pokal, Halbfinale:

Netzhoppers KW-Bestensee – Volleys Herrsching 3:2
(21:25, 26:28, 25:16, 25:22, 26:24)
139 Min., 0 Zuschauer
MVP: Keturakis – F. Tille
beste Scorer: Westphal (20), Allik (15), Jackson (11), Keturakis, Goralik (je 10) – Mantha (19), Peter (16), Ilic (13), van der Ent (12)

VfB Friedrichshafen – United Volleys Frankfurt 2:3
(23:25, 27:25, 21:25, 25:15, 14:16)
121 Min., 0 Zuschauer
MVP: Balean – Tsuiki
beste Scorer: Weber (20), Juhkami (19), Mote (10), Balean, Böhme (je 9) – Grozer, Malescha (je 19), Baxpöhler (15), Quiroga (9)

NEWS AUS DER SZENE

Der frühere LüneHüne Julius Thole und sein Partner Clemens Wickler haben auch 2021 den Status eines Beachvolleyball-Nationalteams, womit sie weiterhin zusätzliche Fördermaßnahmen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) genießen. Weitere Nationalteams sind Nils Ehlers/Lars Flüggen und Philipp-Arne Bergmann/Yannick Harms sowie bei den Frauen Margareta Kozuch/Laura Ludwig, Karla Borges/Julia Sude und Victoria Bieneck/Isabel Schneider.

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