Neuigkeiten im Kader der SVG Lüneburg

Neues aus dem Kader

Ende der Leidenszeit für Solbrig, Ende der Profi-Karriere von Craft

Mittelblocker kommt zurück aus dem langen Krankenstand, der Außenangreifer geht

Er war zweifellos der Pechvogel der Saison bei den LüneHünen, inzwischen sieht er Licht am Ende des Tunnels: Dalton Solbrig ist guter Hoffnung, demnächst wieder trainieren und sich gezielt auf die nächste Saison vorbereiten zu können.

Aus dem kroatischen Kastela war der Mittelblocker im vergangenen Sommer gekommen, nachdem er mit herausragenden Jahren im Collegeteam von Hawaii auf sich aufmerksam gemacht hatte. Nach Lüneburg brachte aber eine Fuß-Verletzung mit, stieg verspätet ein, wurde zwischendurch auch noch krank und kam nur auf sechs Saisoneinsätze, da er sich erneut am Fuß verletzte. Wochenlang lief Solbrig dann nach einer Operation an Krücken, im zweiten Playoff-Halbfinale gegen Friedrichshafen ging es wieder ohne. Doch werden viele Fans den 24-Jährigen wohl nicht erkannt haben, weder auf dem Mannschaftsfoto mit der Bronzemedaille noch vorher am Spielfeldrand sitzend.

Der Bart ist ab – Geld für wohltätigen Zweck

Das dürfte aber auch daran gelegen haben, dass sich der US-Amerikaner plötzlich glatt rasiert präsentierte. Seinen monatelang wild sprießenden Rauschebart hat er für einen wohltätigen Zweck geopfert. Humorvolle Video-Clips in den sozialen Medien machten auf den beabsichtigten Kahlschlag aufmerksam, verbunden mit der Bitte, für zwei US-Organisationen zu spenden, die sich dem Thema psychische Gesundheit bzw. Depression im Profisport widmen. „Ich konnte ein paar tausend Dollar sammeln und bin damit sehr zufrieden“, freut sich Solbrig jetzt.

Während seiner langen Verletzungspause war er stets eng beim Team, machte sogar die langen Auswärtsfahrten im Bus mit und brachte sich als eine Art Co-Trainer ein. Nun, schon in der Reha fleißig, sehnt er den abschließenden Arzttermin und das „go“ für den Einstieg ins Training herbei. Denn laufen und springen sind bisher noch verboten.

Sein Landsmann Will Craft kam ebenfalls im letzten Sommer, den 27-Jährigen aus der Nähe von Chicago zieht es nun nach insgesamt vier Saisons in Europa (Dänemark, Estland) zurück in die Heimat. Der Außenangreifer hat ein Stipedium bekommen und will seinem Bachelor-Studium der Mathematik und Wirtschaftswissenschaften noch einen Master anfügen, um mal Lehrer in diesen Fächern zu werden.

Mit Profi-Volleyball ist daher Schluss, verbunden bleibt er der Sportart aber: Craft wird an seinem College Co-Trainer. Aber er geht mit ein wenig Wehmut: „Ich habe mich vom ersten Tag an in Lüneburg zu Hause gefühlt und es war immer toll, die freundlichen Reaktionen der Fans mitzubekommen. Ich werde das vermissen, hoffe aber, eines Tages für einen Besuch zurückzukommen und mit dem ein oder anderen ein Bierchen trinken zu können.“

Der Außenangreifer war meist nur Ergänzungsspieler mit aber immerhin 16 Einsätzen, er hatte die überragenden Jordan Ewert und Viktor Lindberg vor sich. Doch im Mannschaftsgefüge hatte Craft, der Prototyp eines Teamplayers, eine ganz wichtige Funktion, fügte sich – stets gut gelaunt – in seine Rolle, blieb immer positiv und motivierend. „Es gibt keinen besseren Bankspieler als Will“, schwärmte Trainer Stefan Hübner mehr als einmal. Zumal Craft, wenn er auf dem Feld gebraucht wurde, lieferte – wie beim starken Auftritt im zweiten Halbfinale als Abschiedsvorstellung.

FINAL-SERIE BEGINNT

Erneut Kampf der Giganten

Nach knapp zwei Wochen Verschnaufpause für die Dauerrivalen der letzten Jahre steht ab diesem Donnerstag in der Volleyball-Bundesliga der Männer wieder einmal das Duell der Giganten bevor. Wenn in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft der Titelträger 2021 gesucht wird, heißt es wie schon so oft: VfB Friedrichshafen, der SVG-Bezwinger, oder Berlin Volleys – wer bekommt die Schale?

Im vergangenen Jahr gab es keinen Meister, nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie wurde die Saison Mitte März abgebrochen. Titelverteidiger ist also der Meister von 2019, Berlin. Und zu damals gibt es eine interessante Parallele. Wie in diesem Frühjahr war auch 2019 Friedrichshafen 1. nach der Hauptrunde und Berlin 3. In der Finalserie setzten sich dann aber die Hauptstädter in fünf Matches durch und holten sich den 10. DM-Titel. Wiederholt sich nun Geschichte? Geht auch diese Best-of-5-Serie wieder über die volle Distanz?

Gespielt wird am Donnerstag, 8. April, zunächst am Bodensee (18 Uhr). Die weiteren Termine:

11. April, 17 Uhr, in Berlin

15. April, 18 Uhr, in Friedrichshafen

18. April, 17 Uhr, in Berlin

22. April, 17.30 Uhr, in Friedrichshafen

Alle Matches werden live im Free-TV auf Sport1 übertragen.

Seit 1998 wurde immer einer dieser beiden Kontrahenten Meister, der VfB zuletzt 2015, sein 13. Titel. In der Saison 2011/12 kam es zuletzt zu einer Finalpaarung, die nicht Berlin – Friedrichshafen hieß. Damals trafen die Hauptstädter auf Generali Haching und setzten sich knapp in fünf Duellen durch. Für die Berliner ist es nun das 10. Finale in Serie, und mit Cody Kessel und Anton Brehme sind zwei ehemalige LüneHünen mittendrin..

Beide Rivalen haben in der Pause seit dem Halbfinale auch noch wichtige personelle Weichen gestellt, beide bezüglich des Zuspielers. In Berlin hat der russische Olympiasieger Sergey Grankin (36) bis 2023 verlängert, beim VfB der slowenische zweifache Vize-Europameister Dejan Vincic (34) um ein Jahr.

NEWS AUS DER LIGA

Nach Außenangreifer Erik Röhrs haben sich die powervolleys Düren noch ein Toptalent vom VC Olympia Berlin geangelt. Diagonalangreifer Filip John, zuletzt noch bei den Netzhoppers KW-Bestensee in den Playoffs vorübergehend am Ball, hat für die neue Saison 2021/22 bei den powervolleys Düren einen Vertrag unterschrieben. Der bisherige zweite Diagonalangreifer hinter Sebastian Gevert, Philipp Schumann, geht nach zwei Jahren.

NEWS AUS DER SZENE

Die Finalserie der Frauen-Bundesliga („best of 5“) bestreiten ab 10. April im Rhythmus Sonnabend – Mittwoch – Sonnabend Dresden und Stuttgart. Dresden schaltete Potsdam in zwei Spielen aus (3:1 und 3:2), Stuttgart brauchte drei Matches, um Schwerin auszuschalten (3:0, 0:3, 3:0). Alle Finals werden live im Free-TV auf Sport1 gezeigt, Nummer 1 am kommenden Sonnabend (16.30 Uhr).

Für die beiden Endspiele in der Champions League am 1. Mai im italienischen Verona wurden jetzt die Uhrzeiten festgelegt. Um 17 Uhr findet zunächst das Frauen-Finale zwischen Imoco Conegliano (Italien) und Vakif Bank Istanbul statt, um 20.30 Uhr dann das Männer-Finale zwischen Azoty Kedzierzyn-Kozle (Polen) und Itas Trentino (Italien). Gezeigt werden beide Matches nur im Bezahl-Fernsehen auf eurovolley.tv

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