Nach einer turbulenten Woche mit dem grandiosen 3:0 gegen Berlin, dem bundesweiten Echo darauf und dann den neuen Aufregungen um die geplante Arena Lüneburger Land geht es für die LüneHünen am Sonnabend im Bundesliga-Alltag weiter.

Als Gast des TV Rottenburg in der Tübinger Paul-Horn-Arena ist die SVG natürlich klar favorisiert, auch wenn es ins sogenannte „Tollhaus der Liga“ geht. Dort ist zwar stets gute Stimmung , die Schwaben haben aber von Jahr zu Jahr mehr Probleme, noch sportlich mitzuhalten. Mickrige 4 Punkte stehen bisher zu Buche durch ein 3:1 gegen die Bergischen Volleys aus Solingen und ein 2:3 gegen KW-Bestensee. In den Saisons zuvor gab es immerhin noch knapp zweistellige Punkte-Ausbeuten.

In dieser Saison sind nur die Bergischen Volleys schlechter, und bei denen steht das nächste, wohl entscheidende Spiel um den Klassenerhalt an. Das darf Rottenburg nicht verlieren, möchte stattdessen nun zur Beruhigung mit einer Überraschung gegen die SVG das Konto noch ein wenig aufstocken. Dabei liegen die Hoffnungen vor allem auf Youngster Tim Grozer und Oldie Lima Martins (beide Außenangriff) als beste Scorer. Die beiden ragten auch im Hinspiel (3:0 für SVG) heraus.Doch die Mannen um Kapitän Matthias Pompe wollen sich natürlich nicht überraschen lassen und endlich die magere Auswärtsbilanz (Sieg nur in Solingen) aufbessern. Erst recht mit dem Berlin-Sieg im Rücken, den Pompe so zusammenfasste: „Jedes Element hat funktioniert.“ Noah Baxpöhler stellte heraus, mit welcher „Geduld, nicht mit der Brechtstange“ die SVG ihre Punkte machte. Trainer Stefan Hübner freute sich über den weiteren Formanstieg: „Wir kommen langsam in die richtige Richtung, das gefällt mir immer besser. Auf der Zielgeraden kommen wir ganz gut in Fahrt.“

Und der starke Zuspieler Adam Kocian, der die Angreifer sehr variabel und mustergültig einsetzte, äußerte sogar die Überzeugung, dass sich die Mannschaft noch weiter steigern kann.

Das wird wohl in Rottenburg noch nicht unbedingt nötig sein, da sollte eine Bestätigung der letzten Leistung reichen. Zu verfolgen ist das Match ab 19.30 Uhr im Stream auf sportdeutschland.tv