Dalton Solbrig ist heiß auf die neue Saison bei der SVG. Foto: Behns

Für Solbrig geht noch mehr

Nach guter zweiter Saison soll noch eine Steigerung folgen

Die Premierensaison war eine zum Vergessen für Dalton Solbrig, denn da war er vor allem im Krankenstand. In der gerade zurückliegenden Spielzeit konnte der Mittelblocker endlich abrufen, was in ihm steckt. Und künftig will er im Trikot der LüneHünen noch mehr zeigen – der 25-Jährige hat für ein drittes Jahr verlängert.

Lediglich sechs Einsätze standen 2020/21 zu Buche, denn Solbrig brachte erst eine Fußverletzung mit nach Lüneburg, verletzte sich dann hier erneut, musste sich sogar einer Fuß-Operation unterziehen und wochenlang einen Stütz-Schuh tragen. Beim Team war er dennoch fast ständig – sowohl im Training als auch selbst bei den Auswärtssspielen als so etwas wie ein zusätzlicher Co-Trainer.

In der abgelaufenen Saison aber stand er in nur einem von 28 Pflichtspielen nicht auf dem Feld. „Dalton ist super fleißig im athletischen Bereich und unsere Hoffnung ist jetzt, dass sich der körperliche Zustand weiter stabilisiert, nachdem er so gut – wenn auch nicht problemlos – durch die Saison gekommen ist“, freut sich SVG-Chefcoach Stefan Hübner über die Unterschrift. Zumal der Mittelblocker ein Spaßvogel im Team ist und „unheimlich Energie in die Gruppe bringt“.

Freude über die Neuzugänge aus Hawaii

Als einer der wenigen SVG-Spieler tauchte Solbrig in den Top 10 einer der Bundesliga-Ranglisten auf: 5. bei „Quote Angriffspunkte“ mit 59,7 Prozent (1. Mayaula/Giesen, 66,5%), doch da geht noch mehr, wie Hübner glaubt: „Er hatte noch zu viele negative Angriffsaktionen und unnötige Fehler. Das kann er besser, wie wir aus seiner College-Zeit aus Hawaii wissen. Und auch beim Aufschlag ist noch Luft nach oben.“

Dass davon auch der Spieler selbst überzeugt ist, zeigt schon die Tatsache, dass er einen Traum längst nicht aufgegeben hat. „Persönlich möchte ich einfach weiter lernen und mich verbessern und hoffentlich in naher Zukunft eine Chance bei der US-Nationalmannschaft bekommen.“ Und dazu braucht es starke Leistungen mit und bei der SVG: „Mein Ziel mit dem Team ist, an die vergangene Saison anzuknüpfen und es dann noch besser machen: eine Medaille in der Liga und das Pokalfinale gewinnen. Die Saison hatte viele Höhen und Tiefen und ich selbst habe immer mal wieder Folgen der Operation gespürt. Aber ich war schon sehr glücklich, wieder vor den Fans spielen zu können, und stolz, den Verein im Pokalfinale zu vertreten – wenngleich ich natürlich in den Playoffs und im CEV Cup noch gerne weitergekommen wäre.“

Die Entscheidung, bei der SVG zu bleiben, fiel Solbrig aus einem weiteren Grund nicht schwer: „Ich freue mich darüber, welche Jungs verlängert haben und wer noch dazu kommt. Mit Gage Worsley und Colton Cowell zum Beispiel habe ich ja auf Hawaii auch schon zusammen gespielt. Zudem“, so fügt er an, „gibt es für mich immer noch eine Menge zu lernen vom Trainerstab und ich freue mich auch schon darauf, ein Teil beim Wachstum des Clubs zu sein.“

NEWS aus der Liga

Ganz bittere Nachricht für alle Volleyballfans, auch wenn sie nicht zu den Berlin Recycling Volleys halten: Zuspieler Sergey Grankin, seit Januar 2019 an der Spree, mit 37 Jahren immer noch absolute Weltklasse und eine Ausnahmeerscheinung in der Bundesliga, kommt zur neuen Saison nicht zurück. Der Olympiasieger hat sich entschieden, wegen der weltpolitischen Lage und aus Rücksicht auf seine Familie aus seinem noch ein Jahr laufenden Vertrag in Berlin auszusteigen und wieder in der russischen Superliga zu spielen. Auch sein Vertreter Matt West (USA) hat sich mit unbekanntem Ziel aus der Hauptstadt verabschiedet.

Mittelblocker Marcus Böhme hat seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag beim VfB Friedrichshafen vorzeitig um eine Saison bis 2024 verlängert. Der 36-Jährige verlagert damit auch seinen Lebensmittelpunkt an den Bodensee und zieht samt Freundin um.

Thomas „Bob“ Ranner wird neuer Trainer der WWK Volleys Herrsching, bei denen ja der bisherige Langzeit-Chefcoach Max Hauser in die Geschäftsführung des Vereins wechselt. Der gebürtige Münchner Ranner (34) war die letzten beiden Jahren Co-Trainer beim VfB Friedrichshafen und ist seit mehreren Jahren erst Teammanager, dann Co-Trainer bei der Nationalmannschaft – wo er jetzt auch dem neuen Chefcoach Michal Winiarski assistiert.. Seine Spieler-Laufbahn endete für den ehemaligen Mittelblocker 2016 in Herrsching.

Der australische Außenangreifer Max Staples, von den United Volleys Frankfurt kurz vor Saisonbeginn für den Langzeitverletzten Karli Allik von Tectum Achel (Belgien) verpflichtet, hat seinen Abschied aus der Hessenmetropole bekannt gegeben, geht zurück in die belgische Kleinstadt. Sein Nachfolger ist der Däne Oskar Kjerstein Madsen, die letzten drei Jahre in Frankreichs 1. Liga bei Spacer’s Toulouse beschäftigt.

Der kanadische Zuspieler Byron Keturakis kehrt nach einer Saison in Frankfurt zu den Netzkoppers KW-Bestensee zurück.

Mittelblocker Sebastian Rösler kehrt zum TSV Haching München zurück und verlängert seinen Vertrag. Er war im Januar nach dem frühen Saisonende für die Münchner an den finnischen Erstligisten Sastamala ausgeliehen worden. Der zuletzt an Herrsching ausgeliehene Diagonalangreifer Philipp Schumann kehrt ebenfalls zurück.

Mit Zuspieler Tomas Kocian (34) hat ein weiterer Routinier der powervolleys Düren seine Vertrag um ein Jahr verlängert.

SVG-NEWS

DM-Start ein großes Erlebnis für die U14

Die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft bleibt ein unvergessliches Erlebnis – vor allem im Kindes- und Jugendalter. Aus der Nachwuchsabteilung der SVG Lüneburg schaffte das in diesem Jahr die männliche U14. Und die wurde im 16er-Feld der besten Teams Deutschlands immerhin 12.

Als Zweiter der Nordwestdeutschen Meisterschaften qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Jörn Fleer für die DM in Frankfurt/Main und war dort in einer Vorrundengruppe mit dem TSV Grafing, dem Eimsbütteler TV und dem VC Dresden zugelost. Zum Auftakt gegen Grafing gab es ein 0:2 (17:25, 21:25) nach einem spielerisch und kämpferisch starken Auftritt, an den das Team danach beim 2:0 (25:20, 25:20) gegen Eimsbüttel anschloss. Gegen Dresden gab es dann wieder eine knappe 0:2 (21:25, 22:25)-Niederlage – Gruppenplatz 3 und Überkreuzspiel um den Einzug ins Viertelfinale gegen FT Freiburg als letztes Match des ersten Tages. Gegen die physisch überlegenen Süddeutschen gab es ein 0:2 (18:25, 17:25).

Damit blieb am zweiten Tag die Runde um die Plätze 9 bis 12. Das Spiel gegen den Post SV Bielefeld begann verheißungsvoll mit 25:17 im ersten Satz, doch eine Verletzung Mitte des zweiten Satzes ließ den Faden reißen – 21:25 und 11:15 im Tiebreak und Spiel um Platz 11 gegen die L.E. Volleys aus Leipzig. Wieder gewann die SVG den Eingangssatz (26:24), doch Leipzig wechselte dann einige groß gewachsene Spieler ein und wendete nach das Blatt: 8:25, 12:15. Bei der war später dann auch Volleyball-Ikone Jochen Schöps zugegen. Die SVG spielte mit: Carl David Gudermann, Jannik Fleer, Ian Landon, Kjell Fischer, Justus Thulke, Florian Arndt, Frederik Intrau und Jaano Großmann bekam eine Urkunde für Platz 12. Meister wurde der SCC Berlin.

Knapp die DM verpassten die U16 männlich als Dritte und die U18 weiblich als Vierte. Weitere Platzierungen bei den Nordwestdeutsche Meisterschaften: 3. U12m, 5. U13m (hier gibt es jeweils noch keine DM), 5. U20 m, 6. U20 w, 9. U18m, 12. U16 w.

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