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Ein Leuchtturm für die SVG-Zukunft

Klub plant Bau eines Jugend- und Vereinszentrums mit Trainingshalle in Reppenstedt

Die SVG Lüneburg will den nächsten großen Schritt in die Zukunft machen: Dazu sollen die Bedingungen für das Training, die Entwicklung von Talenten und die Infrastruktur des Bundesliga- sowie des Vereinsbetriebs verbessert werden. Mit diesen Zielen im Visier plant der Klub den Bau einer Ausbildungs- und Trainingshalle mit angeschlossenem SVG-Zentrum auf dem Gelände des Sportparks Reppenstedt – die “SVG-Talentschmiede”.

Läuft alles nach Plan, soll bereits im Juli 2027 Baustart und die Halle 2028 betriebsbereit sein. Das Gesamtprojekt besteht aus einer Trainingshalle für Vereins- und Jugendmannschaften sowie das Profi-Team und einem Büro- und Sozialtrakt. Neben Kabinen und Geschäftsstelle können dort perspektivisch auch Wohnräume für ein Leistungsinternat entstehen. “Wir wollen etwas schaffen – einen Leuchtturm ohne Belastung der Kommunen”, betont SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg das Ziel. Aber: “Wir verheben uns nicht”, macht er deutlich. Bevor es ans Bauen geht, sollen Finanzierung & Co. solide geplant sein.

Erstmals will die SVG damit in eigene Infrastruktur investieren. Das Gesamtvolumen des Projektes liegt bei etwa drei Millionen Euro. Effizienz mit einer realistischen Planung und Bau-Umsetzung machen dieses Projekt möglich. Die SVG setzt dabei auf eine Industriehalle (Bahlburg: “low budget!”) aus Fertigteilen mit wenig individuellem Aufwand.

Daneben ist das Konzept besonders auf Langfristigkeit ausgelegt: Für die Wettkampfvorbereitung der Profis gibt es ein Feld in Bundesliga-Abmessungen samt der nötigen Freizone. Im Trainingsbetrieb reicht die Fläche für zwei Spielfelder mit ausreichenden Freizonen. Das schafft neue Möglichkeiten: “Kurze Wege verbessern die Kommunikation. Es macht einen Unterschied, ob Mannschaften in einer gemeinsamen Heimat trainieren oder über fünf Hallen im Stadtgebiet verteilt”, sagt Bahlburg – und denkt weiter: “Wenn der Herren-Unterbau oder der Nachwuchs auf einem Feld neben den Profis trainiert, dann wird man gesehen – beiderseits. Und die jungen Spieler haben ihre Vorbilder praktisch vor Augen.”

Vor Kurzem hat die SVG das Projekt ihren Partnern vorgestellt und möchte Unterstützer ins Projekt einbinden, die sich bei dieser intensiveren Nachwuchsarbeit mit einbringen wollen. “Es gab durchweg positive Reaktionen”, freut sich Bahlburg. „Für Partner-Unternehmen geht es dabei nicht mehr nur um reine Werbemöglichkeiten, sondern auch um die Förderung des Jugend- und Breitensports und nicht zuletzt um Talente vor Ort, die für Unternehmen attraktiv sind, weil sie Botschafter von Fairness, Willenskraft und Idealismus sind”, ist er überzeugt.

„Wir sind für jeden und jede dankbar, die sich in dieses Zukunfts-Projekt mit einbringen wollen und werden für alle eine Lösung finden, sich sinnvoll und für alle Seiten vorteilhaft einzubringen!“

Gereift ist die Idee seit dem Herbst 2025. Rund um die langfristige Vertrags-Verlängerung mit Stefan Hübner und Bernd Schlesinger war die zentrale Frage: “Wie soll die SVG der Zukunft aussehen, wo wollen wir hin?” – “Stefan und Bernd haben sich beide über die Option gefreut, dieses Projekt anzugehen”, erinnert sich Bahlburg. Denn mit dem sportlich Erreichten wachsen die Anforderungen. “Es ist schwer, sich auf ein Champions-League-Spiel vorzubereiten, wenn man nur in einer Halle mit 7,50 Meter Deckenhöhe trainieren kann.” Doch der Gedanke geht auch gleich zu den Profis von morgen: “Wir haben immer noch knapp 100 Kinder auf Wartelisten, die Volleyball spielen möchten, für die aber zur Zeit leider kein Platz in den Sporthallen der Region ist. Um hier etwas zu bewegen, muss man erstmal Infrastruktur schaffen.”

Aktuell läuft die Planungs- und Antragsphase. Der Entwurf stammt vom Vechtaer Architekten Harry Buddelmeyer, der auch schon die Ur-Pläne für die LKH Arena erstellt hatte. Den Bau soll ein Generalunternehmer übernehmen.

(gm)