Der neue Bundestrainer Massimo Botti stellt sich vor
Mit Rzeszow in Champions League und Liga im Soll
Am Wochenende waren die Nationaltrainer der USA, von Finnland und Schweden Gäste in der LKH Arena, nun kann sich der neue deutsche Bundestrainer einen Eindruck von der außergewöhnlichen Stimmung bei Heimspielen der SVG Lüneburg verschaffen. Denn die erwartet an diesem Dienstag – ausnahmsweise bereits um 18 Uhr – Asseco Resovia Rzeszow in der Champions League. Chefcoach: der Italiener Massimo Botti, der bald das DVV-Team unter seinen Fittichen hat.
Im Pool D der Königsklasse läuft bisher alles normal. Nach drei Spieltagen hat Zawiercie neun Punkte gesammelt, Rzeszow durch 3:0-Siege gegen Lissabon und im Hinspiel gegen die SVG sechs Zähler. Die LüneHünen sind Dritte nach einem 3:1-Erfolg zum Auftakt gegen Lissabon – der Rivale, gegen den es wohl um Platz 3 im Pool und damit um die Chance geht, nach der Gruppenphase im CEV Cup international am Ball zu bleiben. Gelingt ihnen nun vorab etwas Außergewöhnliches? Darauf spekulieren wohl nur Phantasten, zumal ja auch ein paar Wehwehchen plagen.
LüneHünen wollen sich besser verkaufen als im Hinspiel
Dennoch will sich die SVG besser verkaufen als bei der 0:3-Lehrstunde im Hinspiel am 6. Januar. Die Spiele gegen Zawiercie vor Wochenfrist oder gerade gegen die BR Volleys sollen da eher der Maßstab sein. Da ging es ja nach dem kleinen Tief deutlich aufwärts. „Dass wir jetzt permanent auf diesem hohen Spielniveau so extrem gefordert werden, tut uns gut. Die Mannschaft wächst daran“, ist Chefcoach Stefan Hübner überzeugt und bezieht dabei auch die folgenden Aufgaben in Friedrichshafen und gegen Düren mit ein. Der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger sah jedenfalls nach dem 1:3 gegen Berlin schon Fortschritte: „Wir machen uns keine Sorgen, wir nehmen das Gute in die nächsten Spiele mit.“
Um dann gegen Rzeszow vielleicht auch mal einen Satz gewinnen zu können, wie es sich Schlesinger schon vor Wochen wünschte, müssen aber die Aufschläge konstant wieder druckvoller und vor allem auch die leichten Eigenfehler im Angriff deutlich weniger werden (Schlesinger: „Wir müssen unsere Hochball-Chancen besser nutzen“). Wirkt sich das schnelle Wiedersehen positiv für die Aufgabe aus? Hübner: „Für die Spieler ist die Erinnerung noch frischer, wenn das vorherige Spiel noch nicht so lange her ist, ähnlich wie in den Playoffs. Das macht es auch in der Analyse etwas leichter, manches geht schneller. Wir schauen darauf, dass wir Pässe sauberer spielen, bessere Situationen kreieren können und Dinge taktisch anders ausspielen. Das ist aber auch ein Gesamtprozess über zwei, drei Spiele.“
Rzeszow, in der dicht gedrängten Spitzengruppe der PlusLiga 4. mit drei Punkten Rückstand auf Platz 1, verlor am Sonnabend ebenfalls: 1:3 beim ehemaligen dreifachen Champions-League-Gewinner Kedzierzyn-Kozle (2021 bis 2023), aktuell nur noch Mittelmaß (9.). Bemerkenswert dabei: Diagonalangreifer Karol Butryn, der im Hinspiel mit 82 % Angriffsquote (17 Punkte) nicht zu stoppen war, hatte keinen guten Tag, kam in den ersten drei Sätzen nur auf zehn Punkte – sein Konkurrent Jakub Bucki danach noch auf 16. Da droht also auch höchste Gefahr.
Gänzlich ohne Butryn und den Außen Artur Szalpuk (elf Punkte gegen die SVG) gewann Rzeszow übrigens am letzten CL-Spieltag klar 3:0 gegen Lissabon. Da sammelte Bucki zwölf Punkte und der französische Doppel-Olympiasieger Yacine Louati als Szalpuk-Backup 19. Louati war auch jetzt am Wochenende, wie so oft, nur Ersatz. Im Mittelblock setzte Trainer Botti zuletzt öfter auf Routinier Cesary Sapinski (31), der gut performte, statt auf Jung-Nationalspieler Mateusz Poreba. Der Kader ist eben ungeheuer breit und hochkarätig besetzt, trotz der Langzeitverletzten Lukas Vasina (Außen) und Dawid Woch (Mittelblock).
(hre/gm)
Rund ums Spiel
Tickets: Die Sitzplatztickets sind bereits vergriffen. Im Online-Ticketshop sind noch Stehplatztickets verfügbar – also: schnell sein!
Fanshop: Auch diesmal wartet am Fanshop in der LKH Arena mit Sonderzug-Tickets und Finalshirt die perfekte Rundum-Versorgung für das Pokalfinale am 28. Februar. Außerdem gibt’s schon ersten Nachschub für den Pokalfinal-Schal. Der war beim Start am vergangenen Samstag sofort heiß begehrt. Übrigens: Der Schal hat nicht nur eine sehr gute Qualität – er ist auch lokal produziert! Der SVG-Partner Grote Strickerei aus Deutsch Evern sorgt für den perfekten “Schalauftritt” in Mannheim.
Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Ethan Champlin und Jackson Howe Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).
Spieltagsflyer: Am Spieltag findet ihr im digitalen Spieltagsheft „Crunchtime“ wieder alle Infos rund ums Spiel. Schaut also gern am Dienstag in der Rubrik „Spieltagsflyer & Saisonheft“ der SVG-Website oder -App vorbei. Dort findet ihr auch die bisherigen Ausgaben.
Live-Bilder: Wer keine Karte mehr abbekommen oder keine Zeit hat, kann das Match auch im kostenpflichtigen Stream auf sporteurope.tv verfolgen – oder später schauen.