Auf die Blockarbeit der SVG, hier mit Blake Scheerhoorn, Anton Brehme und Antti Ronkainen kommt es auch in Berlin an

Den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen

In Berlin geht es für die LüneHünen am Mittwoch weiter

Speziell gegen die Berlin Volleys haben die LüneHünen in den letzten Jahren einige große, ja legendäre Schlachten geschlagen und immer mal wieder Überraschungen gelandet. Bei der Neuauflage dieses Duells David gegen Goliath scheint so ein Ausrufezeichen aber nun kaum denkbar, zumal das zweite Spiel in dieser englischen Woche auswärts stattfindet. So steht dieses Match am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle wohl eher unter dem Motto: Fehlerquellen weiter minimieren, die ansteigende Form festigen und das Zusammenspiel optimieren für das am kommenden Sonnabend folgende Heimspiel gegen KW-Bestensee.

Wer nicht in Berlin dabei sein kann, kann auch im Internet-Stream auf sporttotal.tv mitfiebern – oder das Spiel auf Großleinwand im Public Viewing am Mittwoch ab 19.00 Uhr im Restaurant Alexander der Große in Kirchgellersen verfolgen.

Die Hauptstädter, ununterbrochen Meister der letzten vier Jahre, gelten, weil sie ihren Kader im Sommer noch einmal aufgerüstet haben, als hoher Favorit in dieser Saison, nachdem sie die letzten Titel immer mühsam erkämpfen mussten. Mittlerweile sind alle Positionen im Kader doppelt hochkarätig besetzt, sodass Trainer Cedric Enard fast nach Belieben rotieren lassen kann. Und von dieser Gelegenheit hat er auch bereits regen Gebrauch gemacht, ließ selbst schon den wohl besten Zuspieler der Liga, Sergey Grankin, auf der Bank und ihn vertreten durch Pierre Pujol, ebenfalls Olympiateilnehmer und mit Frankreich 2015 Europameister. So bekam auch Ex-LüneHüne Cody Kessel bereits einige Pausen, jetzt am Sonnabend allerdings, weil er krank war.

Wiedersehen mit Cody Kessel

Bisher sind die Berliner auch ihrer Favoritenrolle mit überzeugenden sechs Siegen plus Gewinn des Supercups mit einem klaren 3:0 gegen Friedrichshafen gerecht geworden. Einzig die Alpenvolleys Haching vermochten das Starensemble beim 2:3 vor knapp drei Wochen ein wenig in Bedrängnis zu bringen. Für die LüneHünen müsste also wohl schon alles optimal laufen, um Ähnliches zu erreichen. Statt auf einen Coup zu hoffen, dürfte es eher darum gehen, mit einem guten, mutigen und engagierten Auftritt den nächsten Schritt in der Entwicklung der neuen Mannschaft zu gehen, die Atmosphäre im Volleyball-Tempel zu genießen und mit einem guten Gefühl zurückzukehren.

Ein enormer Stimmungsaufheller war auf jeden Fall schon wieder das Wochenendspiel gegen Frankfurt, wenn auch allen klar ist, dass weitere Entwicklungsschritte folgen müssen. Beispiel Service: „Die Fehlerquote ist zu hoch, da haben wir noch Potenzial. Wir müssen aber nicht nur die Quote an sich verbessern, sondern auch die Mischung zwischen Sprung- und Flatter-Aufschlägen besser hinkriegen“, nannte Trainer Stefan Hübner einen Ansatzpunkt. Und seine Spieler sind da durchaus selbstkritisch. Beispiel Anton Brehme. Für seine 15 Punkte gegen Frankfurt gelobt, relativierte der junge Mittelblocker: „… aber diese Aufschläge, da muss ich noch viel dran arbeiten. Da passieren mit selbst bei Flatter-Aufschlägen manchmal unglaubliche Dinger“. Vielleicht läuft es ja nun für den ehemaligen Spieler des VC Olympia Berlin, der auch die Max-Schmeling-Halle gut kennt, besser.