Haching entführt nach einem Volleyballspektakel 3 Punkte aus Lüneburg. „Wie so oft entscheiden Aufschlag und Annahme in einem Spiel und da hat heute Haching klar gewonnen“, resümierte SVG-Trainer Stefan Hübner nach dem Spiel.

Fulminant startete die SVG mit einer 4:1-Führung in den ersten Satz, mit gut gespielten Angriffen und einem ersten Block hießen die LüneHünen die Gäste aus Bayern in der Gellersenhölle willkommen. Der Funke sprang vom ersten Ballwechsel an auf das Publikum über. Die Gäste brauchten bis zum 7:5, um zum ersten Mal selber in der Offensive zu punkten. Jetzt zeigte sich, dass es ein echtes Volleyballspektakel werden würde. Rassige Rallyes, starke Lüneburger Blocks und ein erstklassiger Angriff rissen die Zuschauer mit (10:8; 13:13; 14:15). Drei Blocks in Serie ließen die Halle explodieren (18:15) und ein weiterer Block kurz darauf brachte den ersten Satzball (24:19). Der Satz ging mit 25:21 an die Lünehünen.

Mit dem Start in den zweiten Satz zeigte der Tabellenführer aus Haching ein anderes Gesicht und zog direkt auf 8:3 davon. Die LüneHünen verloren ihren Rhythmus. Insbesondere MVP Hugo De Leon Guimaraes Da Silva in Reihen der Gäste am Aufschlag bereitete Probleme und war auch bei Angriffen aus dem Hinterfeld Mitte nicht in Griff zu kriegen. Hübner meinte nach dem Spiel: „Wer so eine Qualität am Aufschlag hat, das ist schon eine Hausnummer!“ Erst als es bei Aufschlag von Raymond Szeto der Ausgleich gelang (13:13), keimte Hoffnung auf. Aber nur kurz. Wieder ist es der Brasilianer Hugo De Leon Guimaraes Da Silva der mit einem überragenden Aufschlag die Lüneburger derart unter Druck setzt, dass sie zunächst keine Antwort finden und schließlich den Anschluss komplett verlieren (13:20). Zwei Einerblocks von Michel Schlien waren zum Satzfinale zu wenig, der mit 19:25 deutlich an die Gäste ging.

Ausgeglichen ging es in den dritten Satz, doch die LüneHünen schenkten den Gästen zahlreiche Aufschlagfehler. Starke Rallyes unterstrichen einmal mehr des hohe Niveau der Begegnung (8:6; 11:9). Wieder ist es der Brasilianer De Leon Guimaraes Da Silva, der mit einer bärenstarken Aufschlagserie die Vorentscheidung bringt und die Hachinger auf 11:16 davon ziehen lässt. Das Team von Stefan Hübner kämpfte sich Spielzug um Spielzug ran – Cody Kessel rettete einen Ball sogar aus den Zuschauern – aber der Tabellenführer zeigte, warum er zur Zeit die Liga anführt, ließ nichts mehr anbrennen und holte sich den Satz mit 21:25.

Das Aufbäumen in der Halle war sowohl im Publikum als auch bei den LüneHünen zu spüren. Um jeden Ball wurde gekämpft (3:5; 6:8; 11:12). Diesmal ist es Kirill Klets am Aufschlag, der mit weiteren Assen (16 gesamt bei den Alpenvolleys) die Vorentscheidung bringt (11:17). Noah Baxpöhler sagte nach dem Spiel: „Wir haben leider die Aufschläge nicht unter Kontrolle bekommen. Die Niederlage tut daher etwas weh.“ Schlussendlich ging der Sieg verdient an die Gäste, die mit 17:25 den Sack zu machten. „Kein Grund zur Panik bei uns. Wir spielen eine überragende Serie und wollen am kommenden Mittwoch gegen Düren nachlegen“, blickt SVG Boss Andreas Bahlburg bereits wieder voraus.