Sind aller guten Dinge drei?

LüneHünen wollen Platz 2 im Verfolgerduell verteidigen

Vor gut einem Vierteljahr begann der Höhenflug der LüneHünen bis auf Platz zwei mit einem 3:1-Premierenerfolg gegen die United Volleys Frankfurt. Gegen den gleichen Gegner legten sie wenige Wochen später sogar auswärts den Grundstein zum späteren Einzug ins Pokalfinale. Sind nun aller guten Dinge drei, wenn es zum Rückrundenauftakt in der Bundesliga-Hauptrunde in die hessische Metropole geht? Frankfurt gegen SVG – das ist das absolute Topspiel dieses Wochenendes am Sonnabend (16 Uhr/Stream auf sporttotal.tv).

Die Frankfurter (6.), hoch ambitioniert in die Saison gegangen, wollen also nach diesen ersten frühen Rückschlägen noch etwas geraderücken. Wenn sie nun einen Dreier holen, ziehen sie nämlich nach Punkten gleich und überflügeln die SVG – bei noch einem ausgetragenen Match weniger.

 

Dämpfer in der Champions League

Anfang dieser Woche gab es allerdings erst einmal einen Stimmungsdämpfer: eine 2:3 (20:25, 17:25, 25:21, 25:21, 8:15)-Heimniederlage in der Campions League gegen Belgiens Vizemeister Knack Roeselare. Zudem nahmen die Außenangreifer Sebastian Schwarz und Moritz Karlitzek Blessuren aus diesem Match mit.

Aber: Blitz-Neuzugang Andreas Fragkos, Ende des zweiten Satzes eingewechselt, feierte ein starkes Debüt und riss die Mannschaft noch einmal mit. Der griechische Außenangreifer, erst drei Tage zuvor von Olympiakos Piräus gekommen, wurde mit 12 Punkten noch zweitbester Scorer und brachte seine ganze Routine ein. Der 29-jährige Zwei-Meter-Mann spielte schon in Italien, Frankreich, Südkorea und im Iran und ist vielfacher Nationalspieler. Er dürfte nun auch gegen die LüneHünen zum Einsatz kommen. Anderen Gegnern zuvor haben jedoch kurzfristig Neuverpflichtungen in Duellen gegen die SVG wenig genutzt…

Neu im Vergleich zu den beiden vorherigen Vergleichen ist auch der serbische Zuspieler Maksim Buculjevic, der versucht, dem Ex-LüneHünen Adam Kocian den Platz streitig zu machen und auch immer mehr Spielanteile bekommt. Weiter auf der Verletztenliste stehen der frühere Stamm-Zuspieler Patrick Steuerwald und Mittelblocker Tobias Krick, Kollege von Noah Baxpöhler im Nationalteam.

 

Die SVG beeindruckt mit ihrem längsten Match

Die SVG-Mannen um Kapitän Matze Pompe werden inzwischen als Team der Stunde, ja sogar als ernsthafter Meisterschaftskonkurrent der großen Zwei, Berlin und Friedrichshafen, gepriesen – spätestens seit dem 3:2-Triumph am Bodensee, dem mit 147 Minuten längsten Match, das die SVG seit dem Bundesliga-Aufstieg je absolviert hat (inklusive Playoffs und Pokal). Die LüneHünen beeindrucken die Konkurrenz insbesondere immer wieder mit ihrer Stärke im Block, zuletzt in Friedrichshafen speziell auch im Angriff. Da machten Baxpöhler und Michael Schlien zusammen 16 Punkte. So hat United für dieses Duell als Motto ausgegeben: „Build that wall!“ (frei übersetzt: „Baut eine Mauer“).

Zu sehen gibt es das Match im Public Viewing in der Grill-Taverne „Alexander der Große“ bei Stelios in Kirchgellersen.

Das nächste Heimspiel findet dann am kommenden Mittwoch, 23. Januar (19 Uhr), gegen die Netzhoppers KW-Bestensee statt – Tickets in allen Kategorien sind noch verfügbar, weil das Gäste-Kontingent zurückgegeben wurde