Eine Bauchlandung legten die LüneHünen um Tyler Koslowsky in Herrsching hin, nun gilt es für die SVG, wieder aufzustehen

Suche nach dem alten Spirit

SVG will neue Power gegen die powervolleys zeigen

Die neu formierte Mannschaft der LüneHünen ist nach den ersten Saisonwochen immer noch in der Findungsphase – und da sind schmerzhafte Erfahrungen ein Teil der Entwicklung, zumal, wenn der Kader erheblich verjüngt wurde. Aber: Gerade bei der SVG Lüneburg sind Kampfgeist und Behauptungswillen fester Bestandteil der DNA, sich nahezu ohne Gegenwehr einem Kontrahenten zu ergeben gehört nicht zum Matchplan. Der typische Spirit fehlte zuletzt weitgehend beim 0:3 in Herrsching. Dieser Spirit soll nun wieder deutlich zu sehen sein, wenn am Sonnabend (19 Uhr) die powervolleys Düren in die Gellersenhalle kommen, auch wenn Fans nach wie vor als Rückenstärkung nicht erlaubt sind.

Enttäuschenden Auftritt ausführlich analysiert

„Natürlich können wir so nicht auftreten, die Art und Weise muss definitiv eine andere sein“, bekräftigt auch Chefcoach Stefan Hübner noch einmal. „Aber bei aller Kritik darf man auch nicht vergessen, dass nicht alles schlecht war. Wie die Mannschaft im dritten Satz aufgetreten ist war gut, und auch, dass wir Leute gefunden haben, die es besser gemacht haben als die, die vorher auf dem Feld standen“, stellt der Coach die Leistungen der eingewechselten Will Craft und Hannes Gerken heraus. Und auch Richard Peemüller, mit 20 Punkten bester Scorer, zählt natürlich dazu, „er muss nur noch cleverer und geduldiger werden“, so der Trainer. Gelegenheit dazu besteht schon jetzt, denn Jannik Pörner fehlt weiterhin (Bänderriss).

Die ersten beiden Sätze in Herrsching wurden natürlich „ausführlich aufgearbeitet, wie wir das immer tun“, berichtet Hübner und erzählt von vielen Gesprächen – einzeln, in Kleingruppen und schließlich mit dem gesamten Kader. Dies aber ohne Schuldzuweisungen und ohne mit dem Finger auf andere zu zeigen. „Es ging mehr darum, wie man sich gegenseitig hilft, wie man das Team dahin bringt, dass es gut performt.“ Insgesamt sei er sehr zufrieden mit den abgelaufenen Prozessen: „Das war eine gute Woche, wir haben gut mit dem Ball und auch körperlich hart gearbeitet – die Grundlage für ein besseres Spiel.“

Das wird auch nötig sein, die nächsten Wochen werden klarer machen, wohin der Weg in dieser Saison geht. Schließlich kommen im Dezember noch die Hochkaräter Berlin Volleys und Friedrichshafen, das auch schon am kommenden Mittwoch zum Pokal-Viertelfinale in Reppenstedt gastiert. Und auch jetzt Düren wird eine harte Nuss. Die Gäste spielten bis auf eine Ausnahme bisher überzeugend, schlugen in den letzten drei Spielen Frankfurt (3:1), Friedrichshafen (3:0) und Giesen (3:0) klar und verlangten zum Saisonauftakt auch den Berlin Volleys in drei engen Sätzen alles ab (0:3). Die Ausnahme war das Pokal-Achtelfinale: 2:3 nach 2:0-Satzführung bei KW-Bestensee.

14er-Kader mit vielen guten Wechseloptionen

Insgesamt haben die powervolleys einen 14er-Kader inklusive dem Luxus von vier Mittelblockern zur Verfügung, der zum großen Teil schon seit Jahren zusammenspielt. In dem bekommt inzwischen aber von den vielen Routiniers auch immer mal wieder einer eine Verschnaufpause. So setzten schon die Mittelblocker Tim Broshog und Michael Andrei aus, und auch Oldie Björn Andrae (Außenangriff) und zuletzt sogar Libero Blair Bann waren schon in der Zuschauerrolle. Unverzichtbar scheinen nur Zuspieler Tomas Kocian und der Diagonale Sebastian Gevert, der im Ranking der Topscorer vorne liegt. Immer besser wird aber auch Youngster Tobias Brand (22), der 2019/20 zum Aufsteiger der Saison gewählte Außenangreifer mit hoher Qualität in der Annahme.

„Sie haben viele gute Wechselmöglichkeiten, auch, wenn es mal nicht so läuft“, weiß Hübner. „Aber wir müssen auf uns schauen. Wenn wir das Niveau wie im dritten Satz in Herrsching oder in den Spielen zuvor erreichen, kann das ein ganz enges Match werden. Dazu braucht es vor allem eine gute Aggressivität“, redet er seinen Mannen noch einmal ins Gewissen.

NEWS AUS DER LIGA

Zwei vorgezogene Bundesligaspiele standen in dieser Woche auf dem Programm, Herrsching gastierte in Berlin bei VCO und vor den Toren der Hauptstadt in Bestensee und nahm insgesamt xx Punkte mit zurück in die Heimat.

Netzh. KW-Bestensee – Volleys Herrsching 2:3 (25:15, 22:25, 25:22, 17:25, 11:15)
118 Min., 0 Zuschauer
MVP: Keturakis – Mantha
beste Scorer: Mönnich (14), Allik (13), Keturakis, Weir (je 10) – Kaminski (15), Illic, Mantha (je 13)

VC Olympia Berlin – Volleys Herrsching 1:3 (25:22, 19:25, 23:25, 18:25)
109 Min., 0 Zuschauer
MVP: John – J.Tille
beste Scorer: John (23), Röhrs (18), Hoyer (7) – Kaminski (23), Peter (17), van der Ent (13)

IN EIGENER SACHE

Seit 2 Monaten läuft nun unsere Aktion #MeinPlatz, und von Woche zu Woche haben sich mehr Fans ihren virtuellen Platz in der Gellersenhalle gesichert. Diese Unterstützung ist einfach klasse und sucht in der Liga ihresgleichen!!!

Wegen des stetig anhaltenden Interesses und der vermutlich andauernden Geisterspiele haben wir uns entschlossen, die Aktion #MeinPlatz bis zum Jahresende zu verlängern. Ihr habt also weiterhin die Möglichkeit, durch einen „Pappkameraden“, bedruckt mit Eurem Konterfei, einen Standort am Spielfeld zu ergattern und am Gewinnspiel teilzunehmen.

Die mit #MeinPlatz verbundene Verlosung wird nunmehr im Heimspiel am 27. Dezember gegen Frankfurt stattfinden.

APPdate

Wusstest du schon…
…dass wir unsere 3000 Instagram-Follower mit einer Verlosung auf Instagram und in der SVG Fan App feiern?

Ab Samstag habt Ihr die Chance, ein Trikot von LüneHünen-Zuspieler Leon Dervisaj mit Unterschriften des ganzen Teams zu gewinnen! Ihr müsst nur eine kleine Frage beantworten. Schaut einfach ab Samstagabend in die App oder auf unsere Instagram-Seite und sichert Euch die doppelte Gewinn-Chance!