Das Trio Joe Worsley, Jordan Ewert und Pearson Eshenko (v.l.) pausierte beim letzten SVG-Spiel, nun werden wohl alle drei in die Startformation zurückkehren. Foto: Behns

Von Fans beflügelt ins Nordderby

Match gegen Giesen Grizzyls vor gut gefüllten Rängen

Das neue Volleyball-Jahr 2022 beginnt für die SVG Lüneburg äußerst attraktiv: mit dem immer wieder jungen Nord-Derby gegen die TSV Giesen Grizzlys. So ist dieses Heimspiel, bei dem die Sparkasse Lüneburg zum dritten Mal als „Sponsor of the day“ fungiert, auch im Rahmen des derzeit Erlaubten (500 Personen) ausverkauft. Dieses Nachbarschafts-Duell der beiden Bundesliga-Nordclubs am Sonnabend (17.30 Uhr) in der LKH Arena hat damit einen stimmungsvollen Rahmen, der in der immer schwieriger werdenden Corona-Lage nicht mehr selbstverständlich ist.

Die Gäste aus Hildesheims Randgemeinde verzichten schon seit Anfang Dezember freiwillig auf Besucher bei ihren Heimspielen, die Volksbank Arena ist auch viel kleiner und enger, das Abstandsgebot ist viel schwieriger einzuhalten als in der LKH Arena. Und die LüneHünen erlebten gerade in Düren nach längerer Zeit wieder einmal ein Geisterspiel. Beide Teams können sich also nun auf Unterstützung von den Rängen freuen.

Das Thema Pandemie ist aber auch hier allgegenwärtig. Das Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht, auch am Sitzplatz. Das Match läuft nach der 2Gplus-Regel, Besucher müssen also vollständig geimpft oder genesen sein sowie einen aktuellen Test (auch vor Ort möglich) vorweisen – und das ausnahmsweise nicht ab dem 18., sondern schon ab dem 6. Lebensjahr. Denn die regelmäßigen Testungen von Schülern fanden ja zuletzt wegen der Weihnachtsferien nicht statt. Die Test-Vorschrift gilt jedoch nicht für Geboosterte, wird aber für mehr Sicherheit empfohlen.

Kurz vor Weihnachten war für die SVG der Einzug ins Pokalfinale ein Highlight, das immer noch nachhallt – ansonsten aber war die Bundesliga-Ausbeute zuletzt mager. 0:3-Niederlagen gegen Frankfurt und in Düren stehen da zu Buche. Interessante Parallele: Die beiden letzten Gegner der Nordrivalen waren identisch (Frankfurt und Düren) und gegen beide blieben SVG und Giesen ohne Punktgewinn – die Grizzlys erkämpften sich aber im Gegensatz zur SVG beide Male einen Satz.

Sieg sichert Platz 5 der LüneHünen endgültig ab

An Platz 5 der LüneHünen ist zum nahenden Hauptrundenabschluss dennoch nur noch zu rütteln, wenn die beiden restlichen Matches – jetzt gegen Giesen, dann gegen Haching – punktlos beendet werden. Und wer hält das schon für möglich? Letzte Zweifel können nun schon beseitigt werden. Doch Chefcoach Stefan Hübner warnt: „Das wird ein schwieriges Spiel. Giesen hat es zuletzt gut gemacht, das Angriffsspiel läuft wieder. Und sie sind gut und breit aufgestellt, haben genug Möglichkeiten zu wechseln und den Rhythmus zu ändern. Schon das Hinspiel war super intensiv und eng.“

Den ersten Vergleich gewann die SVG 3:1, und tatsächlich kamen bei den Grizzlys beide Zuspieler, alle drei Mittelblocker, beide Diagonale und alle vier Außen zum Einsatz – Außenangreifer Stijn van Tilburg, anfangs auf der Bank, wurde mit 13 Punkten noch zweitbester Scorer. Und auch der spanische Diagonale Renato Colito blieb zu Beginn draußen, um dann noch anständig zu punkten (9). Am meisten aber machten Mittelblocker Magloire Mayaula (14) und Außenangreifer Lorenz Karlitzek (16) zu schaffen. Ob Karlitzek nun dabei ist, ist jedoch fraglich, er fehlte zuletzt wegen Rückenbeschwerden.

Dieses Problem kennen ja auch die LüneHünen. Jannik Pörner fehlt aus diesem Grund weiter. Und auch Tim Stöhr steht deshalb erneut auf der Ausfallliste. Gerade erst stand er ja in Düren mal ein komplettes Match auf dem Feld, und auch sonst hatte Hübner einige Personalrochaden vorgenommen. So hatten Jordan Ewert und der Ex-Giesener Pearson Eshenko ganz sowie Joe Worsley und Arthur Nath zu großen Teilen ausgesetzt. Nun wird die Starting Six mit Sicherheit wieder ganz anders aussehen.

Das Match ist zwar ausverkauft, zu sehen aber auch auf Twitch, im Kanal Spontent (www.twitch.tv/spontent_one) mit Vorberichterstattung ab 16.30 Uhr und ab 17.25 Uhr zudem auf www.sportdeutschland.tv/bouncehousetv

SVG-NEWS in Kürze

Für das Match am 15. Januar gegen Haching gibt es noch Tickets im Online-Vorverkauf, die Veranstaltung läuft wie zuletzt unter der Regel 2Gplus (Ausnahme: Geboosterte, ohne Test). Eine Testung ist weiterhin direkt in der Arena möglich.

Zum Haching-Spiel geht es am schnellsten über folgenden Link: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/43560-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-tsv-haching-muenchen-lkh-arena-lueneburg-am-15-01-2022

NEWS aus der Liga

Eigentlich sollte das Bundesliga-Programm schon kurz nach dem Jahreswechsel mit drei Matches fortgesetzt werden, doch die Pandemie machte einen Strich durch die Rechnung. Erst musste der Auftritt Friedrichshafens bei den Giesen Grizzlys auf einen unbestimmten Termin verschoben werden, weil bei den schon in Hildesheim angereisten Häflern bei den routinemäßigen Corona-Tests mehrere positive Ergebnisse festgestellt wurden. Und inzwischen wurden beim VfB neue Fälle bekannt, sodass auch das Match an diesem Sonnabend gegen KW-Bestensee verlegt werden muss.

Am Mittwoch meldete auch Berlin, dessen Team schon am 20. Dezember wegen mehrerer Fälle in Isolation gegangen und nach 14-tägiger Quarantäne gerade erst wieder wieder im Trainingsbetrieb war, drei neue Fälle. Das Duell gegen Düren wurde daraufhin vorsichtshalber auf kommenden Sonntag verlegt. So blieb letztlich nur ein Wochentagsspiel übrig, in dem Herrsching nach zuletzt fünf Niederlagen 3 Pflicht-Punkte verbuchte:

TSV Haching München – WWK Volleys Herrsching 1:3

(19:25, 23:25, 25:22, 18:25)

97 Min., 130 Zuschauer

MVP: B. Sagstetter – Herr

Beste Scorer: Schumann (14), Petrusic (11), J. Sagstetter (10) – Peter (22), Ilic, Jeanlys (je 13)

NEWS aus der Szene

Diagonalangreifer Georg Grozer fällt mit einer Oberschenkelverletzung mehrere Wochen aus. Der italienische Club des 37-Jährigen, Vero Volley Monza, derzeit Tabellen-5., sieht sich auf dem Transfermarkt nach einem Ersatz um.

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