Nach zwei Heim- nun zwei Auswärtsspiele für die zuletzt so erfolgreichen Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg, und die Voraussetzungen für diese Duelle sind alles andere als ideal: Die sich auftürmenden Hürden sind bei den powervolleys Düren an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) und danach bei den United Volleys RheinMain enorm hoch, dazu erschweren Personalsorgen der SVG die Aufgaben. Doch die letzten Siege haben viel Selbstvertrauen gegeben, sodass der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger schon vor Wochenfrist sagte: „Ich würde mich freuen, wenn wir nun auswärts ähnlich auftreten und den einen oder anderen Punkt mitbringen. Denn grundsätzlich ist in jedem Spiel einiges möglich.“ Das bevorstehende Spiel in Düren, ohnehin schon brisant, bekommt nun noch eine ganz spezielle Note: Ausgerechnet bei den Nordrhein-Westfalen hat sich die SVG mit Oskar Klingner noch einen Neuzugang geangelt. „Ich bin sehr froh, dass das noch geklappt hat. Mit nur zwei Mittelblockern die restliche Saison zu spielen, wäre doch sehr riskant gewesen“, atmet Trainer Stefan Hübner auf, neben den bisher so starken Scott Kevorken und Michel Schlien wieder eine Alternative zu bekommen. „Vor allem auch im Trainingsbetrieb wäre das bei einigen Übungen sehr schwierig geworden.“ Seine alten Verbindungen nach Düren, wo er selbst einst spielte, machten es möglich. So könnte der Zugang sogar schon morgen zum Einsatz kommen, wenn es nötig wird. Bei der SVG ist neben Kruse auch Nico Marks mit seiner Zehen-Entzündung weiter im Krankenstand. Zudem ist noch fraglich, ob und inwieweit Falko Steinke zur Verfügung steht – der errechnete Geburtstermin des ersten Kindes fällt auf dieses Wochenende. Hat aber vielleicht der Gegner einen Nachteil durch die Zusatzbelastung CEV-Cup, wo Düren immerhin am Mittwochabend erst im Viertelfinale in P e r u g i a / Italien ausschied und sich insgesamt sehr gut verkaufte? „Solche Auftritte können auch beflügeln“, gibt Hübner zu bedenken, „und die haben einen so großen und ausgeglichenen Kader, dass sich auch Reisestrapazen kaum auswirken werden.“ Vielmehr schätzt er den Gegner viel stabiler ein als im Hinspiel, das die SVG 3:0 gewann – und im Pokal wenig später ein 3:1 nachlegte. Vor allem der chinesische Zuspieler Shibo Yu und Diagonalangreifer Sebastian Gevert sind inzwischen ein brandgefährliches Gespann. Der SVG-Coach sieht die zwei nun anstehenden Spiele als Paket: „Das sind Auswärtsspiele gegen Gegner, die auf sehr hohem Niveau spielen. Wir aber auch. Es wird wieder sehr wichtig werden, dass unser Aufschlag so druckvoll kommt wie zuletzt – dann schauen wir mal.“