FIVB Bälle

Vier Bewerber für die Männer-WM

Großes Interesse als Ersatz-Ausrichter für Russland

Die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen sind in diesem Jahr die Höhepunkte im Volleyball, der Weltverband FIVB hat für die beiden Mammutveranstaltungen mit je 24 Teams nun erste organisatorische Entscheidungen getroffen.

Bei den Männern waren die Titelkämpfe in Russland im August und September vorgesehen, den Russen wurde aber das Austragungsrecht nach dem Einmarsch in die Ukraine wieder entzogen und ein neues, beschleunigtes Bewerbungsverfahren ausgeschrieben. Dabei wurde auch der Modus etwas verändert, sodass mehrere Länder die Gruppenphase der Veranstaltung ausrichten könnten. Gespielt werden soll zunächst in sechs Pools á vier Teams, von denen 16 in die K.o.-Phase kommen: die beiden Besten jedes Pools sowie die vier besten Dritten. Dann geht es mit dem Achtelfinale weiter.

Wie jetzt auf einem gewöhnlich gut informierten Internet-Portal gemeldet wird, sollen sich Serbien, die Türkei, Polen und Katar für die Ausrichtung der Männer-WM beworben und FIVB-Vertreter Gespräche aufgenommen haben.

Schwere Gruppe für DVV-Frauen bei der WM

Schon weiter sind die Planungen für die Frauen-WM vom 23. September bis 15. Oktober in den Niederlanden und Polen, die zunächst in vier Gruppen á sechs Teams gespielt wird. Bei der Auslosung erwischte Deutschland, 11. der Weltrangliste, einen schweren Pool mit Olympiasieger USA, dem Olympiadritten und Titelverteidiger Serbien sowie Bulgarien, Kanada und Kasachstan. Die ersten Vier kommen weiter.

„Unsere Gruppe C ist die stärkste mit fünf sehr guten Mannschaften – und mit Serbien und den USA zwei absoluten Weltklasseteams, die um den Gruppensieg spielen werden. Kanada, Bulgarien und Deutschland werden die drei Teams sein, die dahinter um das Weiterkommen streiten werden“, sieht der neue Bundestrainer Vital Heynen gleich eine anspruchsvolle Aufgabe auf sich zukommen. Das DVV-Team war bei der letzten WM 2018 Elfter und wird in Arnheim/Niederlande und Lodz/Polen ihren Gruppenspiele bestreiten, ein Spielplan ist aber noch nicht veröffentlicht.

Bundesliga-Spieltag zusammengefasst

Wie zu erwarten war, ist Berlin mit zwei Siegen das erste Team im Playoff-Halbfinale. Friedrichshafen hat einen frühzeitigen K.o. nach der Auftakt-Niederlage gegen Herrsching mit einem 3:0 im Rückspiel abgewendet und die Chance aufs Weiterkommen im dritten, entscheidenden Match am Wochenende. Dabei gab der Brasilianer Daniel Muniz nach seiner Knie-OP vor sechs Wochen ein Comeback.

Düren, obwohl nach Corona bedingter Pause immer noch nicht mit komplettem Kader, stieg mit dem erwarteten Sieg gegen KW-Bestensee – erstmals seit Monaten mit wegen einer Schulterblessur fehlenden Dirk Westphal in der Starting Six – ein und könnte jetzt schon am Donnerstag im zweiten Duell alles klar machen. Heiß wird ebenfalls am Donnerstag das zweite Match zwischen der SVG und Frankfurt nach dem 3:0-Sieg der Hessen zum Start. Tickets dafür gibt es hier: https://tickets.svg-lueneburg.de/produkte/44070-tickets-heimspiel-svg-lueneburg-united-volleys-frankfurt-lkh-arena-lueneburg-am-24-03-2022

Die Viertelfinals im Stenogramm

1. Spiel:

powervolleys Düren – Netzhoppers KW-Bestensee 3:0

(28:26, 25:19, 25:21)

83 Min., 650 Zuschauer

MVP: Gevert – Ratajczak

Scorer: Gevert (20), Röhrs (17), Pettersson (9), Brand (8), Broshog (5), Kocian (2) – Rattray (17), Kaibald (8), Leeson, Chamberlain (je 6), Westphal (5), Mönnich (3)

2. Spiel:

WWK Volleys Herrsching – VfB Friedrichshafen 0:3

(16:25, 20:25, 25:27 – Stand: 1:1)

88 Min., 2200 Zuschauer (in München)

MVP: Peter – Aganits

Scorer: Peter (13), Ilic (9), van der Ent, Kaminski (je 8), Mantha (5), Ferragut, Schumann (je 3), Ferch, Herr (je 2) – Cacic (15), Hirsch (10), Vicentin (9), van Berkel (8), Aganits (7), Vincic (3), Maase (2)

3. Spiel:

TSV Giesen Grizzlys – Berlin Recycling Volleys 1:3

(25:22, 14:25, 21:25, 11:25 – Stand: 0:2, Berlin weiter)

102 Min., 1457 Zuschauer

MVP: Karlitzek – Sotola

Scorer: van Tilburg (17), Karlitzek (14), Seybering (8), Schippmann (4), Mayaula, Röling, Sauss (je 2), Bödder (1) – Sotola (22), Schott (14), Jendryk, Kessel (je 11), Mote (10), Carle (6), Grankin (3)

NEWS aus der Szene

Der MTV Allianz Stuttgart hat sich zum 4. Mal in seiner Vereinsgeschichte den DVV-Pokal der Frauen gesichert, gewann das Finale in Wiesbaden vor 1128 Zuschauern klar mit 3:0 (25:17, 25:15, 25:15) gegen den noch gerade erst aus einer Corona-Pause kommenden, gehandicapten Dresdner SC. Die Stuttgarterinnen wollen nun an diesem Dienstag im Rückspiel des CEV Cups gegen Dynavit Istanbul noch das 1:3 aus dem Hinspiel umdrehen und im Golden Set den nächsten Pokal gewinnen.

Benfica Lissabon wurde zum 19. Mal Pokalsieger Portugals durch ein 3:1 gegen AJF Bastardo (Azoren).

Die Organisatoren der European Championships vom 11. bis 21. August in München haben Sportler/-innen aus Russland und Belarus von der Veranstaltung ausgeschlossen – eine Konsequenz der russischen Invasion in die Ukraine. Bei dieser Multisport-Veranstaltung werden EM-Titel in neun Sportarten, u.a. auch Beachvolleyball, vergeben.

Beach-NEWS

Jeweils 9. wurden die deutschen Duos Karla Borger/Julia Sude, Sarah Schulz/Chantal Laboureur und Cinja Tillmann/Svenja Müller beim Challenge-Turnier im mexikanischen Tlaxcala, dem Auftakt der neuen „World Beach Pro Tour“ mit einer Veranstaltung der zweithöchsten Kategorie. Robin Sowa/Lukas Pfretzschner schieden in der Qualifikation aus. Ebenfalls in Mexiko, in Rosarito, schließt sich ab Donnerstag ein Turnier der höchsten Kategorie Elite 16 an.

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