Zwei Spiele galt es für die SVG Lüneburg am vergangenen Wochenende in Berlin zu gestalten. Die Aufgaben hätten unterschiedlicher nicht sein können. Zunächst galt es sich bestmöglich gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys zu verkaufen und am Sonntag gegen die Juniorennationalmannschaft drei Punkte einzufahren. Beide Aufgaben hat die SVG Lüneburg erwartungsgemäß gelöst. Durch die Niederlage der Netzhoppers Königswusterhausen beim VFB Friedrichshafen klertterten die Lüneburger auf Platz fünf. Somit kommt es in der nächsten Woche in der Gellersenhalle zum direkten Duell mit dem Tabellennachbarn TV Ingersoll Bühl (6.).

SVG verkauft sich vor den Augen Thomas Tuchels gegen Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys teuer

Besser als erwartet, aber am Ende blieb auch nichts zählbares für die SVG Lüneburg. So lässt sich die mutige Leistung der SVG Lüneburg beim Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys am Samstagabend zusammenfassen. Mit 0:3 (20:25;22:25;20:25) unterlagen die Lüneburger vor 3200 Zuschauern in der Max-Schmeling Halle. Als bester Spieler wurden bei der SVG Libero Erik Mattson und bei den Berlin Recycling Volleys Nationalspieler und Zuspieler Sebastian Kühner ausgezeichnet. Als besonderer Gast war der pausierende Bundesligatrainer Thomas Tuchel in der Max-Schmeling-Halle zu Gast.

Zu Beginn des Spiels begann die SVG zunächst mutig und konnte mit sehr gutem Aufschlagsspiel immer wieder Wirkungstreffer in der Berliner Annahme erzielen. Folgerichtig führte die SVG 8:5 und 16:13. Doch die BR Volleys wären nicht die Topmannschaft der Republik, wenn sie nicht genau im richtigen zur Aufholjagd ansetzen könnten. Und so musste die SVG, die überraschend Eugenio Dolfo als Zuspieler für Carlos Mora Sabaté in der Startformation aufbot, sich nach einem durchaus spannenden und ansehnlichen ersten Satz mit 20:25 geschlagen geben.

Ein ähnliches Bild dann im zweiten Satz. Bis zum 14:16 hielt die SVG mit, doch dann war es Robert Kromm, der mit starken Sprungaufschlägen die BR Volleys mit 21:16 in Front brachte. Wer jetzt aber dachte die SVG würde sich aufgeben, der irrte. Punkt für Punkt holten die Mannen der SVG um Top-Scorer Tijmen Laane (14 Punkte) auf. Dabei zeigten insbesondere Mittelblocker Scott Kevorken und Falko Steinke phasenweise sehr sehenswerte Angriffe und eine sehr positive Entwicklung. “Einen Spieler heute hier herauszuheben wäre aber falsch. Alle die zum Einsatz gekommen sind, haben entsprechend ihrer Fähigkeiten eine richtige Top-Leistung gezeigt”, war SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg zufrieden. Bei der SVG sind auf Grund der Doppelbelastung mit zwei Spielen in zwei Tagen zudem alle Spieler zum Einsatz gekommen.

Berlin Recycling Volleys waren immer in der Lage etwas zuzusetzen

So war es dann für alle Beteiligten zu verschmerzen, dass der dritte Satz nach einem 10:16 Rückstand kaum noch zu gewinnen war. Aber auch in dieser Phase zeigte sich die Moral der Lüneburger, die sich wieder bis auf drei Punkte herankämpften. Doch in dieser Phase zeigte sich auch einmal mehr die große Qualität der BR Volleys, die genau im richtigen Moment die wichtigen Punkte machten. “Das ist eine tolle Mannschaft, die sehr eingespielt ist. Die Berliner wissen ganz genau, wann sie noch etwas drauflegen müssen und können das dann auch abrufen”, sagte Co-Trainer Bernd Schlesinger anerkennend zur Leistung der SVG. “Das war ein gutes Spiel auf einem für uns ungewohnt hohen Niveau. Umso mehr freuen wir uns jetzt, wenn das nächste Topteam mit Bühl in die Gellersenhalle kommt”, blickte SVG Mittelblocker und Kapitän Scott Kevorken bereits voraus. Für Kevorken war es dabei ein besonderes Spiel, saß doch der Scout der US-Nationalmannschaft Anton Willert im Publikum.

DANKESCHÖN an 70 Fans, welche uns in jeder Minute frenetisch unterstüzt haben. Einfach klasse! 🙂

VC Olympia chancenlos gegen die SVG

Gegen den VC Olympia Berlin zeigte die SVG am Sonntag dann eine ganz starke Leistung. Gegen die Youngster, die bereits vier Punkte in der Liga holten erspielten sich die Lüneburger in allen drei Sätzen früh Führungen und bauten diese jeweils zur Satzmitte aus (1.Satz: 16:7 ; 2. Satz: 16:8 ; 3. Satz: 16:12). Mit einer überragenden Angriffsquote von 79 % war dabei dieses Mal Falko Steinke Topscorer mit 16 Punkten. „Wir sind diese Aufgabe heute mit der richtigen Einstellung angegangen und haben verdient die drei Punkte nach Lüneburg geholt. Tabellenfünfter nach neun Spieltage, wir sind alle richtig begeistert von unseren Jungs“, sagte SVG Manager Andreas Bahlburg. Gegen den VCO Berlin weisen dabei alle Spieler positvie Angriffswerte aus. Ein somit insgesamt gelungenes Berlin Wochenende.

Die kommenden Spiele der SVG im Überblick:

6.12.14 um 20 Uhr: SVG vs. TV Ingersoll Bühl | VBL

10.12.14 um 19.30 Uhr: Cloud and Heat Dresden vs. SVG | DVV Pokal Viertelfinale

14.12.14 um 18:00 Uhr: VFB Friedrichshafen vs. SVG | VBL

20.12.14 um 19:30 Uhr: CV Mitteldeutschland vs. SVG | VBL