Mit einer überragenden Mannschaftsleistung hat die SVG hochverdient den deutschen Meister Berlin Recycling Volleys in der heimischen Gellersenhölle mit 3:1 geschlagen. Auch der kurzfristige verletzungsbedingte Ausfall von Cody Kessel beunruhigte SVG-Trainer Stefan Hühner nicht. „Die Mannschaft hat die Woche über gut trainiert und ich wusste, dass wir mit Mads Mollgaard einen guten Ersatz aufstellen können. Er spielt clever und hat gezeigt, dass er auch auf höchstem Niveau bestehen kann“, sagte Hübner nach dem Spiel.

Ausgeglichen ging es in den ersten Satz. Mit zwei Blocks zum 10:8 bebte die Festung der Gellersenhölle zum ersten Mal. Blocks gegen und Annahmefehler von Nationalspieler Robert Kromm in Reihen der Berliner brachten die SVG in Führung (16:14). Besonders Eric Fitterer (26 Punkte) und Matthias Pompe (13 Punkte) waren es, die immer wieder über außen die Angriffe erfolgreich abschlossen. Zwei Berliner Auszeiten konnten den Satz nicht mehr wenden. Mit einem Zuschauerbeben ging der erste Satz an die LüneHünen (25:19)

Auch der zweite Satz stand ganz im Zeichen der SVG. In keiner Phase kam der deutsche Meister ins Spiel. Über 8:6 und 11:8 zündete das Danish Dynamit Mads Mollegaard. Nach einem erfolgreichen 1er-Block von Michel Schlien wechselte Rcycling-Coach Roberto Serniotti und versuchte es mit dem „Steven-Marshall-Plan“ – vergeblich. In der brodelnden Stimmung der Gellersenhölle hatte Berlin nichts mehr zuzusetzen. Ungefährdet ging der Satz mit 25:16 an die SVG.

Berlin schien auch im dritten Durchgang zunächst kein Mittel gegen die LüneHünen zu haben. Immer wieder mussten die Gäste einem Rückstand hinterher laufen. Die Hauptstädter kämpften sich immer wieder in die Partie zurück, hielten dagegen und gingen mit 21:20 in Führung. Der Spielfluss der SVG war unterbrochen, Berlin bekam Oberwasser und der 2,15-Meter-Riese Kromm versenkte fast aus dem Stand den ersten Satzball zum 1:2 (20:25) für Berlin.

 

Der Satzverlust war aber mehr Ansporn als dass er die Lüneburger schockte. Wie Trainer Hübner nach dem Spiel resümierte: „Die Jungs sind wie ein unaufhaltsamer Zug, der sich durch nichts aufhalten ließ, durch das Spiel gezogen.“ Unbeirrt dominierten sie die Gäste aus Berlin und zogen um Punkt um Punkt davon (8:5; 14:8) Eines der spektakulären Highlights war der von Matthias Pompe mit links versenkte Punkt zum 16:8. Vielleicht der Punkt, der den Rcycling-Volleyball-Express vollends zum entgleisen brachte. Unter Führung ihres MVP Adam Kocian strebten die LüneHünen souverän dem ersten Matchball entgegen und machten schlussendlich den Sack den Meister zu. Co-Trainer Bernd Schlesinger brachte die überragende Leistung der SVG auf den Punkt: „Ich kann mich nicht erinnern, ein Spiel unserer Mannschaft auf so hohem Niveau mit so wenig Fehlern gesehen zu haben.“