Der Hallenboden dürfte noch von der packenden Begegnung am vergangenen Wochenende gegen die United Volleys nachglühen, wenn sich der Branchenprimus der Volleyball-Bundesliga in der Gellersenhölle vorstellt: die Berlin Recycling Volleys.
Fulminat zum Saisonstart aufspielend dauerte es bis zum siebten Spieltag, bis das Topteam der Liga überhaupt erst einmal einen Satz abgab (gegen Düren). Zum Hinrundenfinale am zehnten Spieltag ging der Mannschaft von Coach Roberto Serniotti dann zum ersten Mal die Luft aus: Zuhause gab es eine 0:3-Schlappe gegen den Hauptkonkurrenten um die Meisterschaft, den VfB Friedrichshafen.

Wie heißt es in der „Hölle“ werden kann, haben die Berliner sicher noch aus der vergangenen Saison 2015/16 in Erinnerung. Im März unterlagen sie unseren LüneHünen in einer packenden Begegnung mit 2:3. „Einfach genial!“ befand Steven Marshall, damals noch in den Reihen der SVG. Im Sommer wechselte er zu den Recycling Volleys in die Hauptstadt. „Wenn es gegen den ehemaligen Verein geht, ist man immer ganz besonders motiviert“, gab der Kanadier schon vor dem Hinspiel zum Besten. Damals war die Saison jung und das Team von Stefan Hübner befand sich noch im Aufbau, das 0:3 kam daher nicht überraschend.

Heute sind die Karten anders gemischt. „Wir werden versuchen, gegen Berlin an die Leistung der beiden Gewinnsätze gegen Frankfurt anzuknüpfen“, prophezeit Hübner den Berlinern einen heißen Tanz. Co-Trainer Bernd Schlesinger ist die Vorfreude auf die Top-Begegnung im Januar schon anzumerken. „Ich freue mich wahnsinnig auf diese Spiele“, sagt er und ergänzt: „Gegen die United Volleys hat schon vieles gepasst, so kann das weiter gehen. Mit solchen Leistungen kommen wir unseren Zielen immer näher.“
Ein Ziel, für das die Zuschauer die Gellersenhalle wieder zu einem Tollhaus werden lassen müssen. „Ganz besonders in den Phasen des Spiels, wo es mal nicht so glatt läuft und der Gegner vielleicht mal die Oberhand gewinnt, brauchen wir die Zuschauer. Sie sind der siebte Mann am Spielfeldrand, der aus unseren Team die letzten Körner kitzelt, damit das Spiel für den Gegner zum höllischen Erlebnis wird“, bindet Stefan Hübner die „Gellersenhölle“ in sein taktisches Konzept ein, um gegen Berlin nicht nur gut zu spielen, sondern auch zu punkten.