Volle Ränge, gute Stimmung in der Gellersenhalle

Drittligist ärgert Frankfurt beim 0:3 lange

Mit viel Entschlossenheit und Herz spielte die erstmals in die Hauptrunde des DVV-Pokals vorgedrungene SVG Lüneburg II ihre Außenseiterrolle gegen die United Volleys Frankfurt, am Ende setzte sich dann zwar der zwei Klassen höher spielende Erstligist mit 3:0 (25:23, 25:23, 25:13) durch, musste dabei aber mehr von seinem Leistungsvermögen abrufen, als vorher zu erwarten war.

„Schade, ein bisschen mehr war drin. Einen Satz hätten wir verdient gehabt“, sprach am Ende Kapitän René Bahlburg nicht nur den Mannschaftskameraden sondern auch den begeisterten Zuschauern aus der Seele. 400 Fans entfachten in der Gellersenhalle eine Höllenstimmung wie sonst bei Bundesliga-Spielen – oder wie tags zuvor beim Match der 1. Mannschaft. Diese war, wie schon im Halbfinale, nahezu komplett zur lautstarken Unterstützung an den Klatschpappen vertreten, dazu Cheftrainer Stefan Hüber, der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger und Teile des Staffs, die meisten mit Anhang. Was für ein Zusammenhalt in diesem Verein !

Höllenstimmung pusht den Außenseiter

Sie alle sahen eine starke Vorstellung der SVG II, und das nur etwas mehr als 24 Stunden nach einem 3:0 (25:20, 25:17, 25:14) in der 3. Liga West gegen den TSC Gievenbeck, mit dem Bahlburg & Co. ihre Tabellenführung verteidigten. Nach der erledigten Pflicht saugten sie in der Kür gegen Frankfurt die Atmosphäre und Unterstützung in der Halle förmlich auf, hatte sichtlich Spaß und sorgten für Spaß.

Aus einer ersten 3:1-Führung machten die Gäste zwar ein 12:16, doch die SVG gab nicht auf, kam immer mehr in lange Ballwechsel und gute Aktionen und hatte beim 19:18 mit einem Ass von Patrick Kruse den Spieß umgedreht. Nach dem 23:22 von Matthias Pompe – bester Scorer (10 Punkte) und am Ende MVP – sah es nach der ersten Überraschung aus, doch drei leichte Eigenfehler kosteten den möglichen Satzgewinn.

In Durchgang zwei wurde aus einem 8:7 in der ersten technischen Auszeit ein 10:13, aber auch wieder eine 16:14-Führung nach einer starken Aufschlagserie von Jan Sevecke (darunter ein Ass). United drehte den Spieß wieder um, führte aber immer nur knapp, und beim 23:24 lag erneut ein Satzgewinn des Außenseiters in der Luft. In Abschnitt drei aber gingen Kraft und Moral zur Neige, als aus einem 5:5 ein 5:9 wurde.

Trainer Daniel Prade wechselte nun munter durch und gab damit allen Spielern seines Spieltag-Kaders die Gelegenheit, an diesem wohl lange in Erinnerung bleibenden Ereignis teilzuhaben und es auf dem Feld zu genießen. „Ich bin total stolz, das war ein super Auftritt meiner Mannschaft. Die sensationelle Kulisse hat die Jungs auch enorm gepusht,“ strahlte auch der Coach.

Die SVG II spielte mit: Gerken, Köhler, Tennert, Pompe, Bahlburg, Kruse, Langschwager; eingewechselt: Schwarmann, Sevecke, Crespo Pons, Mohwinkel, Wolf.