Am Samstagabend verlor die SVG Lüneburg mit 2:3 (25:22;18:25;26:24;18:25;12:15) gegen den Vorjahresdritten TV Ingersoll Bühl.

Auch im fünften Saisonspiel war die Gellersenhalle mit 800 Zuschauern wieder einmal restlos ausverkauft. Und diejenigen die ein Ticket ergattern konnten, sahen eine fast perfekte Volleyball-Gala der SVG. Nach vier Sätzen mit allen Höhen und Tiefen die ein Volleyballspiel aufbieten kann musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Und da sah es zunächst nicht gut aus. Mit 2:6 ging die SVG bereits früh in Rückstand, nachdem Bühls MVP Angel Trinidad de Haro die SVG mit seinen harten und sehr platzierten Sprungaufschlägen unter Druck gesetzt hatte.

Eben diese Aufschläge stellten die SVG über die gesamte Spielzeit vor große Probleme. Einen Beleg dafür zeigt die Spielstatistik. Neun direkte Aufschlagpunkte erzielte Trinidad. „So starke Aufschläge haben wir hier in der Gellersenhalle noch nicht gesehen. Insbesondere die Aufschläge haben heute den Unterschied ausgemacht“, musste auch SVG Trainer Stefan Hübner die Leistung des Spaniers und seiner Teamkollegen anerkennen. Insgesamt erzielte Trinidad 15 Punkte. Für einen Zuspieler ein aussergewöhnlich hoher Wert.

Doch die SVG setzte dem Bühler Aufschlagspiel Moral und Kampfgeist entgegen. Beim Stand von 9:8 gelang es den Lüneburgern dann sogar sich eine Führung zu erspielen. Doch die Bühler ließen sich nicht beirren und wussten in den entscheidenden Momenten zu überzeugen. „Mit dem Punkt gegen Bühl können wir sehr gut leben und hätten so einen Erfolg vor der Saison nie für möglich gehalten“, sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg.

Und so feierten die SVG-Fans die „Lüne-Hünen“ nach dem Spiel mit stehenden Ovationen. Ob es das letzte Heimspiel im Jahr 2014 war, werden die kommenden Tage zeigen. Zum einen ist es davon abhängig, ob die SVG im Pokalviertelfinale bei Dresden überhaupt antreten muss und ob die SVG bei einem Halbfinaleinzug ein Heimspiel zugelost bekommen würde. Mit der Entscheidung über die Austragung des Pokalspiels in Dresden wird im Verlauf des Montags gerechnet. Die Dresdner haben sich auf Grund eines internen Machtkampfes momentan in der Liga ins Abseits gespielt. Die Folge: Ein möglicher Lizenzentzug