Spitzenreiter bleibt der Gejagte
Nun versucht Düren die SVG ins Stolpern zu bringen
Diese Herausforderung hat die SVG Lüneburg mit Bravour gemeistert. Von der Euphorie des Champions-League-Triumphes gegen Rzeszow aufs Tagesgeschäft Bundesliga umzuschalten und die hohe Auswärtshürde beim Verfolger VfB Friedrichshafen mit drei Punkten zu nehmen, war gewiss nicht einfach. Und das prompt anstehende nächste Match wird keinen Deut leichter: An diesem Mittwoch (19 Uhr) gastieren die SWD powervolleys Düren, als Dritter zwei Punkte zurück, in der LKH Arena und versuchen, den Spitzenreiter zu stürzen.
Im Heimspiel am Mittwoch erneut voll gefordert
Die zweite Saisonniederlage der SVG gegen Berlin vor einer Woche hatte keine Nachwirkungen, nun soll noch die erste Niederlage in Düren im November ausgebügelt werden. Schon nach dem 1:3 gegen die Hauptstädter hatte Chefcoach Stefan Hübner einen Aufwärtstrend in einer holprigen Phase mit unnötigen Punktverlusten gesehen. „Wir können weiter mit Selbstvertrauen auftreten, haben uns bei der Entwicklung der Mannschaft viel erarbeitet, an das wir weiter glauben können“, lautete damals seine Maxime, die seine Schützlinge jetzt am Bodensee beherzigten.
Auch dort unterstrich der Trainer im Vorab-Interview beim Streaming-Sender Dyn: „Die Mannschaft ist wieder auf einem sehr guten Weg.“ Und darauf angesprochen, dass nun der Verlust der Tabellenspitze drohe, blieb Hübner gelassen: „Jeder möchte gerne oben stehen. Es ist schön da, keine Frage. Wichtig ist aber, was dann in den Playoffs passiert.“ Das dann folgende 3:1 war auch ein Zeichen an die Konkurrenz, besonders an der Spree: So leicht lassen wir uns Platz eins nicht streitig machen. Zwar war noch längst nicht wieder alles Gold, was glänzte, Stichwort: leichte Eigenfehler. Aber zumindest wurde deutlich, dass die LüneHünen gut mit Rückschlägen umgehen können, die Enttäuschung aus dem Berlin-Spiel verarbeitet haben und auch den desaströsen ersten Satz am Bodensee (16:25) locker wegsteckten.
Und es zeigte sich auch wieder einmal, dass von der Bank jederzeit wertvolle, neue Impulse kommen können. Dieses Mal im Diagonalangriff. Chris Byam, im dritten Satz beim Stand von 7:6 für die Häfler eingewechselt, machte in der Restspielzeit fast ebenso viele Punkte (8) wie zuvor Axel Enlund (9). Solche Wechsel-Optionen sind aber auch eine Stärke des kommenden Gegners Düren. Am Wochenende drohte den Nordrhein-Westfalen noch ein erheblicher Rückschlag im Heimspiel gegen Giesen (3:2). Düren lag 1:2 zurück, rettete sich dann mit personellen Änderungen (insgesamt vier) und einem 32:30 nach dem neunten Satzball in den Tiebreak.
Auch Düren mit guten Wechsel-Optionen
Im Zuspiel hatte bereits im Verlauf des dritten Satzes Gregor Pernus im Zuspiel seinen Konkurrenten Joris Berkhout abgelöst und trumpfte danach so überzeugend auf, dass er noch zum MVP gewählt wurde. Und im Außenangriff bekam der eigentlich starke Robin Baghdady im vierten Satz eine Pause. Für ihn kam Zac Hutcheson und gab dem Match noch die entscheidende Wende mit zehn Punkten bei einer Erfolgsquote von 91 Prozent. Baghdady kehrte im Tiebreak für Ryan Poole zurück und erhöhte sein Punktekonto noch auf 25 (56 %).
Topscorer war aber Diagonalangreifer Jordan Canham mit 27 Punkten (52 %) inklusive je drei Blocks und Assen. Der kanadische Nationalspieler war auch im Hinspiel beim Dürener 3:0 der beste Punktesammler (18 bei 60 %), ein Ergebnis, dass die Westdeutschen nun zu gerne wiederholen möchten, um in der Spitzengruppe am Ball zu bleiben. Beim 3:0 im Pokal-Halbfinale hatte ihn die SVG dann aber im Griff (12). Ein Triumph, der die LüneHünen und ihre Fans weiterhin dem Monatsende auf der „Road to Mannheim“ dem Endspiel entgegenfiebern lässt.
(hre)
Rund ums Spiel:
Tickets: Für das Spiel gibt es noch Stehplatztickets im Ticket-Onlineshop.
Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Sho Takahashi und Cole Young Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).
Spieltagsflyer: Am Spieltag findet ihr im digitalen Spieltagsheft „Crunchtime“ wieder alle Infos rund ums Spiel – diesmal mit einem Porträt von Neo Laumann. Schaut also gern am Mittwoch in der Rubrik „Spieltagsflyer & Saisonheft“ der SVG-Website vorbei. Dort findet ihr übrigens auch die bisherigen Ausgaben.