Im Pokal läuft es für die SVG, in der Liga eigentlich auch. Eigentlich, da die SVG mit zwei Siegen aus sechs Spielen scheinbar einen durchwachsenen Start erlebte. Aber eben auch keinen unerwarteten. „Die Liga ist enger zusammengerückt, dass wussten wir vor der Saison und das macht es in diesem Jahr noch spannender“, sagt SVG Trainer Stefan Hübner. Und so belegt die SVG momentan Platz sieben, wobei jedoch einige davor platzierte Teams ein Spiel mehr absolviert haben. „Wichtig ist auch, wir haben noch keinmal 0:3 verloren. Auch nicht gegen die Topteams aus Frankfurt und Friedrichshafen“, sagt Andreas Bahlburg. „Aber wir stehen jetzt vor richtungsweisenden Wochen bis Weihnachten, danach können wir uns etwas besser einordnen“, so Bahlburg.

Mit den richtungsweisenden Wochen meint Bahlburg zunächst einmal das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Netzhoppers Königswusterhausen und das anschließende Auswärtsspiel beim Tabellenletzten CV Mitteldeutschland, ehe dann vor Weihnachten noch der drittletzte Rottenburg in der Gellersenhalle gastiert. „An diesem Program sieht man schon, wir haben uns eine gute Ausgangsposition in der Tabelle erspielt. Wenn wir in diesen spielen gute Leistungen zeigen, können wir uns eine super Position für die Rückrunde herausarbeiten“, so Bahlburg. Und zudem findet am 12. Dezember noch das Pokalhalbfinale beim Viertletzten TV Ingersoll Bühl statt. „Das klammere ich aber bewusst aus. Mit dem Erreichen des Pokalfinals steht und fällt bei uns keine Saison. Aber: Wir wollen in das Finale. Jeder der im Halbfinale steht möchte dann auch den letzten Schritt machen“, sagt Andreas Bahlburg.

Doch zunächst gilt der Fokus dem nächsten Heimspiel und da heißt der Gegner Netzhoppers Königswusterhausen. „Und da haben wir uns im letzten Jahr sehr schwer getan“, erinnert sich SVG Kapitän Scott Kevorken. In der Tat verlor die SVG das Hinspiel in der Gellersenhalle und konnte im Rückspiel nach einem 0:2 Rückstand noch mit einer Kraftleistung einen 3:2 Sieg feiern. Die Netzhoppers haben zudem den Kern der Mannschaft aus der Vorsaison behalten. Star des Teams ist seit vielen Jahren Zuspieler Manuel Rieke. „Der hat ein unglaubliches Gefühl und ist sehr schwer zu lesen. Doch unser Kader ist breiter aufgestellt, als im letzten Jahr und die Netzhoppers haben Druck, wenn sie den Anschluss an die Playoff-Plätze nicht verlieren möchten“, sagt Kevorken.

Alle SVG Fans dürfen sich auf ein spannendes Spiel freuen, mit einer SVG die zwar weiterhin auf Diagonalangreifer Falko Steinke verzichten muss, aber ansonsten aus dem vollen Schöpfen kann.