Im Kellerduell mussten sich die 1. Damen der SVG Lüneburg am Samstag vor
eigener Kulisse mit dem Team von TV Jahn Walsrode messen. Gegen die
bisher sieglosen Gäste waren drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt
Pflicht. Leider mussten die Hausherrinen auf ihre Außenangreiferin
Britta Hähl verzichten, die mit einem Meniskusriss voraussichtlich bis
zum Saisonende ausfällt. Den verbleibenden elf Spielerinnen war jedoch anzumerken, dass ihnen die
Bedeutung des Spiels bewusst war. Anfangs spürte man noch eine gewisse
Nervosität, aber stellten die Hausherrinnen im Laufe der Partie schnell
ab. Mit druckvollem Angriffsspiel ließen sie Walsrode keine Möglichkeit
zur Entfaltung und gewannen den ersten Satz ungefährdet mit 25:15.
Der zweite Satz begann dann unnötig zerfahren. Viele Annahmefehler und
kleine Unkonzentriertheiten becherten Walsrode gleich zu Anfang einen
fünf Punkte-Vorsprung, dem man hinter her laufen musste. Mit
fortschreitendem Satzverlauf kehrte die Sicherheit aber wieder zurück
und speziell Jelka Göbel zeigte wieder mal, wie wertvoll sie auf ihrer
neuen Position als Außenangreiferin geworden ist. Im Zweifelsfall fand
die ebenfalls gut aufgelegte Zuspielerin Beatrice Drengwitz in Jelka
Göbel einen zuverlässigen Abnehmer für ihre Pässe.
So gelang es den Lüneburgerinnen , den Rückstand wett zu machen und die
Spielkontrolle wieder zu übernehmen. Mit 25:21 ging schließlich auch
dieser Satz nach Lüneburg.
In Satz drei machten die Damen schnell klar, dass sie jetzt nichts mehr
anbrennen lassen. Konzentriert und druckvoll erarbeiteten sie sich einen
komfortablen Vorsprung von 13 Punkten. Beim Stand von 21:8 wollten sie
ihrem Trainer aber wenigstens noch mal ein klein wenig Aufregung
verschaffen und gaben gleich acht Punkte in Folge ab. In dieser Phase
agierten die Lüneburgerinnen plötzlich unerklärlicherweise
überängstlich. Schließlich wurde aber auch dieser Bann wieder gebrochen
und Satz drei ebenfalls souverän mit 25:19 gewonnen.
 
Im Anschluss mussten die Damen dann im extremen Gegensatz gegen den
Tabellenersten MTV Herzberg antreten. Leider fielen für dieses Spiel
dann auch noch Beatrice Drengwitz und Diagonalangreiferin Nina Weckwerth
verletzt aus.
 
Unter dem Strich lässt sich das Spiel dann auch mit wenigen Worten
zusammen fassen. Mit der Erleichterung über so wichtigen Pflichtsieg war
anscheinend die Luft irgendwie raus. Herzberg war eindeutig eine Klasse
besser und zeigte, dass sie zu Recht die Tabelle anführen. Lüneburg
wirkte leider über weite Strecken zerfahren und fand einfach keinen
Rhythmus. So gewann Herzberg klar und deutlich mit 3:0.