Am Samstag mussten die Lüneburger Damen im Kampf gegen den Abstieg beim Abstiegskonkurrenten Team Schaumburg antreten. Mit einem Sieg hätten sich die Lüneburgerinnen eine komfortable Ausgangssituation für die Endphase der Saison erarbeiten können – vier Punkte Vorsprung hatte man zu diesem Zeitpunkt auf den Verfolger – diese galt es zu sichern.

Leider häuften sich im Vorfeld der Begegnung die Hiobsbotschaften: Verletzungen, berufliche Verpflichtungen und nicht zu Letzt auch eine Erkältungswelle ließen den Kader am Vortag kläglich schrumpfen. Samstag begaben sich dann doch drei, noch von der Grippe geschwächte Spielerinnen mit auf die Reise – als voll einsatzfähig konnte man sie jedoch nicht beschreiben.
 
Leider gelang es den Lüneburger Damen dann nicht, an die zuletzt so starken Auftritte anzuknüpfen. Insgesamt war das Spiel auf beiden Seiten sehr von Nervosität geprägt, wobei Lüneburg jedoch zunächst den besseren Start erwischte und den ersten Satz weitestgehend souverän beherrschte. Mit 25:17 konnten die Damen diesen deutlich für sich entscheiden.
 
Auch im zweiten Satz begann Lüneburg dann souveräner als die Hausherrinnen vom Team Schaumburg und erarbeitete sich einen entsprechenden Vorsprung. Kurz vor Satzende beim Stand von 21:18 für Lüneburg kam es zu einer unnötig langen Diskussion der Schaumburgerinnen mit dem Schiedsgericht, die sich über eine vermeintliche Regelverletzung beschwerten. Leider verloren die Lüneburger Damen durch diese Aktion komplett die Spannung und ließen sich aus dem Konzept bringen und damit erneut die Butter vom Brot nehmen. Der Satz ging im Anschluss mit 22:25 verloren.
 
Der dritte Satz lief dann entsprechend völlig aus dem Ruder, auf Lüneburger Seite gelang fast gar nichts mehr – Krankheitsschwäche und fehlendes Selbstvertrauen verschuldeten zu Recht den Satzverlust. Mit 16:25 ging dieser ungefährdet an Schaumburg.
 
Im vierten Satz bäumten sich die Gäste aus der Hansestadt noch einmal auf, waren lange Zeit die bessere Mannschaft und es schien so, als könnten sie das Heft noch einmal in die Hand nehmen. Aber zum Ende des Satzes machte sich plötzlich eine unerklärliche Angst breit. Trotz komfortablem Vorsprung war auf dem Feld plötzlich nur noch Chaos vor zu finden. Den Lüneburger Damen gelang in den letzten fünf Spielzügen nicht eine einzige vernünftige Aktion und so hatten die Lüneburgerinnen mit 23:25 wieder das Nachsehen.
 
Das war eine sehr bittere Niederlage in einem dieser berühmt-berüchtigten Sechs-Punkte-Spiele. Die Lüneburgerinnen waren von Ihren spielerischen Möglichkeiten weit entfernt und hatten trotz dessen mehrfach die Chance, diese Begegnung für sich zu entscheiden. Umso schmerzhafter war es, dass man am Ende ohne Punkte nach Hause fuhr.
 
Lüneburg rutscht damit auf einen Abstiegsplatz ab, liegt nun einen Punkt hinter dem Abstiegskonkurrenten Team Schaumburg, die jedoch ein Spiel mehr bestritten haben. Noch ist also ein Klassenerhalt aus eigener Kraft möglich, doch dafür müssen sich die Lüneburger Damen in den letzten drei Spielen jedoch wieder an ihre Stärken erinnern, denn die nächsten Gegner kommen alle aus der oberen Tabellenhälfte.