
LüneHünen sind heiß auf die nächsten Feierlichkeiten
Nach DVV-Pokal gibt es noch mehr zu gewinnen …
Vom Feier-Modus zurück in den Normalbetrieb – wobei ein Viertelfinale im CEV Cup ja auch nicht gerade die Normalität ist. An diesem Mittwoch, 19 Uhr, gastiert im Hinspiel des zweithöchsten europäischen Vereins-Wettbewerbs der französische Vizemeister Alterna Stade Poitevin Volley-Ball in der LKH Arena. Dann gilt für den frisch gebackenen deutschen Pokalgewinner SVG Lüneburg, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel sechs Tage später zu verschaffen.
Nach dem ersten großen Titel der immer noch jungen Vereinsgeschichte haben die LüneHünen inklusive Staff gezeigt, dass sie auch feiern können. Sie haben es krachen lassen, haben aber nicht über die Stränge geschlagen, sondern sind angesichts der nächsten Aufgaben professionell und verantwortungsvoll mit der Situation umgegangen. Am Montag standen schon wieder zwei Trainingseinheiten an, die erste bereits um 9 Uhr morgens. Alles aber noch mit angezogener Handbremse, wie Chefcoach Stefan Hübner berichtet: „Das ist schon eine besondere Situation, ich habe auch keine Erfahrungen darin. Man muss versuchen zu erspüren, wie viel man schon wieder machen kann, muss den Jungs tief in die Augen gucken, so vielleicht ein Gefühl für die Situation entwickeln.“
Business as usual war der Montag ohnehin nicht, weil noch kurzfristig ein Fernsehteam für einen Nach-Stimmungsbericht anrückte. Ganz den Triumph ausblenden ging also noch nicht. „Vor allem ging es erst einmal um Regeneration, um gut essen und gut schlafen. Das Finale ist schon noch präsent – und wird es auch noch bleiben. Es wäre ja schlimm, wenn das so schnell vergessen wäre. Damit jetzt richtig umzugehen, ist die Herausforderung“, schätzt der Trainer die Lage ein und hofft eher, dass das noch zusätzliche Kräfte freisetzt, einen Schub gibt. Das kann im Idealfall noch lange nachwirken.
Poitiers gerade bestens in Form
Aber nun soll der Fokus – nach einer erwartet guten Dienstag-Trainingseinheit – wieder auf noch zu vergebenden Punkten und Sätzen in dieser Saison liegen. Denn alle sind nach dem Triumph auf den Geschmack gekommen, betonten immer wieder: Wir sind noch nicht fertig. Das soll nun schon Alterna Stade Poitevin Volley-Ball zu spüren bekommen. Alterna SPVB, so die Kurzform, ist allerdings auch bestens in Form. Der Tabellenvierte gewann am Wochenende 3:0 beim Dritten Tourcoing Lille und in der Woche davor 3:2 gegen Spitzenreiter Tours und steuert in Frankreich klar Playoff-Kurs, auch wenn der Abstand zu Lille noch acht Punkte, zu Tours gar 16 beträgt.
Spätestens seit dem Comeback zu Jahresbeginn nach einer monatelangen Verletzung von Zuspieler Anatole Chaboissant scheinen die zuvor schwankenden Leistungen stabil. Und das liegt nicht zuletzt an dem erst 22-jährigen Neu-Nationalspieler (seit Sommer 2025). „Der hat unglaubliche Hände“, schwärmt Hübner von der Technik des Zuspielers, „verteilt die Bälle sehr gut, hat eine gute Übersicht.“ Auf SVG-Strippenzieher Santeri Välimaa trifft das jedoch ähnlich zu, wie längst allgemein bekannt ist und in Mannheim durch die MVP-Wahl wieder bestätigt wurde.
Hauptangreifer sind der junge Außen Thomas Pujol (21) und der Ex-Freiburger Diagonalangreifer Kevin Kobrine, der bei SPVB eine noch bessere Saison spielt, als zuletzt in der Bundesliga. Der US-Boy ist 5. in der Statistik der Topscorer, Pujol 2. in der Rangliste der effektivsten Angreifer. Neben ihm spielt auf Außen mit Tom Picard ein guter Annahmespieler mit mehrjähriger Erfahrung in der Ligue A. Im Mittelblock wechselten sich zuletzt die Ex-LüneHünen Lukas Maase (wegen Krankheit) und Pearson Eshenko (verstauchtes Sprunggelenk) ab, während der Franzose Simon Magnin gesetzt scheint. Der 22-Jährige debütierte auch im letzten Sommer im Nationalteam. Einziger Oldie im Gästeteam ist Libero Franco Massimino (37), ein früherer argentinischer Nationalspieler, der bereits 2019 nach Frankreich kam.
Speziell ist das Match für Jackson Howe und Christopher Byam, die vergangene Saison noch in Poitiers unter Chefcoach Daniel Lewis spielten. Der sitzt seit Sommer 2025 auch als Trainer auf der Bank von Kanadas Nationalteam bzw. wuselt ständig an der Linie auf und ab, hat einen Neuaufbau eingeleitet – und dabei auch Jesse Elser eingebaut. Und auch Stefan Hübner kennt Lewis, nicht nur aus dem Sommer 2022, als er bei den Kanadiern im Trainingslager in Gatineau mitwirkte. „Wir schreiben und telefonieren regelmäßig, tauschen uns mehrmals im Jahr aus. Und früher haben wir gegeneinander gespielt“, berichtet Hübner. Lewis spielte lange in Europa, war Libero in Polen, Slowenien und Frankreich und auch Nationalspieler.
(hre)
Rund ums Spiel
Tickets: Für das Spiel gibt es noch Eintrittskarten im Ticket-Onlineshop. Seid dabei und bringt Familie und Freunde mit, wenn die Pokalhelden zum nächsten Europa-Highlight antreten. Übrigens: Das Spiel gibt’s nur live in der Arena zu sehen – es wird keinen Livestream geben!
Autogrammstunde: Nach dem Spiel erfüllen Axel Larsen und Santeri Välimaa Autogramm- und Selfie-Wünsche der Fans im Unterrang (hinter dem Lüneblock).
Pokalsieger-Shirts: Am Samstag waren die LüneHünen-Pokalhelden die ersten, die darin jubeln konnten – jetzt gibt’s die Sieger-Shirts auch im Online-Shop. Und natürlich sind sie am Mittwoch auch am Fanshop-Stand in der LKH Arena erhältlich. Die Shirts in Unisex- oder Damen-Schnitt gibt’s für 20 Euro.

Spieltagsflyer: Am Spieltag gibt’s im digitalen Spieltagsheft „Crunchtime“ wieder alle Infos rund ums Spiel. Schaut also gern am Mittwoch in der Rubrik „Spieltagsflyer & Saisonheft“ der SVG-Website oder der App vorbei. Dort findet ihr übrigens auch die bisherigen Ausgaben.
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